Das Gemeindehaus von Volketswil (ZH).

eAlarm crisis: digitale Sicherheit für Volketswil

09.06.2026
6 | 2026

Ein Notfall kennt keine Uhrzeit. Wenn im Gemeindehaus Volketswil (ZH) ein Alarm ausgelöst wird, müssen Informationen in Sekunden bei allen Verantwortlichen ankommen. Genau das war früher ein Problem – bis die Gemeinde auf das digitale Alarmierungssystem eAlarm crisis von Swisscom umstieg. Wir haben mit Mirco Blattner, stellvertretendem Gemeindeschreiber, und Andreas Fritschi, IT-Leiter, über ihre Erfahrungen gesprochen.

Bei einem Notfall können Fehler schnell gravierende Folgen haben. Da muss ein Alarmierungssystem funktionieren – doch genau das klappte in Volketswil (ZH) früher nicht immer. «Bei unseren Tests kam es zu Ausfällen von bis zu zehn Prozent – in einer Notsituation wäre das fatal», erinnert sich Andreas Fritschi, IT-Leiter von Volketswil. «Eine solche Fehlerquote können wir im Krisenfall nicht akzeptieren.» Gemeinsam mit Mirco Blattner, dem stellvertretenden Gemeindeschreiber, machte er sich auf die Suche nach einer Lösung, die nicht nur zuverlässiger, sondern auch einfacher zu bedienen war. Die Anforderungen waren klar:

Webbasiert, ohne lokale Server oder komplizierte Hardware.

Intuitiv zu bedienen, auch für Nicht-IT-Fachpersonen.

Flexibel genug, um verschiedene Alarmarten abzudecken.

Nach einem intensiven Auswahlprozess fiel die Entscheidung auf eAlarm crisis – die cloudbasierte Alarmierungslösung von Swisscom, die Alarmierungen und Kommunikationswege zentral bündelt und vereinfacht.

«Wir haben alle Mitarbeitenden mitgenommen»

Bei der Einführung überliess das Projektteam nichts dem Zufall. In Workshops mit jeder Abteilung wurde besprochen, welche Abläufe im Ernstfall gelten sollen. «Die Verwaltung ist sehr heterogen», erklärt Blattner. «Wir haben jede Abteilung individuell angeschaut, um eine Lösung zu schaffen, die überall akzeptiert ist.» Heute nutzen rund 150 Mitarbeitende die Mobile App eAlarm crisis, um Alarme auf ihren Dienst- oder Privatgeräten zu empfangen. Wer keine App auf seinem Smartphone installiert, wird alternativ per Sprachanruf, SMS, E-Mail oder über das Bürotelefon alarmiert. «Das System ist so flexibel, dass niemand abgehängt wird», ergänzt Fritschi.

Erster Ernstfall: Kühlmittelaustritt in der Tiefgarage

Im Sommer 2025 wurde die neue Alarmierungslösung erstmals unter realen Bedingungen eingesetzt: In der Tiefgarage des Gemeindehauses trat Kühlmittel aus. «Wir mussten kurzfristig reagieren und Mitarbeitende informieren. Die Auslösung des Alarms funktionierte nach Plan, die Feuerwehr war schnell vor Ort», erinnert sich Fritschi. Auch ein späterer Brandalarm – ausgelöst durch Reinigungsarbeiten – zeigte, wie zuverlässig das System funktioniert. Die Alarmierung lief sauber durch, die Situation war rasch unter Kontrolle.

Blick nach vorn

Aktuell prüft die Gemeinde, auch weitere Standorte wie das Freibad und die Sportanlagen in das Alarmierungssystem einzubinden. «Unser Ziel ist eine einheitliche, digitale Alarmierungsplattform für alle kritischen Bereiche der Gemeinde», sagt Blattner. «So sind wir in jeder Situation vorbereitet – von technischen Störungen bis zu Bedrohungslagen.» 

Die Verantwortlichen haben drei Tipps für andere Gemeinden:

1. Frühzeitig planen und Mitarbeitende einbeziehen

Gute Kommunikation ist entscheidend für Akzeptanz und Sicherheit.

2. Flexibilität bei Prozessen einbauen

Jede Abteilung hat eigene Risiken – die Lösung muss das abbilden können.

3. Auf einfache Bedienung achten

«In einer Notsituation soll niemand überlegen müssen, wohin er klicken soll», betont Fritschi.

Mit eAlarm crisis hat die Gemeinde Volketswil eine zeitgemässe, sichere Basis für Notfallkommunikation geschaffen. Die Lösung verbindet moderne Technologie mit klaren Abläufen und gelebter Verantwortung – ein Best-Practice-Beispiel für digitale Alarmierung und Sicherheit in Schweizer Gemeinden.

Von der internen Alarmierung zur Information der Bevölkerung

Was in Volketswil bei der Alarmierung intern verlässlich funktioniert, lässt sich auch nach aussen übertragen. Denn im Ereignisfall zählt nicht nur, wie schnell informiert wird, sondern auch, wen die Informationen erreichen.

Genau hier setzt EasyRegister an, ein Zusatzmodul von eAlarm crisis. Es ermöglicht Gemeinden, ihre Bevölkerung direkt und gezielt zu informieren, zum Beispiel bei Unwettern, technischen Störungen oder besonderen Ereignissen. Über ein einfaches Onlineportal können sich Bürgerinnen und Bürger selbst anmelden und wählen, welche Mitteilungen sie erhalten möchten – per SMS oder E-Mail. Im Ereignisfall erstellen die Verantwortlichen in eAlarm crisis mit wenigen Klicks eine Nachricht und versenden sie gezielt an die passenden Empfängergruppen.

Das Modul lässt sich individuell an das Erscheinungsbild und die Themen einer Gemeinde anpassen. Alle Daten bleiben in der Schweiz und unterliegen hohen Sicherheitsstandards. Mit EasyRegister wird aus digitaler Alarmierung ein umfassendes Kommunikationssystem – schnell, zuverlässig und transparent.

Nina Devallonné
eAlarm crisis
Product Manager