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«Vereine gehören zur DNA der Schweiz»

Genaue Angaben zur Zahl der Vereine in der Schweiz gibt es nicht, da diese nicht zentral erfasst werden. Studien zeigen aber, dass die Zahl der Vereine sowie das freiwillige Engagement in den letzten Jahren stabil geblieben sind. In der Schweiz sind die Rahmenbedingungen für die Rechtsform Verein so attraktiv, dass viele Vereine gegründet werden. Das heisst aber nicht, dass es nicht Verschiebungen gibt: Vereine fusionieren, und andere, deren Angebot nicht mehr dem Zeitgeist entspricht, lösen sich auf. Während manche Vereine florieren, haben andere Mühe, sich zu finanzieren oder genügend Freiwillige zu finden. Eine sehr grosse. Der letztjährige Freiwilligen-Monitor hat gezeigt, dass sich in der Schweiz rund fünf Millionen Menschen, die über 15 Jahre alt sind, freiwillig engagieren und dabei 590 Millionen freiwillige Arbeitsstunden leisten. Würde man diese Arbeit mit einem Stundenansatz von 50 Franken bezahlen, entspräche das einer Summe von 30 Milliarden Franken – also einem Drittel des Bundesbudgets. Vereine gehören zur DNA der Schweiz: Von der Geburt in einem vereinsgeführten Geburtshaus bis zur im Verein organisierten Sterbebegleitung begleiten sie uns unser ganzes Leben lang. Sie sind zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Studien zeigen, dass freiwillig engagierte Menschen auch eher in der Politik aktiv werden. Vereine stärken somit nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern auch die demokratischen Institutionen. Und da sie sehr nahe an den Menschen sind, können sie den Gemeinden Befindlichkeiten in der Bevölkerung aufzeigen. Ich kann nicht für alle Gemeinden sprechen. Wir beobachten aber, dass die Zusammenarbeit zwischen grossen Städten und ihren Vereinen eher formalisiert ist, während man sich auf dem Land kennt und die Wege kürzer sind. In den Agglomerationen sind die Leute sehr mobil, und die Städte mit ihrem grossen Angebot sind nah – da ist es für die Vereine herausfordernd, an die Leute zu gelangen, und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen. Wertschätzung zu zeigen, ist zentral. Dies kann zum Beispiel mit einem jährlichen Anlass für die Vereine oder einer Preisverleihung geschehen. Aber auch finanzielle Unterstützung ist wichtig, ebenso die Bereitstellung von Infrastruktur für die Vereine. Auch in der Kommunikation können Gemeinden helfen, beispielsweise indem sie Vereinen Sichtbarkeit in der Gemeindezeitung, auf der Website oder in den Aushangkästen verleihen. Sie können entlasten und ergänzen, indem sie Leistungen anbieten, die nicht im Aufgabenkatalog einer Gemeinde enthalten sind oder die die Gemeinde selbst nicht übernehmen kann. In solchen Fällen hat sich eine einfache, gemeinsam aufgesetzte Leistungsvereinbarung bewährt. Sie gibt sowohl der Gemeinde als auch dem Verein Sicherheit. «Mit starken Vereinen können wir zahlreichen Herausforderungen unserer Zeit die Stirn bieten.» Fanni Dahinden, Leiterin der Fachstelle Vitamin B Vereine und Gemeinden haben teilweise sehr unterschiedliche Abläufe und dadurch auch eine andere Sprache. Das kann zu Missverständnissen führen. Auch abrupte Wechsel können zu Konflikten führen, wenn zum Beispiel eine langjährige Ansprechperson bei der Gemeinde weggeht und jemand Neues kommt. Oder wenn Reglemente geändert werden, ohne dass die Vereine sich vorgängig einbringen konnten und ihr Aufwand dadurch grösser wird. Eine Kommunikation auf Augenhöhe mit gegenseitiger Wertschätzung hilft, ebenso wie klare Strukturen, Transparenz und feste Ansprechpersonen: Sowohl die Gemeinde als auch Vereine sollten wissen, wer wofür zuständig ist und wen sie bei Anliegen kontaktieren können. Gemeinden können zudem koordinieren und die Vereine untereinander vernetzen. So kann zum Beispiel verhindert werden, dass die Musikgesellschaft und der Turnverein am gleichen Wochenende ein grosses Fest organisieren. Ich wünschte mir, dass es in jeder Gemeinde ein Ressort für «gesellschaftlichen Zusammenhalt» gibt, das Vereine unterstützt und inspiriert. Mit starken Vereinen können wir zahlreichen Herausforderungen unserer Zeit die Stirn bieten: der zunehmenden Polarisierung, Individualisierung und Einsamkeit. Nadja Sutter

Open Source: eine echte Chance für die digitale Gemeinde

Dem Grundsatz «Public Money – Public Code» folgend hat das Bundesparlament Open Source Software (OSS) als Pflicht für selbst beauftragte Lösungen im Gesetz festgeschrieben. Je mehr Gemeinden gemeinsam diesem Grundsatz folgen, desto eher lassen sich technische und preisliche Abhängigkeiten von spezifischen Lösungsanbietern («vendor lock-in») verringern. Der Einsatz von OSS stärkt die digitale Souveränität von Gemeinden und kann die Sicherheit durch externe Prüfung des Codes erhöhen. Die gemeinsame Verwendung von Software auf gleicher Basis – vom Betriebssystem bis zur Fachanwendung – erlaubt das systematische Teilen von Wissen, was den Ressourcenbedarf in der Gemeinde mindert. Dies ist die Idee hinter GemeindeConnect . Die Initiative wurde vom Schweizerischen Gemeindeverband in Kooperation mit dem Verein Myni Gmeind ins Leben gerufen und wird durch die Digitale Verwaltung Schweiz finanziert. Die Initiative hat zum Ziel, Gemeindeorganisation bei der gemeinsamen Planung und Entwicklung digitaler Dienste zu unterstützen. Dazu werden Grundlagen, Best Practices, modulare Bausteine, Erfahrungsberichte und Expertenwissen Interessierten zur Verfügung gestellt. Die Reduktion von Doppelspurigkeit gewinnt angesichts knapper finanzieller Mittel, steigender Anforderungen an Datenschutz, Transparenz und digitale Unabhängigkeit weltweit an Bedeutung. Die Verwendung von OSS, gepaart mit einer gemeinschaftlichen, offenen und standardisierten Datenbasis («Open Government Data» [OGD]), ist eine Antwort auf diese Herausforderungen. Jürg Kubli

Fornaci di Riva San Vitale: Kultur- und Ausbildungszentrum

Die Fornaci di Riva San Vitale stehen für die lange Handwerkstradition des Mendrisiotto, insbesondere der Ziegel- und Tonverarbeitung von der Römerzeit bis ins 20. Jahrhundert. Ab 2013 wurde ein umfassendes Sanierungsprojekt mit regionalen und kantonalen Partnern initiiert. 2022 begannen die Bauarbeiten, die nach drei Jahren abgeschlossen wurden. Unter Leitung von Fachplanern entstand eine denkmalgerechte, teils innovative Restaurierung mit neuen Metallstrukturen um die historischen Brennöfen. Parallel wurde die Marke «Le Fornaci» kommunikativ aufgebaut und das Projekt international positioniert. Die Anlage wird seit 2024 von einer öffentlich-rechtlichen Stiftung betrieben und dient heute als Zentrum für Ausbildung, Ausstellungen und kulturelle Aktivitäten im Bereich Keramik. Die offizielle Übergabe erfolgte im September 2025. Lorenza Capponi

Vom Stadtpräsidium bis zum Parlament: Wenn Gerichte die Wählerschaft noch einmal aufbieten

Wahlen sind in einer Demokratie ein bedeutender Akt: Personen kandidieren, betreiben Wahlkampf, werben um Vertrauen. Die Stimmberechtigten wählen aus, gewichten. Das Ergebnis soll korrekt sein – und genau hier setzen die beiden Fälle Grenchen (SO) und Düdingen (FR) an. Am 28. September 2025 fand der zweite Wahlgang für die Wahl des Präsidiums von Grenchen statt. Bei einer Stimmbeteiligung von 45 Prozent erhielt Susanne Sahli (FDP) 2'094 Stimmen, Patrick Crausaz (GLP) 2'069 Stimmen. Am 6. Oktober 2025 wurde Wahlbeschwerde erhoben. Der Beschwerdeführer rügte, im Wahlbüro seien am Samstagabend und Sonntagmorgen Personen mit enger Nähe zur Kandidatin anwesend gewesen. Ein Ersatzmitglied habe zudem berichtet, man habe bereits am Vorabend einen knappen Gleichstand der beiden Kandidierenden festgestellt, was am Sonntagmorgen zu einer Mobilisierung zugunsten der Kandidatin geführt habe. Zusätzlich beanstandete der Beschwerdeführer, dass die Frist für die briefliche Stimmabgabe faktisch verlängert worden, der Wahlbriefkasten nicht rechtzeitig geschlossen, Zustellkuverts nicht korrekt behandelt und das Wahlmaterial über Nacht nicht ordnungsgemäss aufbewahrt worden sei. Das Gericht kommt in seinem Urteil vom 18. November 2025 zum Schluss, dass die briefliche Stimmabgabe nicht korrekt gehandhabt wurde: Der Briefkasten wurde nicht zu der vorgesehenen Zeit geleert und verschlossen. Es war möglich, nach Mitternacht noch Kuverts einzuwerfen. Die Aufbewahrung der Wahlzettel über Nacht erfolgte nicht in einer verschlossenen Urne. «Die vorgenannten Unregelmässigkeiten sind nicht schönzureden», so das Gericht. Grenchen «ist gehalten, über die Bücher zu gehen und alles daran zu setzen, dass künftig allen Vorgaben einwandfrei Nachachtung verschafft wird. Hingegen ändert sich nichts am Ausgang der Wahl und es besteht keine Veranlassung diese aufzuheben». Gegen diesen Entscheid gelangte der Beschwerdeführer an das Bundesgericht. Die Stadtpräsidentin übernahm das Amt auf den 1. Januar 2026. Bei der Wahl, so das Bundesgericht in seinem Urteil vom 17. Juni 2026 , seien mehrere zentrale Vorschriften über die briefliche Stimmabgabe, die Leerung des Wahlbriefkastens und die Sicherung sowie Behandlung der Wahlunterlagen verletzt worden. Angesichts dieser erheblichen Verfahrensmängel, der ungeklärten Umstände (insbesondere der Zahl zu spät eingegangener Zustellkuverts und der Differenz zwischen Stimmrechtsausweisen und Wahlzetteln) und des knappen Stimmenunterschieds kommt es zum Schluss, dass eine Beeinflussung des Ergebnisses im Bereich des Möglichen liege. Damit sei das notwendige Vertrauen in die Richtigkeit der Ergebnisermittlung schwerwiegend erschüttert, weshalb die Wahl zu annullieren und eine neue Wahl anzusetzen sei. Die Stadtpräsidentin war per sofort nicht mehr Stadtpräsidentin ( Medienmitteilung Grenchen ). Rasch zeigte sich, dass unklar war, was mit einer «neuen» Wahl gemeint ist – ein kompletter Neustart ab dem ersten Wahlgang oder nur eine Wiederholung des zweiten Wahlgangs? Zur Klärung dieser Frage gelangte die Gemeinde an das Bundesgericht, dieses lehnte jedoch eine Präzisierung ab. Grenchen entschied sich daraufhin für eine komplette Neuansetzung der Wahl ( Medienmitteilung Grenchen ). In Grenchen standen Vorgänge in Zusammenhang mit der Exekutive im Zentrum, während im 41 km Luftlinie entfernten Düdingen im Kanton Freiburg nun die Legislative im Fokus steht. Am 8. März 2026 wurden in Düdingen Gemeinderat und Generalrat gewählt. Dem Wahlbüro fielen bei der Auszählung der Generalratswahlen 135 Wahlzettel auf, auf denen jeweils einzig der Kandidat G. mit seiner Ordnungsnummer und – in praktisch allen Fällen – die Parteibezeichnung «1 – Die Mitte» verzeichnet war. Nach Rücksprache mit dem Oberamtmann erklärte das Wahlbüro 13 dieser Wahlzettel wegen identischer Handschrift für ungültig, die übrigen 122 wurden als gültig gewertet. Daraufhin wurde Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben – mit der Forderung nach Prüfung der Auffälligkeiten, einer Nachzählung und der Ungültigerklärung der betroffenen Wahllisten sowie nach Neuwahlen. Dieser «Fall» erinnerte an das genferische Vernier: Die Parlamentswahlen 2025 waren durch das Kantonsgericht am 19. Juni 2025 wegen Betrugsverdachts mittels Stimmzettel annulliert worden und mussten wiederholt werden. Das Gericht hält in seinem Urteil vom 8. April 2026 fest, dass die Unregelmässigkeiten rund 4 Prozent der eingegangenen Wahlzettel betreffen und damit erheblich sind; angesichts des knappen Ergebnisses der Mitte‑Liste und des Kandidaten G. sei es naheliegend, dass die Wahl ohne diese Mängel anders hätte ausgehen können. Das Gericht hob die Ergebnisse des Urnengangs für den Generalrat auf und ordnete neue Parlamentswahlen an (25. Oktober 2026). Es belässt jedoch die am 8. März 2026 gewählten Mitglieder des Generalrats bis zur Neuwahl im Amt. Die beiden Urteile rücken unterschiedliche Dimensionen in den Fokus: in Grenchen die Wahlorganisation – Prozesse, Abläufe und rechtliche Vorgaben. Schon die Möglichkeit, dass dadurch das Ergebnis verfälscht worden sein könnte – es muss auch keine böse Absicht dahinterstehen –, genügte dem Bundesgericht, um die Wahl aufzuheben und das Stadtpräsidium zeitweise zu verwaisen. In Düdingen hingegen steht der Wahlakt selbst im Vordergrund: die auffällige Häufung ähnlich ausgefüllter Stimmzettel und die Frage, ob der Wählerwille unter diesen Umständen überhaupt noch zuverlässig ermittelt werden konnte. Dennoch bleibt das Parlament vorläufig im Amt, bis eine Neuwahl durchgeführt ist. Beide Urteile zielen auf dasselbe Grundanliegen: das Vertrauen in den Wahlakt wiederherzustellen – die Wahlen sind der Grundstein unserer Demokratie. Daher ist es wichtig, dass Unregelmässigkeiten ernst genommen werden und dass es Institutionen gibt, die korrigierend oder mahnend eingreifen. Michael Strebel ist Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt «Politische Systeme» und Verfasser des Buches «Das schweizerische Parlamentslexikon». Er arbeitet für politische Institutionen und verfasst für die «Schweizer Gemeinde» eine Online-Kolumne zu institutionellen Gemeindethemen. Weitere Informationen finden sich auf seiner Webseite https://www.politikstudie.ch . Michael Strebel

Das war die Suisse Public 2026

Bilder: Corinne Aeberhard

e-ID: Gemeinden fordern an SGV-Generalversammlung mehr Informationen

«Wenn es gelingt, die e-ID zu integrieren, stärken wir das Vertrauen der Bevölkerung in die Verwaltung, aber auch in die digitalen Behördendienstleistungen.» Mit diesen Worten eröffnete Mathias Zopfi, Ständerat und Präsident des Schweizerischen Gemeindeverbands (SGV), den Fachteil der Generalversammlung des SGV, die dieses Jahr am 18. Juni im Rahmen der Messe «Suisse Public» in Bern stattfand. Er gab damit gleich das Schwerpunktthema der GV vor – der elektronische Identitätsnachweis e-ID – und unterstrich dessen Bedeutung für die Gemeinden. Das Thema interessierte: Mehr als 200 Teilnehmende folgten der Einladung an die GV und brachten sich rege in die Diskussion ein. «Wenn es gelingt, die e-ID zu integrieren, stärken wir das Vertrauen der Bevölkerung in die Verwaltung, aber auch in die digitalen Behördendienstleistungen.» Mathias Zopfi, Ständerat und Präsident «Schweizerischer Gemeindeverband» Dass Aufklärungsbedarf besteht, war bereits im Vorfeld der GV klar geworden. In der alljährlichen Gemeindeumfrage zur Digitalisierung des SGV und des Vereins Myni Gmeind hatten rund 70 Prozent der teilnehmenden Gemeinden angegeben, zu wenige Informationen zur e-ID zu haben ( siehe zur Umfrage auch den Artikel in der Juni-Ausgabe der «Schweizer Gemeinde» ). Rolf Rauschenbach, Informationsbeauftragter für die e-ID vom Bundesamt für Justiz, nahm den Ball in seinem Keynote-Referat sogleich auf: «Offensichtlich trägt unsere Arbeit noch nicht die Früchte, die wir uns wünschen. Heute soll sich das ändern.» Die e-ID sei nichts anderes als eine digitale Form der ID oder des Passes, erklärte er. Ausgestellt wird sie vom Bund und kommt danach in eine digitale Brieftasche, die sogenannte swiyu-App. In Zukunft kann sie zum Beispiel als digitale Signatur, zur Eröffnung eines Bankkontos oder zur Nutzung von digitalen Behördendienstleistungen verwendet werden. Die e-ID ist für die Bürgerinnen und Bürger nicht verpflichtend. Gemeinden müssen die e-ID aber akzeptieren, wenn sich jemand damit ausweisen will. Gemäss Rolf Rauschenbach gibt es dafür zwei Möglichkeiten: eine Prüf-App, ähnlich jener, die für die Prüfung der Impfzertifikate während der Coronapandemie zum Einsatz kam, oder das Prüfverfahren wird in die eigene digitale Infrastruktur der Gemeinden integriert. Ob die e-ID wie vorgesehen am 1. Dezember 2026 eingeführt wird, ist noch unklar. Eine bundesinterne Testphase wurde verschoben. «Vielleicht wird auch die Einführung der e-ID verschoben», sagte Rolf Rauschenbach. Genauere Angaben wollte er auch auf Nachhaken von Moderatorin Nathalie Christen nicht machen. Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion nahmen den Verzug mit Verständnis zur Kenntnis. Michael Steiner, Gemeindeschreiber von Dulliken (SO), sagte etwa: «Ich bin selbst in IT-Projekten tätig und weiss, dass das vorkommen kann.» Eva-Maria Boretti vom Thurgauer Kompetenzzentrum für Digitale Verwaltung wies auf die hohe Komplexität des Projektes hin. Anne Rizzoli von der Abteilung Bevölkerung und Digitalisierung der Stadt Yverdon-les-Bains (VD) zeigte sich bezüglich der Einführung der e-ID skeptisch: «Ich finde es schwierig, mir vorzustellen, dass wir die Einführung bis im Dezember umsetzen können. Wir brauchen mehr Informationen, was wir machen müssen, wenn jemand am Schalter mit der e-ID auftaucht.» Rolf Rauschenbach kündigte an, dass der Bund daran sei, eine grosse Informationskampagne vorzubereiten – für die Bevölkerung, aber auch für die Behörden. «Wir haben kein Interesse daran, jemanden ins kalte Wasser zu werfen.» Er stellte in Aussicht, dafür eng mit den Gemeinden beziehungsweise dem SGV zusammenarbeiten zu wollen. SGV-Vorstandsmitglied Gérald Strub, ehemaliger Gemeindepräsident von Boniswil (AG), schlug vor, die Gemeinden als Informationshub für die Bevölkerung aktiv zu nutzen. Und er plädierte für eine Zusammenarbeit der Gemeinden und den gemeinsamen Aufbau von Know-how in Digitalisierungsfragen. Das Projekt «GemeindeConnect» des SGV biete hier einen vielversprechenden Ansatz. Anne Rizzoli von der Stadt Yverdon pflichtete ihm bei: «Im Digitalen ist es unmöglich, ganz allein zu arbeiten.» Im Anschluss an die Podiumsdiskussion ergriffen zahlreiche Gemeindevertreterinnen und -vertreter die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Bei den Fragen wie auch in der Diskussion kristallisierte sich rasch heraus: Weniger die Technik wird die Herausforderung bei der Einführung der e-ID sein, sondern die Kommunikation zwischen den Staatsebenen und mit der Bevölkerung. Der SGV erwartet denn auch, dass die angekündigte Information der Gemeinden vor einer Orientierung der Öffentlichkeit erfolgt, damit die kommunalen Behörden in der Lage sind, bereits bei der Ankündigung der Einführung der e-ID kompetent auf die Fragen und Bedenken ihrer Bevölkerung einzugehen. Der SGV steht für die Weiterleitung dieser unverzichtbaren Informationen an die Gemeinden und ihre kantonalen Gemeindeverbände zur Verfügung. Im Vorfeld der Fachveranstaltung fand der statutarische Teil der Generalversammlung des SGV statt. Direktorin Claudia Kratochvil konnte eine positive Rechnung präsentieren. Sämtliche Geschäfte wurden einstimmig angenommen. Zudem wurden zwei Vorstandsmitglieder verabschiedet: Ihren Rücktritt gaben Jean-Michel Karr, ehemaliger Gemeindepräsident von Chêne-Bougeries (GE), nach zehn Jahren und Beat Bucheli, abtretender Gemeindepräsident von Werthenstein (LU), nach neun Jahren Vorstand. Neu in den Vorstand wählten die Delegierten Mathias Buschbeck, Vizestadtpräsident von Vernier (GE), und Gabriel Macedo, Stadtpräsident von Amriswil (TG). Nadja Sutter

Berufliche Vorsorge – früh genug an später denken

Die Lohnabrechnung ist da! Gerade jüngere Mitarbeitende legen das Dokument nach einem kurzen Blick auf den Nettolohn nicht selten beiseite. Das ist nachvollziehbar: Wer am Anfang seines Berufslebens steht, denkt eher an Ferien, Wohnungseinrichtung oder Familiengründung als an die Pensionierung in 40 oder mehr Jahren. Genau deshalb lohnt es sich, das Thema früh anzusprechen: «Wer sich erst kurz vor der Pensionierung mit seiner beruflichen Vorsorge auseinandersetzt, verpasst möglicherweise die Chance, ein solides Altersguthaben aufzubauen», erklärt Franziska Gäggeler, Leiterin Vorsorge der Pensionskasse Previs Vorsorge. Deshalb gilt: Je früher man mit der Altersvorsorge beginnt, desto besser. «Der grösste Hebel liegt im langfristigen Sparen», sagt Franziska Gäggeler und ergänzt: «Je höher die Sparbeiträge sind, desto höher ist später das Alterskapital.» Der Aufbau der Altersvorsorge wird zusätzlich durch den Zinseszinseffekt gefördert, wie das folgende Beispiel zeigt: Wer mit 30 Jahren ein Altersguthaben von 20 000 Franken besitzt, erhält bei einer Verzinsung von 2 % im nächsten Jahr 400 Franken Zins gutgeschrieben. Ein Jahr später werden die Zinsen bereits auf 20 400 Franken berechnet. Über Jahrzehnte entsteht so ein zusätzlicher Vermögenseffekt, der oft unterschätzt wird. Das bedeutet: Nicht nur ein guter Vorsorgeplan bzw. die Beitragshöhe zählt, sondern auch die Dauer, während der das Geld «arbeiten» kann. Viele Gemeinden verfügen bereits über gut ausgebaute Vorsorgelösungen. Dennoch lohnt sich eine regelmässige Überprüfung der Vorsorgepläne, um die finanzielle Absicherung der Mitarbeitenden zu gewährleisten bzw. sogar zu verbessern. Verschiedene Pensionskassen bieten beispielsweise ein «frühes» Sparen ab Alter 20 oder Wahlpläne, bei denen Mitarbeitende freiwillig höhere Sparbeiträge leisten und dadurch ihr Altersguthaben zusätzlich erhöhen können. Oder Gemeinden als Arbeitgebende nutzen die Möglichkeit, den Koordinationsabzug dem Beschäftigungsgrad anzupassen und so das Sparpotenzial für die Mitarbeitenden zu vergrössern. Die Ansprechperson bei der Pensionskasse hilft bei Fragen weiter. Nicht zuletzt zählen vorteilhafte Vorsorgelösungen zur Arbeitgebendenattraktivität – ein nicht zu unterschätzender Faktor in Zeiten des Fachkräftemangels. «Wer gute Mitarbeitende halten und gewinnen will, sollte auch die Vorsorge als Bestandteil eines attraktiven Gesamtpakets betrachten», sagt Franziska Gäggeler. Zudem bietet die berufliche Vorsorge eine finanzielle Absicherung bei Invalidität und Tod. «Der grösste Hebel für den Aufbau des Altersguthabens liegt im langfristigen Sparen.» Franziska Gäggeler, Leiterin Vorsorge, Previs Vorsorge Gerade jüngere Mitarbeitende legen grossen Wert auf Work-Life-Balance. Teilzeitmodelle sind deshalb weitverbreitet. Was viele unterschätzen: Ein tieferes Pensum bedeutet nicht nur weniger Lohn, sondern auch weniger Alterskapital. Vorsorgelücken werden oft erst viele Jahre später sichtbar. Wer länger Teilzeit arbeitet, sollte deshalb die eigene Situation regelmässig prüfen. Nebst Teilzeitarbeit können auch Erwerbsunterbrüche, etwa wegen Kinderbetreuung, Weiterbildung oder Auslandsaufenthalt, zu Vorsorgelücken führen. Nicht alle lassen sich vermeiden, oft aber lassen sie sich reduzieren. Dazu folgende Tipps: Onlineportal der Pensionskasse nutzen und die eigene Situation verstehen Prüfen, ob freiwilliges Zusatzsparen möglich ist (Wahlpläne) Einkäufe (Einlagen) in die Pensionskasse evaluieren Säule 3a (private Vorsorge) nutzen Vorsorgefragen innerhalb der Partnerschaft besprechen (zum Beispiel Ausgleich bei unterschiedlichen Pensen) «Das Thema nicht aufschieben!», empfiehlt Vorsorgeexpertin Franziska Gäggeler abschliessend. «Die Vorsorge entsteht nicht erst kurz vor der Pensionierung, sondern während des gesamten Berufslebens.» Denn die entscheidenden Weichen für die finanzielle Sicherheit im Alter werden oft viel früher gestellt, als viele denken. Kaspar Abplanalp

So gelingt erfolgreiche Recyclingkommunikation in Gemeinden

Die kommunale Abfallwirtschaft funktioniert nur dann effizient, wenn die Bevölkerung weiss, was, wo und wie entsorgt werden kann. Kommunikation ist deshalb weit mehr als die Bekanntgabe von Sammelterminen. Sie schafft Verständnis, beantwortet Fragen und sensibilisiert für ein korrektes Recyclingverhalten. Gleichzeitig stärkt sie das Vertrauen in die Dienstleistungen der Gemeinde. Wie wichtig Gemeinden als Informationsquelle sind, bestätigt auch die repräsentative Swiss-Recycle-Bevölkerungsumfrage 2022. Neben Recycling- beziehungsweise Entsorgungskalendern werden Gemeinden auch direkt von der Bevölkerung als wichtigste Informationsquelle zum Thema Recycling genannt. Dies unterstreicht die Verantwortung der Gemeinden, Informationen verständlich, aktuell und möglichst niederschwellig bereitzustellen. Ein Recyclingkalender erfüllt seinen Zweck nur dann, wenn Informationen schnell gefunden und richtig verstanden werden. Die Gemeinde Meilen (ZH) beispielsweise setzt auf eine klare Gliederung, gut strukturierte Tabellen sowie eine intuitive Gestaltung. Ergänzt wird dies durch einheitliche Piktogramme und eine reduzierte Informationsdichte pro Seite. Auch die Stadt Lausanne (VD) zeigt, wie eine klare visuelle Struktur mit Farbcodierungen und Symbolen komplexe Entsorgungsinformationen zugänglich macht. Beide Beispiele verdeutlichen, dass eine gut gestaltete Informationsarchitektur die Benutzerfreundlichkeit erhöht, Fragen reduziert und korrektes Recycling fördert. Die Gestaltung des Recyclingkalenders trägt damit wesentlich dazu bei, dass Informationen im Alltag tatsächlich genutzt werden. Weitere Tipps zur Gestaltung von Recyclingkalendern hat Swiss Recycle unter swissrecycle.ch/recyclingkalender zusammengetragen. Ein einzelner Kommunikationskanal genügt heute kaum noch. Erfolgreiche Gemeinden kombinieren Print- und Onlineangebote zur Kommunikation. Die Stadt Wädenswil (ZH) verbindet den klassischen Entsorgungskalender mit ihrer Website entsorgungwaedenswil.ch , die filterbare Entsorgungstermine, ein Abfalllexikon oder auch den Zugriff auf einen kostenlosen SMS-Erinnerungsdienst enthält. So erhalten Einwohnerinnen und Einwohner unabhängig vom bevorzugten Kanal jederzeit Zugang zu den relevanten Informationen. Ein ebenso gelungenes Beispiel bietet die Stadt Nyon (VD). Der gedruckte Abfallkalender wird durch eine übersichtliche Website ergänzt. Diese umfasst unter anderem ein A–Z-Entsorgungslexikon («Abécédaire du tri»), eine interaktive Karte der Sammel- und Wiederverwendungsstellen sowie digitale Dienstleistungen wie die Online-Anmeldung für die Sperrgutabholung. So finden Einwohnerinnen und Einwohner unabhängig vom gewählten Kanal rasch die gewünschten Informationen. Gerade in Gemeinden mit einer internationalen Bevölkerung lohnt sich auch eine mehrsprachige Kommunikation. Die Stadt Dübendorf (ZH) zeigt mit einer Übersetzungsübersicht im Recyclingkalender , wie Informationen einfach in verschiedene Sprachen zugänglich gemacht werden können. Ergänzend setzen erste Schweizer Gemeinden wie Morges (VD), Hochdorf (LU) oder Mendrisio (TI) auf KI-gestützte Chatbots, die Fragen der Bevölkerung auch in verschiedenen Sprachen beantworten können. Solche Lösungen können insbesondere bei häufigen Fragen rund um Sammelstellen, Öffnungszeiten oder Entsorgungswege eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Gemeindekommunikation sein. Barrierefreiheit wird auch in der Recyclingkommunikation immer wichtiger. Die Stadt Bern stellt Informationsvideos mit Gebärdensprache zur Verfügung und erleichtert damit gehörlosen Menschen den Zugang zu wichtigen Informationen. Regensdorf (ZH) ergänzt dies mit einem barrierefrei gestalteten Recyclingkalender. Gut lesbare Schriftgrössen, klare Strukturen und eine einfache Navigation sorgen dafür, dass möglichst viele Menschen die Informationen selbstständig nutzen können. Die Beispiele zeigen: Erfolgreiche Recyclingkommunikation ist verständlich, zielgruppengerecht und kanalübergreifend. Mehrsprachigkeit, Barrierefreiheit, digitale Angebote und eine klare Gestaltung erleichtern den Zugang zu Informationen und fördern korrektes Recycling. Viviane Pfister

Adliswil, Meyrin und Schaffhausen erhalten «Preis Gesunde Gemeinde»

Die sechste Vergabe des Preises «Gesunde Gemeinde / Gesunde Stadt» stiess erneut auf grosses Interesse mit Bewerbungen aus der gesamten Schweiz. Nach einer sorgfältigen Prüfung der Bewerbungen durch vier regionale Jurys wurden acht Gemeinden und Städte nominiert. Aus diesen wählte eine nationale Jury drei Preisträgerinnen aus: Adliswil (ZH), Meyrin (GE) und Schaffhausen. Als Zeichen der Anerkennung für die herausragenden Leistungen erhielten die Gewinnerinnen eine Preissumme von je 5000 Franken. «Jede Adliswilerin und jeder Adliswiler bewegt sich regelmässig, ernährt sich gesund und hat ein soziales Umfeld, in dem sie oder er sich wohlfühlt»: So formuliert die Stadt Adliswil ihre Vision in ihrem Gesundheitsförderungskonzept. Um dieses Leitziel zu erreichen, bietet sie leicht zugängliche Informationen, vielfältige Bildungsangebote und praxisnahe Initiativen an, um die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken. Gleichzeitig fördert sie gezielt Massnahmen in den Bereichen körperliche, geistige und soziale Gesundheit. Zur Sicherstellung der Umsetzung schuf sie eine Koordinationsstelle «Drehscheibe Gesundheit» und führte ein neues Label «Gesundes Adliswil» ein. Nach der dreijährigen, erfolgreichen Pilotphase wurde dieses Vorhaben 2025 dauerhaft im städtischen Budget verankert. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz setzt Adliswil ein starkes Zeichen für die kommunale Gesundheitsförderung und schafft wichtige strukturelle Rahmenbedingungen. «Der Preis bestätigt, dass wir mit unserem Engagement für die Gesundheitsförderung auf dem richtigen Weg sind und sich unsere Arbeit sowie die getätigten Investitionen auszahlen», sagt Thomas Villard, Leiter Sport und Gesundheitsförderung der Stadt. Wofür das Preisgeld verwendet wird, bestimmt die Bevölkerung im Rahmen eines partizipativen Verfahrens. Durch zahlreiche Massnahmen fördert die Stadt Meyrin eine nachhaltige Ernährungsweise, stärkt die Beziehung zwischen Produzierenden und Konsumierenden und steigert den Anteil an gesunden, regionalen und vegetarischen Angeboten. So wird beispielsweise die gesunde Verpflegung in Kitas und Schulen durch verbindliche Standards und Labels sichergestellt. Vereine werden dabei unterstützt, bei Veranstaltungen vermehrt auf regionale und vegetarische Angebote zu setzen. Mit der Umsetzung des Pilotprojekts CALIM wird eine solidarische, demokratisch organisierte Lebensmittelversorgung aufgebaut, die allen Menschen unabhängig von ihrem Einkommen den Zugang zu hochwertigen, biologischen Lebensmitteln ermöglicht. Ein Verarbeitungsbetrieb für Gemüse trägt dazu bei, die Versorgung mit biologischen Produkten weiter zu stärken. Die Vielzahl der unterschiedlichen, lokal verankerten Massnahmen zeigt auf, wie Meyrin auf vorbildliche Weise die Gesundheit der gesamten Bevölkerung fördert und dabei gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit leistet. Mit dem Preis «Gesunde Gemeinde / Gesunde Stadt» wolle Meyrin die positiven Nebeneffekte eines nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystems für die Gesundheitsförderung und Prävention hervorheben, sagt Véronique Diebold von der Stadt Meyrin. «Dass Ernährung eine Frage der Politik ist, muss noch bewiesen werden, und dieser Preis anerkennt diese Notwendigkeit.» Unter dem Motto «Schaffhuuse spielt … dusse!» verfolgt die Stadt Schaffhausen ein klares Ziel: Kinder sollen sich täglich draussen bewegen und spielen können. Voraussetzung dafür sind ausreichende Zeit sowie eine Umgebung, die sichere und attraktive Räume für Kinder bietet. Dafür setzen Schulen, Quartiere und Familien gemeinsam zahlreiche Massnahmen um, darunter Spielstrassen, mobile Bewegungsangebote und naturnahe Spielplätze. Ebenso wichtig ist es der Stadt, Eltern und Bezugspersonen kontinuierlich mit Kernbotschaften über den Wert von Bewegung im Freien zu sensibilisieren. Und der Erfolg ist messbar: Gemäss einer Elternbefragung verbringen heute rund die Hälfte der Kinder mehr Zeit draussen als zuvor. Um diese Wirkung nachhaltig zu sichern, wurde das Projekt fest verankert: «Draussen spielen als Hausaufgabe» ist heute Teil der Schuljahresplanung, Quartierbudgets unterstützen weiterhin lokale Initiativen, und kinderfreundliche Freiräume sind fest in der Stadtentwicklung verankert. «Schaffhuuse spielt … dusse!» sei prozessorientiert entwickelt worden und habe von allen Beteiligten einen langen Atem erfordert, sagt Stadträtin Christine Thommen. «Der Preis gibt uns neuen Schwung, um uns weiterhin tatkräftig für ein gesundes Aufwachsen der Schaffhauser Kinder einzusetzen.» Yves Weber

Fachkräftemangel belastet auch Gemeinden im Jurabogen

Der Fachkräftemangel verschärft sich im Jurabogen während Zeiten der Kurzarbeit in wichtigen Industriezweigen. Besonders Spitäler und Pflegeeinrichtungen stossen an ihre personellen Grenzen, was die Gesundheitsversorgung belastet. Das Spitalzentrum Biel setzt auf den geplanten Neubau in Brügg, um künftig mehr Personal zu gewinnen. Auch Gemeinden stehen unter Druck: Im Kanton Jura fällt es zunehmend schwer, qualifiziertes Personal für Kindertagesstätten zu rekrutieren. Laut dem jurassischen Gemeindeverband verschärft der Wettbewerb zwischen Gemeinden und Betreuungseinrichtungen die Lage. In der Gastronomie lindern Arbeitskräfte aus Frankreich und Integrationsprogramme für Geflüchtete den Personalmangel teilweise. Gleichzeitig erschwert die wirtschaftliche Flaute die Rekrutierung zusätzlich. Alain Meyer

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