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Aktive Filter: Kategorie: Raumplanung und Verkehr Autor: Anita Wenger Alle Filter entfernen
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Lausanne gewinnt mit «Coronapisten» den Prix Velo Infrastruktur 2024

Um die Bevölkerung zum Velofahren zu motivieren, hat Lausanne zu Beginn der Pandemie mithilfe einer Ausnahmebewilligung des Kantons auf dem Hauptachsennetz innert lediglich fünf Monaten 7,5 Kilometer Veloinfrastruktur neu geschaffen. Der dazu benötigte Platz wurde meist durch Aufhebung von Parkplätzen und Abbiegespuren gewonnen. Entstanden sind direkte, komfortable und sichere Routen entlang von Hauptachsen. Die Jury des Prix Velo Infrastruktur würdigt das mutige Vorgehen der Behörden, den begrenzten Strassenraum zugunsten des Velos neu zu verteilen. Dies mache die Stadt zu einem Vorbild für eine erfolgreiche Umsetzung des Veloweggesetzes. Für die Lausanner Mobilitätsdirektorin Florence Germond prägen die Erfahrungen von damals die Arbeitsweise der Verwaltung auch heute noch. Mehr Informationen: www.prixvelo.ch Anita Wenger

Bequem und sicher per Velo von Chur nach Trimmis

2019 eröffneten die Gemeinden Chur und Trimmis eine gemeindeübergreifende Radwegverbindung. Das Bedürfnis nach einer alltagstauglichen Veloverbindung zwischen den beiden Gemeinden existierte schon lange, doch war die Routenführung während über 30 Jahren Inhalt einer kontroversen politischen Diskussion. Die bisherigen Verbindungen waren aufgrund der Höhendifferenzen für den Alltagsverkehr ungeeignet. Ebenso wenig taugte aus Sicherheitsgründen die Kantonsstrasse mit dem ständig zunehmenden Verkehrsaufkommen. Ziel des Projektes war es deshalb, die dringend notwendige Veloverbindung im Rahmen des Agglomerationsprogrammes so schnell wie möglich zu realisieren und so den Velofahrenden eine sichere und alltagstaugliche Route anzubieten. Aufgrund der unterschiedlichen Ansprüche der vielen verschiedenen Stakeholder war die Planungsphase lang und anspruchsvoll. Basierend auf einem Variantenstudium wurde Abschnitt für Abschnitt eine den jeweiligen Gegebenheiten, Rahmenbedingungen und Sachzwängen angepasste «Bestvariante» gewählt und letztlich auch realisiert. Entstanden ist eine komplett neu angelegte, direkte und motorfahrzeugfreie Veloverbindung über mehrere Kilometer, die vor allem dem Alltagsverkehr und teils auch dem Freizeitverkehr dient. Mit dem 1,6 Millionen Franken teuren Projekt gewannen Chur und Trimmis beim Prix Velo Infrastruktur 2020 einen Anerkennungspreis. Die Jury war insbesondere beeindruckt von der jahrzehntelangen, hartnäckigen Vorgehensweise, die den Verantwortlichen aufgrund enormer Widerstände viel Durchhaltewillen und geduldige Überzeugungsarbeit abverlangte. Das Engagement hat sich gelohnt. Laut der Stadt Chur wird die neue Verbindung von jährlich im Schnitt 23 000 Velofahrenden und noch mehr Fussgängerinnen und Fussgängern genutzt. Anita Wenger

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