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Im Notfall alles griffbereit

Steinschläge, überlaufende Bäche, Hochwasser vom See: Situationen, für die eine Gemeinde wie Stansstad (NW), gelegen am Vierwaldstättersee, gerüstet sein muss. Fritz Stauffer, Stabschef des Gemeindeführungsstabs von Stansstad, kennt sich damit aus. Der Gemeindeführungsstab übernimmt dann, wenn die Gemeindebehörden in einer ausserordentlichen Lage an ihre Grenzen kommen – zum Beispiel, als es im Juli 2021 zu einem grossflächigen Hochwasser in Stansstad kam. Fritz Stauffer war damals rund eine Woche im Einsatz, zusammen mit den anderen Mitgliedern des Gemeindeführungsstabs und der Feuerwehr; es war eine Ausnahmesituation. «Die Aufgabe des Gemeindeführungsstabs ist es, die Gemeindebehörden zum Wohle der Bevölkerung zu unterstützen, sodass wir möglichst schnell zu einer ordentlichen Lage zurückkehren können», führt Fritz Stauffer aus. In Zukunft ist der Gemeindeführungsstab für solche Situationen besser gerüstet. Seit September letzten Jahres arbeitet er nämlich mit dem Krisenkompass, genauso wie der Kanton Nidwalden und die restlichen Gemeinden des Kantons. Das Instrument, das im Herbst 2021 von Christian Randegger und seinem Team lanciert und vom Schweizerischen Gemeindeverband unterstützt wurde, hilft bei der Bewältigung von besonderen und ausserordentlichen Lagen, seien dies Naturkatastrophen, Gewaltereignisse oder auch ein grossflächiger Stromausfall. Im Krisenkompass sind Vorgehensweisen je nach Ereignis vorgegeben sowie Kontakte, Notfallkonzepte und weitere Dokumente hinterlegt. «Ein Naturgefahrenberater unseres Stabs hat in der ‹Schweizer Gemeinde› vom Krisenkompass gelesen und vorgeschlagen, das Instrument einzusetzen», erinnert sich Fritz Stauffer. Der Gemeindeführungsstab habe Kontakt mit dem Anbieter aufgenommen und auch mit dem Kanton Nidwalden. «Wir sind ein kleiner Kanton, es besteht enger Kontakt zwischen Kanton und Gemeinden», sagt Fritz Stauffer. So stelle der Kanton im Krisenkompass auch Dokumente für Ereignisse bereit, die mehrere Gemeinden betreffen könnten – etwa ein Hochwasser des Bachs Engelberger Aa. Auch der kantonale Führungsstab und das Feuerwehrinspektorat unterstützen stark. «Der Krisenkompass ist ein sehr gutes Instrument für die Gemeinden im administrativen Bereich.» Fritz Stauffer, Stabschef des Gemeindeführungsstabs von Stansstad (NW) «Der Krisenkompass ist ein sehr gutes Instrument für die Gemeinden im administrativen Bereich», findet Fritz Stauffer. «Er erlaubt, Notfallplanungen und andere wichtige Dokumente für ausserordentliche Lagen abzulegen und sofort griffbereit zu haben.» Er schätzt am Instrument, dass dieses auch offline funktioniert und somit keine Internetverbindung oder eine Verbindung zu einem kantonalen oder kommunalen Intranet nötig ist. Gerade in einer möglichen Strommangellage oder gar bei einem Blackout sei dies ein grosser Vorteil. Mit dem Smartphone oder Tablet habe man die Unterlagen immer dabei. Die Administration werde so vereinfacht. Und über die Suchfunktion gelange man sofort zu den relevanten Dokumenten – das spare viel Zeit, wenn man bedenke, dass man noch vor einigen Jahren diese Dokumente in grossen Ordnern habe suchen müssen. Zum Einsatz in einem Ernstfall kam der Krisenkompass in Stansstad noch nicht – zum Glück. Dennoch nutzt ihn Fritz Stauffer rege, vor allem im Austausch mit den anderen Mitgliedern des Gemeindeführungsstabs. Er legt dort zum Beispiel die Traktandenlisten für die Sitzungen ab. Die Erfahrungen seien bisher sehr positiv. Fritz Stauffer schätzt die Übersichtlichkeit und die Einfachheit im Krisenkompass: «Man begreift ihn einfach sofort», resümiert er. Zudem seien dank des Krisenkompasses alle Involvierten stets auf dem gleichen Wissensstand. Eine gute Kommunikation, Vertrauen sowie regelmässige Trainings seien in einem Gemeindeführungsstab zentral, betont Fritz Stauffer. Insbesondere, weil die Mitglieder des Stabs häufig ‹Milizler› seien, die sich in der Freizeit engagierten; gerade in kleineren und mittleren Gemeinden, wie Stansstad eine ist mit 4800 Einwohnerinnen und Einwohnern. Wichtig sei auch eine gute Zusammenarbeit mit den Gemeindebehörden, dem kantonalen Führungsstab sowie der Feuerwehr – in seinem Fall funktioniere das bisher reibungslos, wofür er sehr dankbar sei. Und seinen Dank möchte er ebenfalls der Bevölkerung aussprechen, die in besonderen und ausserordentlichen Lagen Einschränkungen in ihrem Alltag in Kauf nehmen muss. Informationen: www.krisenkompass.ch Nadja Sutter

Neu im Vorstand: drei Fragen an Sandra Hess

Weil die Gemeinde nahe bei den Leuten ist und sehr gut weiss, was die Gesellschaft, die Wirtschaft und das Gewerbe beschäftigt. Auf dieser Stufe kann man viel bewegen und auf konkrete Bedürfnisse reagieren. Auf Gemeindeebene ist die Politik stets im Realitätscheck, das ist meines Erachtens für eine zielführende politische Arbeit essenziell. Das sind sicher – wie überall – der Fachkräftemangel und die Digitalisierung. Aber auch Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsthemen, der ausgetrocknete Wohnungsmarkt sowie Raumplanungsfragen und Verdichtung/Bauen im Bestand. Wir haben grossen Nachholbedarf bei den Investitionen, allen voran bei den Schulhäusern und gemeindeeigenen Liegenschaften. Aufgrund fehlender Baulandreserven können wir nur nach innen wachsen, das ist im dicht besiedelten Raum allerdings sehr schwer. Die Bewilligungsverfahren dauern viele Jahre, und es gibt zahlreiche Einsprachen. Grundsätzlich stellen wir auch eine grosse Erwartungshaltung seitens der Bevölkerung betreffend Information und Partizipation fest. Nadja Sutter

Neu im Vorstand: drei Fragen an Nina Gansner

Ich engagiere mich in der Gemeindepolitik, weil ich meiner Gemeinde – übrigens eine der schönsten Bündner Gemeinden – etwas zurückgeben und mich für das Gemeinwohl, die Gemeinde und ihre Einwohnerinnen und Einwohner einsetzen will. Als Gemeindepräsidentin seit 2018 und Grossrätin seit 2022 stehe ich für ein zukunftsorientiertes Miteinander und für starke Gemeinden ein. Mir persönlich ist es wichtig, mit Engagement aus der Mitte der Gesellschaft heraus mit tragfähigen Lösungen voranzugehen. Eine grosse Stärke unseres Landes ist die Vielfältigkeit: Es bestehen merkliche Unterschiede – gesellschaftliche, kulturelle, ökonomische und nicht zuletzt räumliche. Aufgrund des Bevölkerungswachstums und der rasanten technologischen Entwicklung führt diese Bereicherung aber auch zu grossen Herausforderungen. Wir sind gefordert, diese gesellschaftlichen Veränderungen in das übergeordnete Ganze eines qualitätsvollen und solidarischen Raums Schweiz zu integrieren. Wohl dasselbe wie alle anderen Gemeinden – die Herausforderungen steigen auf allen Ebenen. Ich wünsche der Gemeinde Seewis, dass sie es schafft, den Spagat zwischen Tradition und Moderne zu schaffen und sich nachhaltig weiterzuentwickeln. Aktuell beschäftigt uns insbesondere die Raumplanung beziehungsweise deren Umsetzung, wir stecken mitten in der Ortsplanungsrevision. Nadja Sutter

Lösungsansätze gegen den Fachkräftemangel im Fokus

Karin Freiermuth und Christoph Vogel, Sie untersuchen in Ihrem Forschungsprojekt an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW die Förderung gleichberechtigter Teilhabe an (Kader-)Positionen in Schweizer Gemeindeverwaltungen. Was hat dies mit dem aktuellen Fachkräftemangel zu tun? Für viele Gemeinden wird es zunehmend schwierig, offene Kaderstellen schnell und adäquat zu besetzen. Dabei gäbe es viele gut qualifizierte Frauen, die in Führungspositionen aber noch deutlich untervertreten sind. In unserem Projekt implementieren wir neue Arbeitsmodelle für Kaderpositionen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern. Dies soll die Unterrepräsentierung von Frauen in der Führung verringern und gleichzeitig dem Fachkräftemangel entgegenwirken. «In unserem Projekt implementieren wir neue Arbeitsmodelle für Kaderpositionen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern.» Christoph Vogel, FHNW In unserem Projekt konzentrieren wir uns auf die Umsetzung von flexiblen Arbeitsmodellen wie Topsharing, Teilzeitlösungen, Nachfolgeplanung mit Personalentwicklung und weiteren. Zudem bieten wir unter anderem ein Mentoringprogramm an, mit dem Mitarbeitende – insbesondere Frauen – in ihrer Laufbahnplanung unterstützt werden und dadurch ihr Potenzial ausschöpfen können. Auch erarbeiten wir einen Sensibilisierungsworkshop zum Thema Gleichstellungskompetenz, an dem auch Vertretende aus dem Gemeinderat teilnehmen können. Zwei Gemeindeverwaltungen mit sehr wenigen Verwaltungsmitarbeitenden machen bei unserem Projekt mit; dies gibt uns die Möglichkeit, zu prüfen, inwiefern die Arbeitsmodelle und Massnahmen in kleinen Verwaltungen anschlussfähig sind. Auch wenn kleinere Verwaltungen augenscheinlich einfacher zu überblicken sind, sind die Herausforderungen keinesfalls geringer. In einer dieser kleinen Projektpartnergemeinden planen wir aufgrund von anstehenden Pensionierungen eine komplette Neubesetzung aller vier Verwaltungsmitarbeitenden inklusive des Gemeindeschreibers selbst. Je kleiner die Verwaltung ist, desto schwieriger kann es sein, Aufgaben und (Teil-)Pensen auf mehrere Mitarbeitende zu verteilen. Anschlussfähige Massnahmen zur Nachfolgeplanung sind besonders hier keine einfache Sache. «Je kleiner die Verwaltung ist, desto schwieriger kann es sein, Aufgaben und (Teil-)Pensen auf mehrere Mitarbeitende zu verteilen.» Karin Freiermuth, FHNW Ja, dazu können wir aktuell zwei Beispiele machen: Eine Gemeinde, die sich dazu entschied, eine Führungsstelle im Topsharing anzubieten, erhielt deutlich mehr gute Bewerbungen als bei der ersten Ausschreibungsrunde, als die Stelle klassisch in einem 100-Prozent-Pensum ausgeschrieben worden war. Eine andere, mittelgrosse Gemeinde bietet ihren Mitarbeitenden – auch in der Führung – neu die Möglichkeit, mobil flexibel zu arbeiten. Für die Rekrutierung von neuen Mitarbeitenden ist dies ein wichtiges Argument und wurde von den bisherigen Bewerbenden entsprechend positiv hervorgehoben. Nadja Sutter

«Wir müssen uns vertraut machen mit den Krisen»

Momentan setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Schwierigkeiten bleiben. Wir müssen uns vertraut machen mit den Krisen. Wie wir damit umgehen, ist sehr individuell. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir werden depressiv und igeln uns ein, oder wir können uns für die Krisen rüsten. Im Sinne von: Jetzt erst recht! Wir sollten schauen, dass unsere Reaktion eher in die zweite Richtung geht, damit wir mit all den neuen Herausforderungen nicht einfach umkippen. Denn wenn wir alle umkippen wie Dominosteine, kommt es irgendwann zum Totalausfall. Wir sollten schauen, dass wir stehen bleiben. Grundsätzlich leben wir mit einer inneren Spannung zwischen dem «Istzustand» und dem «Sollzustand». Wird die Kluft dazwischen immer grösser, wächst die Spannung an. Wir können diese Spannung reduzieren, indem wir die beiden Zustände einander annähern. Am Istzustand können wir kaum etwas ändern – es ist eben, wie es ist. Wenn wir dies akzeptieren und den Sollzustand, also unsere Erwartungen, möglichst an die Realität annähern, verlieren wir weniger Energie. Indem sie Grenzen setzen. Wir müssen uns überlegen, was unsere Ressourcen sind und wie wir diese sinnvoll einteilen. Wir müssen lernen zu verzichten, nicht immer das Optimum herausholen zu können – und auch, dass wir andere Leute damit vielleicht wütend machen und enttäuschen. Pausen sind ebenfalls sehr wichtig. Wir sollten ein Sensorium für uns selbst entwickeln und wie weit unsere Kräfte reichen, damit wir aufrecht und stabil bleiben. Eine gute Führungsperson kann Nein sagen; sie kennt die Grenzen ihres Teams und verteidigt diese. Übertragen auf eine Gemeindeverwaltung, die mit Personalmangel kämpft, kann das zum Beispiel heissen: Der Schalter ist nicht mehr jeden Tag offen. Dann müssen die Leute eben einen Tag auf ihre Dienstleistung warten. Klar, das ruft Unmut hervor. Aber nur so stellt die Gemeindeverwaltung sicher, dass das Angebot langfristig überhaupt noch vorhanden ist. Nadja Sutter

«In der Gemeinde kann man früh Verantwortung tragen»

Ich bin erst seit Kurzem dabei und habe erst eine Abstimmung erlebt. Ich finde die Aufgabe sehr spannend, weil man einen Blick hinter die Kulissen wirft und auch politische Tendenzen feststellen kann. Ich finde es auch schön, zu sehen, wie viele Menschen noch persönlich im Stimmbüro vorbeikommen, um ihre Stimme abzugeben. Ich bin schon seit jungen Jahren an Politik interessiert; Umweltthemen und die Masseneinwanderungsinitiative haben in mir die Lust geweckt, mich zu engagieren. Vor einiger Zeit bin ich der Ortspartei der Mitte beigetreten. Die Partei hat mich für den vakanten Posten im Urnenbüro vorgeschlagen. Ich finde das einen guten Einstieg in die Politik, weil die Aufgaben im Urnenbüro einen guten Einblick geben, aber nicht so aufwendig sind. Ich finde es wichtig und spannend. Denn auf Gemeindeebene kann man schon früh viel Verantwortung übernehmen. Doch die Gemeinde hat Mühe, genügend Leute zu finden. Gerade Jüngere ziehen oft für die Ausbildung weg, was ein Engagement schwierig macht. Ich studiere derzeit unter der Woche an der Hotelfachschule in Passugg und merke selbst, dass dies mein Engagement komplizierter macht. Tatsächlich sind Familienmitglieder von mir in der Mitte aktiv, aber für mich war nicht automatisch klar, dass ich derselben Partei beitreten möchte. Ich habe die Parteien bereits im Jugendparlament kennengelernt und anschliessend einen Smartspider ausgefüllt. Der hat mir FDP, Grüne und Die Mitte vorgeschlagen. Ich habe bei allen drei Ortsparteien vorbeigeschaut und bei der Mitte hat es am besten gepasst. Nach meiner ersten Teilnahme beim Jugendparlament Luzern war ich so begeistert, dass ich mehr tun wollte. Ich bewarb mich für den Vorstand des Jugendparlaments Luzern, wurde gewählt und durfte die Veranstaltung seither mehrmals organisieren. Diese Erfahrung hat mir geholfen, als ich mich entschieden habe, auch bei der eidgenössischen Jugendsession in der Organisation mitzuhelfen. Ich finde es sehr spannend und eindrücklich, wie Jugendliche aus der ganzen Schweiz verschiedene Themen diskutieren. Die Jugendsession ist eine gute Plattform, um den Politbetrieb kennenzulernen und sich unbeschwert zu Themen äussern zu können; sich quasi als Politiker ausprobieren zu können. Es ist Übungsfeld und Kaderschmiede für zukünftige Politikerinnen und Politiker. Ich bin überzeugt, dass ich ohne Jugendsession nicht in der Ortspartei und im Urnenbüro engagiert wäre. Nadja Sutter

«Der Stromnetzverkauf hat uns stark beschäftigt»

«Zwei grosse Themen haben uns in Hallau im vergangenen Jahr beschäftigt: die Suche nach einem Nachfolger für unseren langjährigen Gemeindeschreiber und der Verkauf unseres Stromnetzes. Die Gemeinde Hallau war bezüglich Energie bisher ein Sonderfall im Kanton Schaffhausen, weil wir unser eigenes Stromnetz betrieben haben. Wir haben uns aber entschieden, dieses per 1. Januar 2023 an das Elektrizitätswerk Kanton Schaffhausen (EKS) zu verkaufen. Die Anforderungen an den Betrieb eines Stromnetzes haben in den letzten Jahren zugenommen und sind insbesondere für eine Milizbehörde zunehmend komplizierter, aufwendiger und anspruchsvoller geworden. Wir mussten daher teuer die Dienstleistungen von externen Fachleuten einkaufen. Der Verkauf des Stromnetzes hat die Gemeinde in den letzten Jahren stark beschäftigt und war eine emotionale Angelegenheit für die Bevölkerung. Als eine deutliche Mehrheit an der Gemeindeversammlung vom 18. August für den Verkauf stimmte, war dies ein historischer Moment – für mich auch verbunden mit Erleichterung. Per Ende Jahr geht unser Gemeindeschreiber nach 37 Jahren Arbeit für die Gemeinde in Pension. Damit geht eine geballte Ladung Wissen verloren – wir nannten ihn jeweils scherzhaft das ‹Gemeindelexikon›. Ein solcher Wechsel birgt aber auch Chancen, und uns im Gemeinderat war klar, dass wir ihn sorgfältig und durchdacht angehen müssen. Wir haben uns entschieden, unsere Verwaltung nach dem Geschäftsleitermodell auszurichten, sodass die Gemeinderäte mittelfristig von der operativen Verantwortung entlastet werden. Dies verändert auch das Stellenprofil des Gemeindeschreibers. Der Fachkräftemangel hat es uns nicht leicht gemacht, jemanden für die Nachfolge zu finden. Dennoch konnte am 1. September der neue Verwaltungsleiter seine Stelle antreten. Er ist ein Quereinsteiger mit Führungserfahrung, und uns ist bewusst, dass wir genügend Zeit in die Einarbeitung investieren müssen. Die globalen Krisen haben wir natürlich auch in Hallau gespürt. Der Ukrainekrieg betrifft uns und macht uns betroffen. Einige Hallauerinnen und Hallauer haben ukrainische Flüchtlinge aufgenommen, wodurch in kürzester Zeit 14 Flüchtlingskinder – von Kindergarten bis Oberstufe – eingeschult wurden. Die Integration der Flüchtlingskinder stellte eine besondere Herausforderung dar. Durch die grossen Klassen mit vielen Schülerinnen und Schülern mit speziellen Bedürfnissen waren die Lehrpersonen sehr gefordert. Aber das gesamte Team, von der Schulleitung bis zu den Schulkindern, hat das sehr gut gemeistert. «Wir alle waren sehr erleichtert über die Aufhebung der Coronamassnahmen. Dadurch konnte das ‹Räbhüslifest› in den Rebbergen endlich wieder durchgeführt werden.» Nadja Hallauer, Gemeindepräsidentin von Hallau Das Jahr war aber auch geprägt von Freude: Wir alle waren sehr erleichtert über die Aufhebung der Coronamassnahmen. Dadurch konnte das ‹Räbhüslifest› in den Rebbergen endlich wieder durchgeführt werden. Und auch das Hallauer Herbstfest haben wir erstmals nach einer Pause wieder mit einem Umzug gefeiert. Das waren sehr schöne Momente. Für mich persönlich ein Highlight war zudem das Treffen der Gemeindepräsidentinnen auf Einladung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga in Bern. Den Austausch mit Kolleginnen aus der ganzen Schweiz empfand ich als sehr bereichernd.» Nadja Sutter

«Auf der Gemeinde habe ich fürs Leben gelernt»

Als Leonie Koch zum Interviewtermin im Gemeinderatszimmer in Hasle (LU) erscheint, ist es für sie ein Heimkommen. Im vergangenen Sommer hat sie hier, auf der Gemeindeverwaltung Hasle, ihre Lehre als kaufmännische Angestellte mit Berufsmatura erfolgreich abgeschlossen. Ihre drei Lehrjahre waren eine Zeit, auf die sie sehr gerne zurückblickt, wie im Gespräch rasch deutlich wird. «Ich bin während der Lehre erwachsen geworden und habe auf der Gemeinde fürs Leben gelernt», resümiert sie. Dabei war sich Leonie Koch am Ende ihrer Schulzeit gar nicht so sicher, wo der weitere Weg hinführen soll. «Ich habe mir einerseits überlegt, die Kantonsschule zu besuchen und nachher die Ausbildung zur Lehrerin zu machen», sagt sie. «Andererseits hat mich auch eine Lehre angesprochen.» Leonie Koch schnupperte in der Folge in verschiedenen Berufen: auf der Gemeinde, bei Banken, aber auch in einer Bäckerei. «Bei der Gemeindeverwaltung hat es mir am meisten Spass gemacht, und so fiel der Entscheid. Zum Glück entschied sich dann auch die Gemeinde für mich als Lernende», sagt sie mit einem Lachen. Die Gemeinde dürfte dies nicht bereut haben, hat Gemeindeschreiber Marco Studer doch nur lobende Worte für seine ehemalige Lernende: «Leonie ist sehr ehrgeizig und hat ihre Aufgaben stets sehr gewissenhaft erledigt.» Der jungen Frau ihrerseits gefiel die Abwechslung auf der Verwaltung der Gemeinde mit rund 1700 Einwohnerinnen und Einwohnern besonders gut. Sie hatte Einblick in die verschiedenen Abteilungen und war unter anderem beim Steueramt, auf der Einwohnerkontrolle, im Bau- und Finanzamt, hat Aufgaben für den Gemeinderat erledigt und war auch für eine kurze Zeit auf dem Zivilstandsamt in Wolhusen. Natürlich arbeitete sie auch am Gemeindeschalter, nahm Anrufe entgegen und beantwortete Mails und hatte so engen Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern. «Das hat mir wahnsinnig gefallen. Dabei habe ich gelernt, mit Menschen in den verschiedensten Situationen umzugehen und auch zu schlichten. Denn nicht alle Menschen, die zum Gemeindeschalter kommen, sind zufrieden, das war nicht immer einfach.» Zu lernen, damit umzugehen, helfe auch im Privatleben, findet Leonie Koch. «Ich habe gelernt, mit Menschen in den verschiedensten Situationen umzugehen und auch zu schlichten.» Leonie Koch, ehemalige Lernende Gemeinde Hasle (LU) Sie hat es geschätzt, für die Gemeinschaft zu arbeiten. «Ich bin in Hasle aufgewachsen und wohne immer noch hier. Indirekt habe ich mit meiner Arbeit etwas gemacht, das allen hier dient.» Und nicht zuletzt habe sie ganz praktische Dinge gelernt, die ihr im weiteren Leben helfen. «Ich weiss zum Beispiel ziemlich genau, wie man eine Steuererklärung ausfüllt.» Sie schmunzelt und fügt an: «Jetzt helfe ich Freundinnen und Freunden dabei, sie auszufüllen.» Gab es denn etwas, das ihr an der Lehre nicht gefallen hat? Leonie Koch überlegt lange. «Nein, ich bin immer gerne arbeiten gegangen.» Schliesslich fügt sie an: «Ich habe parallel zur Lehre die Berufsmatur absolviert. Das war zeitweise schon sehr intensiv, ich musste mich durchbeissen. Aber es hat sich gelohnt.» Sie sei in der strengen Zeit sehr froh über die Unterstützung aus dem Team gewesen, insbesondere über die von Gemeindeschreiber Marco Studer. «Ich durfte zwischendurch Aufgaben für die Schule während der Arbeitszeit erledigen. Das hat wirklich geholfen.» Sie fügt an: «Ich erinnere mich gerne an meine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zurück. Ein gutes Team ist etwas vom Wichtigsten bei der Arbeit und kann einen richtig pushen.» Trotz all den guten Erinnerungen zieht es sie vorerst weg von der Gemeinde. Sie beginnt demnächst die Ausbildung zur Primarlehrerin. «Das war immer mein Traum. Ich möchte noch enger mit Menschen zusammenarbeiten.» Sie glaubt, dass ihr die Erfahrungen auf der Gemeinde helfen werden, insbesondere der Umgang mit Menschen in den verschiedensten Situationen. Dennoch: Sie kann sich vorstellen, zu einem späteren Zeitpunkt zur Gemeindeverwaltung zurückzukehren. «Ich bin froh, stehen mir in Zukunft zwei Wege offen.» Was könnten Gemeinden aus ihrer Sicht tun, damit junge Leute auch nach der Lehre bleiben? «Sie müssen die Möglichkeit zur Weiterentwicklung innerhalb der Gemeinde bieten», sagt Leonie Koch bestimmt. «Weiterbildungen und die persönliche Weiterentwicklung sind sehr wichtig für junge Menschen. Man erwartet das auch von unserer Generation.» Mit Weiterbildungsmöglichkeiten könnten Gemeinden verhindern, dass sie Leute verlieren – aber es gebe ihnen auch viel zurück, ist die junge Frau überzeugt. Nadja Sutter

«Die Nachfrage nach Springern ist riesig»

David Ammann: Die Nachfrage nach Springerinnen und Springern ist riesig. In den letzten fünf bis sechs Jahren gab es immer mehr Anfragen; und seit der Pandemie ist deren Zahl durch die Decke gegangen. Im vergangenen Herbst haben wir festgestellt, dass wir leider jede zweite Anfrage ablehnen müssen. Wir können die Nachfrage bei Weitem nicht decken. Da gibt es verschiedene Gründe. Zum einen, wenn Angestellte ausfallen, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen, wegen eines Mutterschaftsurlaubs oder unbezahlten Urlaubs. Zum anderen, wenn es Restrukturierungen gibt und eine Überbrückung gesucht wird, bis eine Stelle neu ausgeschrieben werden kann. Immer häufiger jedoch auch, weil Stellen nicht besetzt werden können. Es gibt Gemeinden, die fragen nach einem Abgang gleich nach einem Springer, weil sie bereits wissen, dass es schwierig wird, die Stelle zu besetzen. In Bauverwaltungen, im Finanz- und Sozialbereich ist die Nachfrage besonders gross. In den Bauverwaltungen braucht es sehr spezifische Kenntnisse, gleichzeitig ist die Bautätigkeit in der Schweiz enorm hoch. Und es ist nicht unbedingt ein dankbarer Job: Wenn es um Baubewilligungen geht, muss man Polizist spielen. Im Finanzbereich ist es ähnlich, auch dort braucht es sehr spezifische Kenntnisse, und die Arbeitslast kann hoch sein, wenn zum Beispiel der Abschluss ansteht. Der muss einfach gemacht werden. Im Sozialbereich gibt es eine sehr hohe Fluktuation. Das heisst, viele Fachkräfte wechseln die Stelle häufig. Daher gibt es viele Abgänge, aber es ist auch einfacher, neue Leute oder Springerinnen und Springer zu finden. Die Zahl in unserem Pool ist über die Jahre mit rund 90 stabil geblieben, aber wir können damit die momentane Nachfrage nicht decken. Mir ist es sehr wichtig, zu betonen, dass wir nicht aktiv Springerinnen und Springer rekrutieren. Wir werben den Gemeinden kein Personal ab. Die Personen, die wir beschäftigen, sind meist solche, die aus verschiedenen Gründen keine Festanstellung anstreben und flexibel arbeiten wollen. Mit dem Personalverleih können wir dafür sorgen, dass sie der Branche erhalten bleiben. Und manchmal kommt es auch vor, dass es einer Springerin oder einem Springer so gut gefällt in einer Gemeinde, dass sie oder er dortbleibt. Ich frage mich, ob die Anstellungsbedingungen der öffentlichen Hand mit jenen in der Privatwirtschaft Schritt halten können. Damit meine ich nicht den Lohn – der ist in den meisten Fällen absolut gut. Sondern auch andere Faktoren wie Ferien, Arbeitsumfeld, Flexibilität … Die Pandemie hat durchaus einen Schub gebracht. Es gibt aber auch Verwaltungen, die Homeoffice gleich wieder den Riegel geschoben haben, nachdem die Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-Pandemie aufgehoben worden waren. Wenn Flexibilität aus Prinzip nicht geht, ist es schwierig, gute Leute zu finden. Einen Generationenwechsel gibt es derzeit tatsächlich. Allerdings bilden viele Gemeinden auch Lehrlinge aus. Diese verlassen die Branche aber oft nach dem Lehrabschluss. Weshalb das so ist, ist mir ein Rätsel, und auch anderen Branchenkennern. Die Arbeit in einer Verwaltung ist sehr sinnhaft, ein Dienst an der Gesellschaft. Vielleicht liegt es am Image – obwohl es viele Imagekampagnen gibt, die das ändern wollen. Es ist sicher wichtig, dass man in diesem Bereich weitere Bemühungen unternimmt. «Ich beobachte, dass jene Gemeinden, die gut organisiert sind und eine gute Kultur pflegen, weniger Probleme haben, Personal zu finden.» David Ammann, stv. Geschäftsführer Federas Politik und Verwaltungskader sind gefordert, an den Rahmenbedingungen zu arbeiten. Es braucht klare und sinnvolle Strukturen, und eine Aufgabentrennung zwischen Politik und Verwaltung. Im Arbeitsalltag braucht es eine gute und gesunde Kultur und flexible Arbeitsbedingungen, die Teilzeit und Homeoffice ermöglichen. Ich beobachte, dass jene Gemeinden, die gut organisiert sind und eine gute Kultur pflegen, weniger Probleme haben, Personal zu finden. Herausfordernd kann es insbesondere für kleinere Gemeinden sein, wo sich die Verantwortung auf wenige Schultern verteilt. Hier ergibt es Sinn, die Strukturen zu überprüfen – und damit meine ich nicht unbedingt Fusionen, sondern die vermehrte Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden. Nadja Sutter

Bewährtes Konzept, neue Formate: Suisse Public 2023

Sechs Jahre – so lange ist es her, seit die letzte Suisse Public stattfinden konnte. Die Ausgaben 2020 und 2021 der grössten Schweizer Fachmesse für den öffentlichen Sektor mussten wegen der Coronapandemie abgesagt werden. Vom 6. bis 9. Juni aber öffnet die Messe erneut ihre Türen auf dem Bernexpo-Gelände und heisst Fachleute und Beschaffungsverantwortliche von Gemeinde-, Kantons- und Bundesbehörden sowie von Grossunternehmen willkommen. «Seit 2017 ist viel passiert», sagt Messeleiter Christoph Lanz im Gespräch mit der «Schweizer Gemeinde». Natürlich bestehe bei einer so langen Pause die Gefahr, dass sich der Markt anders organisiere, weg von den Messen. Christoph Lanz beobachtet aber das Gegenteil: Das Nachholbedürfnis sei gross. «Der Marktplatz, um sich zu treffen und auszutauschen, hat gefehlt. Denn es gibt keinen vergleichbaren Anlass in der Schweiz.» Und so waren bereits Anfang Februar 95 Prozent der Flächen der Messe gebucht. «Der Marktplatz, um sich zu treffen und auszutauschen, hat gefehlt. Denn es gibt keinen vergleichbaren Anlass in der Schweiz.» Christoph Lanz, Messeleiter Suisse Public An der Suisse Public können Interessierte Innovationen vor Ort kennenlernen und unter anderem im grossen Aussenbereich vieles direkt ausprobieren. «Wie leise zum Beispiel ein Kehrichtfahrzeug ist, kann man kaum in einem Video erfahren. Das muss man vor Ort erleben können», sagt Christoph Lanz. Die Messe biete die Möglichkeit für die Aussteller, Vertrauen zu schaffen in ihre neuen Lösungen. Und für die Besucherinnen und Besucher aus den Gemeinden ist es auch Gelegenheit, sich auszutauschen. Unterhaltung darf ebenfalls nicht fehlen: Action gibt es an der «Fire Fit Challenge» im Feuerwehrbereich der Messe, wo sich Angehörige der Feuerwehr in einem sportlichen Wettbewerb messen. Auch im Ausstellerbereich dürfte es vieles zu entdecken geben. Denn der Innovationszyklus wurde durch die coronabedingte Pause nicht gestoppt – im Gegenteil. Die Themen, die im Fokus stehen, und die technischen Lösungen sind andere als vor sechs Jahren. «Das Thema Energie ist momentan sehr brisant, das war in den vergangenen Jahren anders», so Christoph Lanz. Neben der Energiekrise beschäftigen sich die Gemeinden aktuell mit Ladestationen für elektronisch angetriebene Fahrzeuge oder E-Kommunalfahrzeuge. Die Digitalisierung ist ebenfalls Dauerthema und ein Feld, das sich sehr rasch entwickelt. Ihr hat die Suisse Public gleich eine eigene Messe in der Messe gewidmet: die Suisse Public SMART. Diese fand 2021 bereits online und 2022 als Tageskonferenz statt. Im Rahmen ihrer Muttermesse wird sie nun ein Programm während vier Tagen anbieten und smarte Lösungen aus den verschiedensten Bereichen präsentieren. Die Suisse Public SMART ist in zwei Teilbereiche gegliedert: eine Messe und eine Konferenz. Im Messeteil präsentieren Aussteller ihre Produkte an Ständen und auf einer Pitch-Bühne in kurzen Vorträgen. Dies wird ergänzt durch einen sogenannten Solution Park: Er ist gestaltet wie eine Begegnungszone, und die Besucherinnen und Besucher können dort verschiedene Exponate direkt in einem praxisnahen Anwendungskontext erleben. Zum Beispiel smarte Strassenlampen und Parkbänke, an denen das Handy aufgeladen werden kann. Zu viele Details will SMART-Projektleiter Christopher Wehrli noch nicht verraten: «Wir stecken mitten in der Planung.» Eine Etage darüber können Interessierte am Konferenzteil der Suisse Public SMART ihr Wissen rund um smarte Lösungen vertiefen. An allen vier Tagen konzentrieren sich die Inhalte der Vorträge und Podiumsdiskussionen auf einen bestimmten Fokus. Am Dienstag, 6. Juni, geht es um die Arbeit sowie Werkhöfe der Zukunft, am Mittwoch, 7. Juni, um Infrastrukturen der Zukunft und die Mobilitätswende. Am Donnerstag, 8. Juni, stehen E-Government und die digitale Verwaltung im Zentrum und am Freitag, 9. Juni, smarte Lösungen für Blaulichtorganisationen. Der Messeteil der Suisse Public SMART sowie das Konferenzprogramm vom Dienstag, 6. Juni, und Freitag, 9. Juni, ist im Eintritt der Suisse Public inbegriffen. Für den Konferenzteil vom Mittwoch, 7. Juni, und Donnerstag, 8. Juni, braucht es ein separates Konferenzticket. Darin inbegriffen sind neben dem Besuch der Konferenz und der Suisse Public auch ein Mittagessen sowie ein Apéro. «Wir wollen neue Wege aufzeigen, wie die Gemeinden vernetzt und smart ihre Infrastrukturen erneuern können. Dies gilt auch für die Digitalisierung von Verwaltungsdiensten.» Christopher Wehrli, Projektleiter Suisse Public SMART «Wir fokussieren an der SMART bewusst auf pragmatisch umsetzbare Lösungen, die auf Gemeinden zugeschnitten sind», sagt Projektleiter Christopher Wehrli. «Wir wollen neue Wege aufzeigen, wie die Gemeinden vernetzt und smart ihre Infrastrukturen erneuern können. Dies gilt auch für die Digitalisierung von Verwaltungsdiensten.» Das Interesse der Ausstellenden am neuen Format ist gross. «Die Messe wird wahrgenommen und ist bei zahlreichen Akteuren auf dem Radar», so Christopher Wehrli. Auch hier arbeitet die Zeit für das Thema, wie Messeleiter Christoph Lanz bemerkt. Eins ist sicher: Wenn 2026 die nächste Suisse Public stattfindet, werden sich die Innovationen bereits wieder weiterentwickelt haben. Nadja Sutter

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