Menü
Logo Logo
  • DE
  • FR
  • IT
  • Finanzen und Wirtschaft 2
  • Alain Meyer 1
  • Kaspar Abplanalp 1
  • 7-8 | 2026 2
Aktive Filter: Kategorie: Finanzen und Wirtschaft Ausgabe: 7-8 | 2026 Alle Filter entfernen
Es wurden 2 Ergebnisse in 1 Millisekunden gefunden. Zeige Ergebnisse 1 bis 2 von 2.
  • 1
Ergebnisse pro Seite:

Berufliche Vorsorge – früh genug an später denken

Die Lohnabrechnung ist da! Gerade jüngere Mitarbeitende legen das Dokument nach einem kurzen Blick auf den Nettolohn nicht selten beiseite. Das ist nachvollziehbar: Wer am Anfang seines Berufslebens steht, denkt eher an Ferien, Wohnungseinrichtung oder Familiengründung als an die Pensionierung in 40 oder mehr Jahren. Genau deshalb lohnt es sich, das Thema früh anzusprechen: «Wer sich erst kurz vor der Pensionierung mit seiner beruflichen Vorsorge auseinandersetzt, verpasst möglicherweise die Chance, ein solides Altersguthaben aufzubauen», erklärt Franziska Gäggeler, Leiterin Vorsorge der Pensionskasse Previs Vorsorge. Deshalb gilt: Je früher man mit der Altersvorsorge beginnt, desto besser. «Der grösste Hebel liegt im langfristigen Sparen», sagt Franziska Gäggeler und ergänzt: «Je höher die Sparbeiträge sind, desto höher ist später das Alterskapital.» Der Aufbau der Altersvorsorge wird zusätzlich durch den Zinseszinseffekt gefördert, wie das folgende Beispiel zeigt: Wer mit 30 Jahren ein Altersguthaben von 20 000 Franken besitzt, erhält bei einer Verzinsung von 2 % im nächsten Jahr 400 Franken Zins gutgeschrieben. Ein Jahr später werden die Zinsen bereits auf 20 400 Franken berechnet. Über Jahrzehnte entsteht so ein zusätzlicher Vermögenseffekt, der oft unterschätzt wird. Das bedeutet: Nicht nur ein guter Vorsorgeplan bzw. die Beitragshöhe zählt, sondern auch die Dauer, während der das Geld «arbeiten» kann. Viele Gemeinden verfügen bereits über gut ausgebaute Vorsorgelösungen. Dennoch lohnt sich eine regelmässige Überprüfung der Vorsorgepläne, um die finanzielle Absicherung der Mitarbeitenden zu gewährleisten bzw. sogar zu verbessern. Verschiedene Pensionskassen bieten beispielsweise ein «frühes» Sparen ab Alter 20 oder Wahlpläne, bei denen Mitarbeitende freiwillig höhere Sparbeiträge leisten und dadurch ihr Altersguthaben zusätzlich erhöhen können. Oder Gemeinden als Arbeitgebende nutzen die Möglichkeit, den Koordinationsabzug dem Beschäftigungsgrad anzupassen und so das Sparpotenzial für die Mitarbeitenden zu vergrössern. Die Ansprechperson bei der Pensionskasse hilft bei Fragen weiter. Nicht zuletzt zählen vorteilhafte Vorsorgelösungen zur Arbeitgebendenattraktivität – ein nicht zu unterschätzender Faktor in Zeiten des Fachkräftemangels. «Wer gute Mitarbeitende halten und gewinnen will, sollte auch die Vorsorge als Bestandteil eines attraktiven Gesamtpakets betrachten», sagt Franziska Gäggeler. Zudem bietet die berufliche Vorsorge eine finanzielle Absicherung bei Invalidität und Tod. «Der grösste Hebel für den Aufbau des Altersguthabens liegt im langfristigen Sparen.» Franziska Gäggeler, Leiterin Vorsorge, Previs Vorsorge Gerade jüngere Mitarbeitende legen grossen Wert auf Work-Life-Balance. Teilzeitmodelle sind deshalb weitverbreitet. Was viele unterschätzen: Ein tieferes Pensum bedeutet nicht nur weniger Lohn, sondern auch weniger Alterskapital. Vorsorgelücken werden oft erst viele Jahre später sichtbar. Wer länger Teilzeit arbeitet, sollte deshalb die eigene Situation regelmässig prüfen. Nebst Teilzeitarbeit können auch Erwerbsunterbrüche, etwa wegen Kinderbetreuung, Weiterbildung oder Auslandsaufenthalt, zu Vorsorgelücken führen. Nicht alle lassen sich vermeiden, oft aber lassen sie sich reduzieren. Dazu folgende Tipps: Onlineportal der Pensionskasse nutzen und die eigene Situation verstehen Prüfen, ob freiwilliges Zusatzsparen möglich ist (Wahlpläne) Einkäufe (Einlagen) in die Pensionskasse evaluieren Säule 3a (private Vorsorge) nutzen Vorsorgefragen innerhalb der Partnerschaft besprechen (zum Beispiel Ausgleich bei unterschiedlichen Pensen) «Das Thema nicht aufschieben!», empfiehlt Vorsorgeexpertin Franziska Gäggeler abschliessend. «Die Vorsorge entsteht nicht erst kurz vor der Pensionierung, sondern während des gesamten Berufslebens.» Denn die entscheidenden Weichen für die finanzielle Sicherheit im Alter werden oft viel früher gestellt, als viele denken. Kaspar Abplanalp

Fachkräftemangel belastet auch Gemeinden im Jurabogen

Der Fachkräftemangel verschärft sich im Jurabogen während Zeiten der Kurzarbeit in wichtigen Industriezweigen. Besonders Spitäler und Pflegeeinrichtungen stossen an ihre personellen Grenzen, was die Gesundheitsversorgung belastet. Das Spitalzentrum Biel setzt auf den geplanten Neubau in Brügg, um künftig mehr Personal zu gewinnen. Auch Gemeinden stehen unter Druck: Im Kanton Jura fällt es zunehmend schwer, qualifiziertes Personal für Kindertagesstätten zu rekrutieren. Laut dem jurassischen Gemeindeverband verschärft der Wettbewerb zwischen Gemeinden und Betreuungseinrichtungen die Lage. In der Gastronomie lindern Arbeitskräfte aus Frankreich und Integrationsprogramme für Geflüchtete den Personalmangel teilweise. Gleichzeitig erschwert die wirtschaftliche Flaute die Rekrutierung zusätzlich. Alain Meyer

  • 1
  • Abos
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • PDF-Archiv
  • Cookies
© Schweizerischer Gemeindeverband
  • Home
  • Suche
  • Archiv
  • Abos
  • Firmenverzeichnis
  • Mediadaten
  • Datenschutz
  • Impressum
Schliessen