Menü
Logo Logo
  • DE
  • FR
  • IT
  • Finanzen und Wirtschaft 7
  • Alain Meyer 1
  • Fabio Pacozzi 1
  • Laurent Savary 1
  • Markus Metzger 1
  • Nadja Sutter 1
  • Nora Hesse 1
  • Silvana Menzli 1
  • 7-8 | 2024 7
Aktive Filter: Kategorie: Finanzen und Wirtschaft Ausgabe: 7-8 | 2024 Alle Filter entfernen
Es wurden 7 Ergebnisse in 1 Millisekunden gefunden. Zeige Ergebnisse 1 bis 7 von 7.
  • 1
Ergebnisse pro Seite:

Von 770 auf 600 Filialen: Wie sieht die Grundversorgung von morgen aus?

An beiden Orten. Wir haben einen Grundversorgungsauftrag, den wir erfüllen müssen und wollen. Auf der anderen Seite müssen wir diesen Service public selbst finanzieren. Diese wirtschaftliche und die soziale Verantwortung können sich manchmal durchaus in die Quere kommen. Ich spreche lieber von Umbau statt von Abbau. Durch die Umwandlung in Partnerfilialen oder die Einführung eines Hausservices haben wir die Zahl der Zugangspunkte zur Post in den letzten zehn Jahren deutlich ausgebaut, von rund 3500 auf 5000. Aber ja: Je stärker die Erträge im Briefgeschäft sinken, desto grösser wird unsere Finanzierungslücke. Es ist kein Geheimnis, dass der Betrieb einer Partnerfiliale die Post günstiger zu stehen kommt als eine eigenbetriebene Poststelle. «Die wirtschaftliche und die soziale Verantwortung können sich manchmal durchaus in die Quere kommen.» Martin Widmer, Leiter Netzdesign Post Wie viele Poststellen es braucht, hängt davon ab, wie sich Kundenverhalten und Technologie entwickeln. Vor 30 Jahren hätte sich niemand vorstellen können, dass man Rechnungen einst mit zwei Klicks selbst bezahlen kann. Wie es in 30 Jahren aussehen wird, kann niemand sagen. Was wir sagen können, ist, dass wir bis 2028 auf 600 eigenbetriebene Poststellen gehen möchten, und dass wir ein Gerüst aufrechterhalten werden, in dem die Post in verschiedenen Formen erreichbar ist. Uns ist wichtig, dass wir in der ganzen Schweiz in vernünftiger Distanz erreichbar bleiben. Wir werden also zum Beispiel auch im Val Müstair und in der Ajoie eigene Filialen betreiben, aber nicht mehr in der gleichen Dichte wie heute, das ist klar. Umbauten werden stattfinden, sowohl in der Peripherie als auch in den Zentren. Unser Ziel ist eine nationale Ausgewogenheit. Wenn ich die Poststelle in Müstair einer Filiale in Zürich gegenüberstelle, können die Frequenzen unmöglich gleich sein. Wir betrachten deshalb lieber die Entwicklung der Frequenzen als die absoluten Zahlen. Auch schauen wir uns an, wie sich die postalische Versorgungslage in der ganzen Region präsentiert. Wirtschaftlichkeit spielt natürlich ebenfalls eine Rolle, zudem gibt es gesetzliche Vorgaben an die Erreichbarkeit. Wir wägen also zwischen verschiedenen Faktoren ab. Sehr. Ein grosser Vorteil sind die Öffnungszeiten: Berufstätige, die auswärts arbeiten und abends zurück ins Dorf kommen, haben nun auch in Randzeiten einen Zugang zu rund 90 Prozent unserer Dienstleistungen. Das können wir in eigenbetriebenen Filialen kaum bieten. Aber auch der Dorfladen selbst profitiert von Synergien, indem Postkunden kommen, die gleichzeitig vielleicht noch das Abendessen einkaufen. Ich sehe dafür zwei Gründe. Einerseits die politische Einschätzung vor Ort. Es ist völlig nachvollziehbar, dass der Gemeinderat reagieren muss, wenn eine IG oder eine Ortspartei anfängt, Unterschriften zu sammeln. «Wir werden auch im Val Müstair und in der Ajoie Filialen betreiben, aber nicht mehr in der gleichen Dichte.» Martin Widmer, Leiter Netzdesign Post Zweitens hat das Ganze auch viel mit dem emotionalen Wert einer Poststelle zu tun. Die Post wurde vor 175 Jahren als nationales Verbindungswerk gegründet. Die Poststelle im Dorf ist sichtbarer Ausdruck davon, dass man dazugehört, und hat oft Symbolcharakter. Man kämpft um die Schule, um Läden und Beizen … und dann geht auch noch die Post. Da spielen sicher Verlustängste hinein. Ich kann das ein Stück weit nachvollziehen. Unsere Erfahrungen zeigen jedoch: Im Moment der Umstellung kann Unruhe entstehen. Wenn man aber zwei Jahre später nachfragt, hören wir meist, dass alles gut funktioniert. Deshalb vielleicht ein Appell an meine Kolleginnen und Kollegen in den Gemeinderäten: Die besten Lösungen findet man nicht, indem man das Gespräch verweigert, sondern indem man das Gespräch führt. Fabio Pacozzi

Mit der Post kam der Bundesstaat in die Gemeinden

Poststrasse, Postgasse, Postplatz: Die Post ist in den Schweizer Gemeinden allgegenwärtig. Längst hat nicht mehr jedes Dorf eine Post – doch die Namen haben überdauert. Als 1848 der Schweizerische Bundesstaat entstand, bestand bereits seit Jahrhunderten ein Postsystem. Dieses war aber dezentral geregelt: Um 1840 gab es 17 verschiedene Postverwaltungen auf dem Gebiet der Schweiz, was den Service langsam und teuer machte. Mit dem neuen Bundesstaat sollte sich das ändern, denn in der Bundesverfassung wurde das Postwesen zur Zuständigkeit des Bundes erklärt. 1849 wurde im Bundesgesetz über die Organisation der Postverwaltung die Post in elf Postkreise mit je eigener Direktion eingeteilt. Ihre Aufgaben: der Transport von Briefen und Paketen sowie der Personentransport mit der Postkutsche. Der Personentransport war der wichtigste Betriebszweig der Post. Reisten die Passagiere anfangs noch in Pferdekutschen, nahm die Post 1906 die erste Postautolinie zwischen Bern und Detligen in Betrieb. Die letzte reguläre Postkutsche fuhr bis 1961 in Graubünden auf der Linie Avers–Juf. Die Schweizerische Post hatte dank dem Personentransport, aber auch dank der Poststellen rasch eine grosse Präsenz im neuen Bundesstaat. Gab es um 1850 rund 1500 Poststellen in der ganzen Schweiz, wuchs diese Zahl bis 1912 auf 4000 an. Anfang des 20. Jahrhunderts verfügte also fast jede Gemeinde der Schweiz über eine oder sogar mehrere Poststellen. Die Bevölkerung musste in der Anfangszeit dank bis zu sechs Zustellungen pro Tag nicht besonders lange auf einen Brief oder ein Paket warten. Bis 1924 gab es sogar noch eine Zustellung am Sonntag. Möglich machten dies die unzähligen Postangestellten: 1850 waren es rund 2800. Die Post war damit eine der grössten Arbeitgeberinnen im Land. Die Post wurde zu einem wichtigen staatsbildenden Element im noch jungen Bundesstaat. Ihre Postkutschen und Poststellen trugen das Schweizer Kreuz in die hintersten Winkel des Landes, und sie war dank ihrer Dienstleistungen ein sehr direkter Berührungspunkt zwischen dem Bundesstaat und den Gemeinden und ihrer Bevölkerung. Das verdeutlichte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit zahlreichen repräsentativen Postbauten im ganzen Land: zum Beispiel mit den Postgebäuden in St. Gallen oder Genf, aber auch in kleineren Orten wie Sarnen oder Schwyz. Die Geschichte der Post ist eng verbunden mit technologischen Innovationen, aber auch dem Wandel der Gesellschaft. Das zeigen besonders die Entwicklungen im 20. und 21. Jahrhundert. Von 1920 bis 1928 wurde die Post schrittweise mit der Telegrafen- und Telefonverwaltung des Bundes zusammengeführt, die PTT entstand. Sie prägte die Schweiz des 20. Jahrhunderts, bis sich 1998 die Wege mit der Gründung der Swisscom wieder trennten. Die Swisscom baut im 21. Jahrhundert die Grundversorgung mit dem Internet aus, was wiederum die Post betrifft: Die Kommunikation verlagert sich in die digitale Welt, es werden immer weniger Briefe verschickt. Der Paketversand nimmt hingegen insbesondere seit der Coronapandemie und dem Boom des Internethandels massiv zu. 2001 plante die Post erstmals einen grösseren Abbau von Poststellen, von 3500 auf 2500. In den Jahren darauf folgten weitere Schliessungen. 2023 gab es noch 769 eigenbetriebene Poststellen in der Schweiz, vor Kurzem kündigte die Post einen weiteren Abbau von 170 Poststellen an. Die Post setzt mehr und mehr auf Partnerschaften mit Dorfläden und punktuell auch Gemeindeverwaltungen, welche die Basisdienstleistungen der Post anbieten. Die Reduktion der Poststellen löste und löst immer noch grossen politischen Widerstand aus. Besonders die peripheren Gebiete fürchten, dass sie abgehängt werden. Das ist auch bei den zuletzt angekündigten Abbauplänen nicht anders: Eine Motion der nationalrätlichen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen fordert derzeit, dass der Grundversorgungsauftrag der Post auf Gesetzesebene geklärt wird, bevor weitere Abbauschritte vorgenommen werden. Vor dem Hintergrund der Geschichte der Post dürfte dieser Widerstand nicht allein mit den wegfallenden Dienstleistungen zu tun haben. Mit den Poststellen fällt auch die Repräsentation des Bundesstaats in den Gemeinden weg. Was bleibt, sind die Strassennamen: Poststrasse, Postgasse, Postplatz. Quellen: Karl Kronig: «Post», in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.1.2011. Online konsultiert am 12.07.2024. Karl Kronig, Bauen für eine Nation. Von Postpalästen, PTT-Bauten und Kunst am Bau, in: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK (Hrsg.), Kunst + Architektur in der Schweiz, Nummer 4/2020 (Zeitschrift). https://www.post.ch/de/ueber-uns/portraet/175-jahre-post/geschichte Nadja Sutter

Grosse Veränderungen für Gemeinden im MWST-Bereich

Das Bundesgericht hat in zwei Leiturteilen 2022 beziehungsweise 2023 eine langjährige Praxis der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) gekippt und zwei Gemeinwesen das Recht zum Vorsteuerabzug zuerkannt. Der Auslöser des Streits war die jahrelange Praxis der ESTV, die Deckung eines Aufwandüberschusses innerhalb eines Gemeinwesens mit Steuergeldern als Subventionierung zu betrachten und deshalb die entsprechenden Vorsteuern nicht zum Abzug zuzulassen beziehungsweise zu kürzen. Laut Bundesgericht kann es sich bei solchen Deckungen und auch Zuschüssen innerhalb des gleichen Gemeinwesens nicht um Subventionen handeln, sondern um eine Finanzierung. Und somit ist ein Vorsteuerabzug durchaus möglich. Diese beiden Leiturteile sind sogar rückwirkend auf alle noch korrigierbaren Jahre anwendbar und eröffnen den Gemeinwesen auch für die Zukunft Möglichkeiten, Investitionen mit um die MWST tieferen Kosten zu tätigen. Der Gesetzgeber hat bereits Mitte 2023 die Teilrevision des Mehrwertsteuergesetzes (MWSTG) verabschiedet. Das Inkrafttreten der Teilrevision ist per 1. Januar 2025 vorgesehen, wobei der Bundesrat im zweiten Semester 2024 definitiv darüber entscheiden wird. Dasselbe gilt auch für die dazugehörige Mehrwertsteuerverordnung (MWSTV), die laut dem ersten Entwurf auch noch zusätzliche Themen aufgreift und zu grundlegenden Änderungen führen wird. Der Hauptschwerpunkt dieser Teilrevision liegt bei der Plattformbesteuerung, und es wird der Digitalisierung Rechnung getragen. Zudem werden zahlreiche Anliegen der Politik aufgenommen und umgesetzt. Im Bereich der Gemeinwesen sticht vor allem die neue Regelung im Bereich der Subventionen hervor. Seit der Einführung der MWST geben Subventionen immer wieder Anlass zu Diskussionen und auch Streitereien zwischen den beteiligten Partnern. Dies wollte der Gesetzgeber in der Teilrevision des MWSTG verändern, in dem er einen neuen Gesetzesartikel geschaffen hat und damit Klarheit schaffen möchte. Für den Geldempfänger eines Gemeinwesens ist es entscheidend, ob eine Subvention oder die Bezahlung einer Leistung dem Geldfluss zugrunde liegt. Erhält ein mehrwertsteuerpflichtiger Geldempfänger eine Subvention, so muss dieser seinen Vorsteuerabzug kürzen. Erfolgt aber die Bezahlung einer Leistung, unterliegt sie in der Regel der MWST, ausser das MWSTG sieht eine Ausnahme dafür vor. Die Abgrenzung zwischen diesen beiden Arten von Zahlungen ist nicht einfach und führt in der Praxis immer wieder zu Auslegungsproblemen, die nicht selten vor Gericht enden. Der durch das Parlament beschlossene neue Artikel soll diese Abgrenzung nun vereinfachen, indem das Gemeinwesen die Kompetenz erhalten soll, die Ausrichtung von Mitteln explizit als Subvention (oder öffentlich- rechtlichen Beitrag) zu bezeichnen, und dies dann gelten soll (sogenannte gesetzliche Fiktion). Die Gemeinwesen tun gut daran, bereits schon jetzt die ausgerichteten Mittel konkret und korrekt zu bezeichnen, um bei Einführung dieses neuen Gesetzesartikels gerüstet zu sein. Trotz dieser gesetzlichen Fiktion ist nach wie vor davon auszugehen, dass die ESTV diese Fiktion aber nicht uneingeschränkt zulassen wird. «Die Gemeinwesen tun gut daran, bereits schon jetzt die ausgerichteten Mittel konkret und korrekt zu bezeichnen, um bei Einführung dieses neuen Gesetzesartikels gerüstet zu sein.» Markus Metzger, dipl. Steuerexperte, MWST-Experte FH Die Pauschalsteuersatzmethode ist bei den Gemeinwesen weitverbreitet, weil sie einfacher ist, da sie keinen Vorsteuerabzug zulässt und somit auch die eher schwierigen Umsetzungsthemen der Vorsteuerkorrekturen, -kürzungen und Nutzungsänderungen weglässt. Einen grossen Nachteil stellen aber die teilweise sehr langen Wechselfristen (bis zu zehn Jahre) dar, wenn ein Gemeinwesen die Abrechnungsmethode wechseln möchte. Die ESTV möchte diese Wechselfristen in der Pauschalsteuersatzmethode auf je ein Jahr stark verkürzen, was sicher als positiv zu werten ist. So weit, so gut. Neu würde die ESTV aber den Wechsel der Abrechnungsmethode mit der jeweiligen Berechnung von Rückzahlungen der bisher erhaltenen Vorsteuern von den Gemeinwesen an die ESTV (im Fall eines Wechsels von der effektiven zur Pauschalsteuersatzmethode) oder nachträglichen Zahlungen von der ESTV an die Gemeinwesen (im Fall eines Wechsels von der Pauschalsteuersatz- auf die effektive Abrechnungsmethode) verbinden. Markus Metzger

La posta en romontschia

«Tgeara irundeala, turnas tei digl sid? Vas an patria beala, porta egn salid.» Sco descret en quella veglia canzun populara han mellis Romontschs e Romontschas tarmess a casa salids dil lontan. Sfurzai da bandunar las valladas alpinas per anflar lavur ella bassa ni egl exteriur. Quella hirundella che porta il salid ei denton mo il maletg simbolic per ina instituziun che haveva cunzun alla fin dil 19avel e lunsch viaden el 20avel tschentaner surpriu ina rolla immens impurtonta per la romontschia spatitschada: la posta. Gia baul ha la posta tarmess brevs e pacs era els loghens muntagnards e perifers. Per la romontschia ei quei en quels onns dad emigraziun stau ina centrala pusseivladad per restar en contact cun famiglia, amitgas ed amitgs. En quei senn ha la posta era contribuiu tier il manteniment dil lungatg. Scriver sin romontsch e duvrar il lungatg mumma, era en in ambient d’auter lungatg, ha gidau da conservar il romontsch en enqualas famiglias e sur novas generaziuns. Strusch da separar da quellas raquintaziuns dil schar encrescher ed esser lunsch naven ein las historias dils pots sezs che possibilitavan quei sbrat sur cuolms e vals. Esser pot e surprender quella incumpensa impurtonta muntava haver curascha e surmuntar grondas stentas. Era quei ein maletgs che han inspirau la literatura e la canzun romontscha: «Il postigliun ei […] sil buc en tuttas auras: caliras, puorlas, neiv e glatsch. Dus cavaluts sco cauras, mudregian el sur tut igl onn.» Nus vesin che la posta ha giu ina influenza sil manteniment dil romontsch, sin la cultura romontscha ed aschia pia silla romontschia sco tala. Mo naturalmein ei era il cuntrari capitau. Ils emploiai e las emploiadas dalla posta ella regiun romontscha han adina communicau en romontsch culla clientela. Igl uffeci da posta era in liug da sentupada, da paterlar e viver il mintgagi romontsch. Bein pertscharta da quella funcziun dalla posta ha la Lia Rumantscha festivau egl onn 1982 in grond success: la PTT ha relaschau ina nova regulaziun che duei garantir ch’il lungatg romontsch vegni representaus adequatamein els mieds da communicaziun dalla posta. Bernard Cathomas, da lez temps secretari general dalla posta, era entusiastics da quei success ed ha getg a caschun dalla dieta dils uffecis da posta a Tusaun: «Man möchte angesichts dieses neuen Anfangs fast pathetisch werden. PTT für das Rätoromanisch – was Luther mit seiner deutschen Bibel für das Hochdeutsche? Etwas Ähnliches im Zeitalter der Massenkommunikation, der Mobilität und Papierflut!» Inaga che las novas regulaziuns ein stadas en forza - denter auter ein enqualas paginas dil cudisch da telefon vegni editai en romontsch - han ins pia era saviu observar la influenza ch’il romontsch ha giu sin la posta. Era sche quella ha tuttina buc gest priu en la dimensiun luterana. Forsa la pli marcanta presenza ha il romontsch oz il gi sin ils mieds da transport dalla posta. Ella romontschia ein els marcai grond e bein vesibel cun «Auto da posta». Grazia a pigns e gronds success sco il diever dil romontsch tras la posta ha la romontschia dapi ils onns 80 gudignau pli e pli bia curascha dad insister sin translaziuns en lur lungatg. Aschia ein las Romontschas ed ils Romontschs s’endisai da leger igl agen lungatg tscheu e leu sin publicaziuns ufficialas – era sin quellas da distribuziun naziunala. Probablamein ha era quei rinforzau ina atgnadad speciala dallas Romontschas e dils Romontschs: Sin mintga publicaziun nova vegn ei mirau cun la lupa gronda: «Essan nus era si?». In reflex empau particular. Sch’ins sto haver il rinforzament d’extern per esser segirs ch’ins exista veramein aunc. El medem mument vegn mintga grafichera e mintga graficher cun l’incumbensa da crear in bi format per l’entira Svizra (scheinsa ina pintgetta marca da brevs) mintgamai a sedumendar: «Nua pomai dei quei aunc haver plaz?» - Nus essan la finala tuttavia era disai da mo esser stai cuort sil sboz. Era disai, denton pauc ventireivels ein las Romontschas ed ils Romontschs cun la reducziun da porschas dalla posta ellas regiuns muntagnardas. Ils uffecis da posta ein adina era stai in liug da sbrat ed interacziun sociala e cunzun per glieud veglia in liug da refugi encunter l’isolaziun a casa. Che las postas ein svanidas ord ils vitgs ei denton tresta realitad ed ina fin pauc romantica per quella biala amicezia denter la romontschia e la posta. Sco Romontsch ni Romontscha savess ins bunamein vegnir tier la conclusiun: Che nus stuein buc vegnir anavos sil diever dalla hirundella sco purtadra dils salid ei probablamein mo il cass perquei che lezza po buc purtar ils grevs pacs da Zalando. La posta ei pia aunc cheu. Sche era en fuorma reducida. Per il manteniment dil lungatg ston las Romontschas ed ils Romontschs denton procurar sezs. Silvana Menzli

Paketzentrum in Vétroz: Wichtig für periphere Regionen

Eröffnet kurz nach Beginn der Covid-Pandemie, verzeichnet das regionale Paketzentrum in Vétroz (VS) einen erheblichen Anstieg der Paketmengen. Täglich gehen etwa 40 000 Pakete durch das Zentrum, was besonders den Gemeinden in den Walliser Seitentälern zugutekommt. Vor der Eröffnung im August 2020 wurden Pakete für die Region Wallis und Chablais dezentral in Brig, Sitten und Bex sortiert. Mit einer Kapazität von bis zu 8000 Paketen pro Stunde und einer Fläche von 25 000 m² kostete das neue Zentrum in Vétroz 60 Millionen Franken. Trotz schwankender Arbeitsbelastung, besonders vor Weihnachten, und zusätzlicher Herausforderungen im Winter läuft der Betrieb dank Digitalisierung effizient. Der Gemeindepräsident von Vétroz, Olivier Cottagnoud, hat den Bau des Zentrums unterstützt. Sorgen macht ihm jedoch die geplante Schliessung von Poststellen bis 2028. Denn die Poststellen seien besonders für die lokalen Unternehmen wichtig. Alain Meyer

Briefe, die noch vom Ende der Welt verschickt werden

Wenn viel Schnee fällt, wird das Bedrettotal wegen Lawinengefahr gesperrt. «Wenn ich nach ein paar Tagen durch den Schnee fahre und den Bewohnerinnen und Bewohnern die Post bringe, bin ich die erste Aussenstehende, die sie sehen», erklärt die 47-Jährige Prisca Fransioli. «Als Pöstlerin bringe ich immer mehr Pakete ins Tal, im Moment zum Beispiel viel Material für die Baustelle der neuen Gotthardröhre in Airolo.» Auch handgeschriebene Briefe kommen aus dem Tal. «Die Rekruten der Militärbasis in Airolo schreiben oft nach Hause.» Prisca ist im Dorf Dalpe in der Leventina aufgewachsen, wo sie auch heute noch wohnt und sich für das Dorfleben engagiert. «Jeden Morgen stehe ich um vier Uhr auf. Dann gehe ich früh ins Bett, sonst schaffe ich es nicht.» Neue Briefträger für diese Gegend zu finden, ist für Prisca nicht einfach. «Es ist ein körperlich anstrengender Job und auch ein sozialer, denn man muss die Leute kennen, das ist nicht etwas für jeden.» «Wenn im Winter das Tal wegen Lawinengefahr schliesst, bin ich die einzige Kontaktperson für die Bewohnerinnen und Bewohner.» Prisca Fransioli, Postbotin Nora Hesse

In Matran ist die Post auf der Gemeinde

In der ganzen Schweiz gibt es rund 1240 Filialen mit Partnern der Post. 60 Gemeindeverwaltungen haben einen «gelben Schalter». Die 1800 Einwohnerinnen und Einwohner von Matran, einer Vorortgemeinde von Freiburg, erledigen seit 2017 ihre Postgeschäfte am Gemeindeschalter. Für den Gemeindepräsidenten François Butty ist klar: «Die Gemeindebehörden haben damals die Vereinbarung mit der Post nur getroffen, um im Dorf einen bedienten Zugangspunkt zu erhalten.» Und um der Bevölkerung einen Dienst zu erweisen, ergänzt Gemeindeschreiber Olivier Pillonel. «Unsere beiden Lernenden kümmern sich um die Postdienstleistungen», erläutert Justine Guillet, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung. Seit die Post eingezogen ist, bietet die Gemeinde eine zweite Lehrstelle an. Laut Gemeindeschreiber ist seither auch die Verarbeitung der eigenen Postsendungen deutlich einfacher. «Unsere beiden Lernenden kümmern sich um die Postdienstleistungen.» Justine Guillet, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung von Matran (FR) Laurent Savary

  • 1
  • Abos
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • PDF-Archiv
  • Cookies
© Schweizerischer Gemeindeverband
  • Home
  • Suche
  • Archiv
  • Abos
  • Firmenverzeichnis
  • Mediadaten
  • Datenschutz
  • Impressum
Schliessen