Solothurner Gemeinden entwickeln gemeinsame digitale Services
Im März 2025 startete das Team von GemeindeConnect (ein gemeinschaftliches Projekt des Schweizerischen Gemeindeverbands und von Myni Gemeind) mit dem Solothurner Einwohnergemeindeverband (VSEG) und dem Gemeindepersonalverband (VGSo) in das Pilotprojekt. Das Ziel: Fünf kommunale Services sollen standardisiert und kundenzentriert innert zwölf Monaten über das kantonale Portal my.so.ch angeboten werden. Aus der Perspektive der Bevölkerung können so künftig auch kommunale Dienstleistungen über das kantonale Portal bezogen werden, völlig unabhängig davon, welche Gemeinde für die Bearbeitung der Bestellung zuständig ist. Herzstück des Vorgehens sind die Public Innovators. Diese Fachpersonen aus den kommunalen Verwaltungen arbeiteten freiwillig in thematischen Innovationsgruppen zusammen. Sie definierten die fünf Services fachlich und brachten ihre Erfahrungen aus dem Gemeinde- und Verbandsalltag ein. Der Wissenstransfer durch die Public Innovators ist ein Kernpunkt im Projekt, und sie werden in der Zukunft eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Services einnehmen. Im Januar 2026 fiel der Startschuss für die Einführungsphase. An der Informationsveranstaltung nahmen über 130 Solothurner Gemeindevertreter und Verwaltungsmitarbeitende teil. Das Team von GemeindeConnect begleitet in der kommenden Phase die Solothurner Gemeinden eng. Neben der Unterstützung in der Einrichtung des Gemeinde-Cockpits stehen dabei auch fachliche Fragen im Zentrum. Die Gemeinden erhalten Anleitungen, können an Schulungen teilnehmen und werden bei der Parametrisierung ihrer Services individuell unterstützt. Im März 2026 werden die ersten fünf Services produktiv gehen. Das Solothurner Modell beweist, dass es effizienter ist, gemeinsam zu entwickeln, als einzeln zu digitalisieren. Thomas Blum, Michael Steiner