Wie Gemeinden von gemeinsam entwickelten Standards profitieren

06.06.2026
6 | 2026

Bei der digitalen Verwaltung tauschen Gemeinden, Kantone und der Bund Informationen und Daten untereinander, aber auch mit der Bevölkerung und mit Unternehmen aus. Insbesondere, wenn Dienstleistungen durchgängig digital angeboten werden, braucht es Standards. Sie bieten so grossen Mehrwert für Verwaltungen, dass sie ins Zentrum der Weiterentwicklung der Zusammenarbeitsorganisation Digitale Verwaltung Schweiz gerückt sind. Wie bringen Gemeinden dabei ihre Bedürfnisse ein?

Gemeinden sollen ihre Dienstleistungen heute digital und einfach anbieten. Standards helfen, Prozesse zu vereinheitlichen und Systeme besser zu verbinden. So können Daten zwischen den verschiedenen Verwaltungen ausgetauscht werden, weil sie überall gleich heissen. Auch das Once-only-Prinzip bringt klare Vorteile: Einwohnerinnen und Einwohner geben Daten wie Adresse oder Kontaktdaten einmal ein. Andere berechtigte Stellen können diese Informationen ebenfalls nutzen. Das spart Zeit und reduziert Fehler. Je besser die Datenqualität, desto besser können Daten ausgewertet werden, beispielsweise wie häufig eine Dienstleistung genutzt wird oder wie lange die Bearbeitung dauert. Standards sind die Basis für Interoperabilität. Das bedeutet, dass verschiedene Anwendungen miteinander funktionieren.

All diese Verbesserungen sind zentrale Anliegen der Weiterentwicklung der Digitalen Verwaltung Schweiz. Die gemeinsame Steuerung sowie die Zusammenarbeit von Gemeinden, Städten, Kantonen und dem Bund werden intensiviert. Die gemeinsame Entwicklung von Standards und Architekturen soll Interoperabilität fördern. Parallel wird eine neue Kompetenz mit spezifischen Regeln zur Mitwirkung der Gemeinden, Städte und Kantone angestrebt, damit künftig wesentliche Standards für alle Gemeinwesen verbindlich sind.

Während erarbeitet wird, wie sich Gemeinden künftig einbringen, ist es ihnen bereits heute möglich, sich durch Mitwirkung in den Fachgruppen des Vereins eCH und durch Beteiligung an den öffentlichen Konsultationen einzubringen und sicherzustellen, dass Verbindlichkeit da entsteht, wo sie Mehrwert erzielt.

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Florina German
Digitale Verwaltung Schweiz