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  • 12 | 2022 1
Aktive Filter: Kategorie: Soziales Autor: Marc Dubach Alle Filter entfernen
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Sozialhilfestatistik wird moderner und digitaler

Die Sozialhilfeempfängerstatistik (SHS) basiert auf der gemeinsamen Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden. Sie liefert Steuerungsinformationen zur Sozialhilfe und ist ein unerlässliches Instrument der Sozialpolitik. Die Grundlagen wurden vor mehr als 20 Jahren erarbeitet. Sie werden nun im Rahmen eines Modernisierungsprojekts an die aktuellen Bedingungen und die sich verändernden Bedürfnisse angepasst. Die Modernisierung der Sozialhilfestatistik wurde ab Januar 2019 in einem iterativen Prozess vorangetrieben. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat dabei zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Sozialbehörden der Kantone, Gemeinden und Städte, aus Sozialdiensten, aus kantonalen Statistikämtern und der SKOS die konzeptionellen Grundlagen in Arbeitsgruppen erarbeitet. Basierend auf einem Variantenentscheid per Ende 2020 konnte das BFS die Konzeptarbeiten mithilfe von Pilotdaten verifizieren und zusammen mit den Datenlieferanten besprechen. Die Arbeiten wurden in enger Abstimmung mit der für die Modernisierung eingesetzten Steuerungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie Städten konsolidiert. Neu basiert die modernisierte Statistik auf der monatlichen Übermittlung produktiver Daten aus der Fallführung der Datenlieferanten. Die Analyse erfolgt auf der Grundlage automatisch verarbeiteter Daten durch das BFS. Der Katalog für die bereitzustellenden Daten wurde im Vergleich zur ursprünglichen Jahresstatistik erheblich reduziert. Bei den durch die Datenlieferanten mittels sedex an das BFS zu übermittelnden Variablen handelt es sich um 20 Grunddaten mit Informationen zu den Personen und Dossiers. Die restlichen Auswertungen basieren auf Daten aus der Klientenbuchhaltung, die als Buchungstabelle extrahiert und im BFS harmonisiert werden. Mithilfe statistischer Verknüpfungen können Informationen aus anderen Statistikquellen herangezogen werden, um einerseits die Datenlieferanten zusätzlich zu entlasten und andererseits die Mehrfachnutzung von Statistikdaten zur Bereitstellung steuerungsrelevanter Indikatoren zuhanden der Anspruchsgruppen vorwärtszubringen. Die Publikation der öffentlich zugänglichen Statistikresultate erfolgt wie gewohnt über die Homepage des BFS. Mit der neuen Datenbasis können die Auswertungen auch während des Jahres zur Verfügung gestellt werden. Mit den ab Januar 2023 bis Ende 2024 geplanten Umsetzungsarbeiten werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Daten liefernden Stellen ab Januar 2025 in der Lage sind, die Sozialhilfestatistik nach modernisiertem Vorbild zu übermitteln. Für die Datenlieferanten bietet dies den Vorteil, monatliche Auswertungen einsehen und weiterverwenden zu können. Gerade in Zeiten, in denen eine grosse Dynamik herrscht, können diese unterjährigen Auswertungen einen Mehrwert für die Steuerung beitragen. Die monatliche Datenübermittlung erfolgt durch eine Datenextraktion produktiver Daten aus den Fallführungssystemen. Es geht darum, dass die Datenlieferanten die relevanten Verwaltungs- und Buchhaltungsdaten auswählen und diese nach einem festgelegten Verfahren an das BFS übermitteln. In der Realisierungsphase werden die Datenextraktion und die Datenübermittlung mit Testlieferungen realisiert und getestet. Für Dienste ohne eigenes Fallführungssystem wird ein Erfassungsinstrument zur Verfügung gestellt werden. Zusammen mit den monatlichen Indikatoren wird den Datenlieferanten eine Übersicht zur Qualität ihrer Datenlieferung und ein Qualitätsmonitoring zur kontinuierlichen Optimierung der Daten zur Verfügung gestellt werden. Für die Aufbereitung und Harmonisierung der Buchungsdaten werden die Kontenpläne bei den Datenlieferanten ermittelt, damit die Zuordnung der Buchungspositionen der Datenlieferanten auf die statistischen Auswertungsvariablen beim BFS erfolgen und die Vergleichbarkeit der Auswertungen sichergestellt werden kann. Die Auswertung und die Aufbereitung der regelmässigen Datenlieferungen werden weitestgehend automatisiert erfolgen. In der Realisierungsphase werden die Bearbeitungen anhand von Testlieferungen umgesetzt, und der in der Konzeptphase geplante webbasierte Zugang zu den Resultaten soll in der Realisierungsphase umgesetzt und getestet werden. Informationen: www.bfs.admin.ch Marc Dubach

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