
Genf testet städtische Lösungen gegen Hitze
Mit dem Projekt «Cool City» experimentiert der Kanton Genf seit 2019 mit Massnahmen, die den urbanen Raum klimafreundlicher und lebenswerter machen.
Angesichts zunehmender Hitzewellen startete der Kanton Genf 2019 das Projekt «Cool City», um städtische Räume dem Klimawandel anzupassen. Fünf Pilotprojekte von 2019 bis 2023 zeigten praxisnah, wie versiegelte Flächen entsiegelt, Grünflächen und Wasser gezielt integriert oder Pausenplätze angenehmer gestaltet werden können. Fachpersonen aus Stadtplanung, Architektur und Umweltwissenschaften entwickelten gemeinsam Methoden, die in Stadtquartieren, aber auch in Schulen anwendbar sind. Der Kanton arbeitete dabei eng mit der Universität Genf, der Hochschule für Landschaft, Ingenieurwesen und Architektur Genf, mehreren Partnergemeinden sowie einem Beratungsbüro zusammen. «Cool City» liefert nun konkrete Werkzeuge für Gemeinden: mikroklimatische Diagnosen, Indikatoren für Schatten, Vegetation und Materialien sowie klimaintegrierte Planungsrichtlinien.