Menü
Logo Logo
  • DE
  • FR
  • IT
  • Soziales 1
  • Mike Weibel 1
  • 5 | 2021 1
Aktive Filter: Autor: Mike Weibel Ausgabe: 5 | 2021 Alle Filter entfernen
Es wurde 1 Ergebnis in 0 Millisekunden gefunden. Zeige Ergebnisse 1 bis 1 von 1.
  • 1
Ergebnisse pro Seite:

Weiterhin günstige Kredite für gemeinnützige Wohnungen

«Wir haben im Gemeinderat lange über Alterswohnungen diskutiert», erinnert sich Sozialvorstand Guy Petter in Mont-Vully (FR). «Aber erst ein Legat mit dieser Zweckbindung löste die Gründung der Genossenschaft aus.» In Kooperation mit dem Gesundheitsnetz See, einem regionalen Zweckverband, baute die Genossenschaft Alterswohnungen Vully dann 27 Alterswohnungen im Ortsteil Sugiez. Sie waren schon alle vermietet, als die Siedlung 2018 eröffnete. Solche Kooperationen kommen häufig vor; sie entlasten die Gemeinde und sichern das gewünschte Wohnangebot. Simone Gatti, Expertin für Alterswohnen, weist darauf hin, dass das seit 2011 wirksame Pflegefinanzierungsgesetz die Gemeinden motiviere, Formen für selbständiges Wohnen im Alter anzubieten, da sie seither zur Subjekthilfe in der stationären Pflege verpflichtet seien. Hanspeter Käppeli kennt das Projekt in Vully gut; er hat damals die Genossenschaft bei der Finanzierung beraten und ist Vorstandsmitglied der Emissionszentrale für gemeinnützige Wohnbauträger EGW: «Da deren Anleihen durch Bürgschaften des Bundes abgesichert sind, finanzieren sich gemeinnützige Wohnbauträger bei der EGW zu sehr günstigen Konditionen. In Vully spart die Genossenschaft dank der EGW-Hypothek jährlich rund 1,5 Prozent, also 60000 Franken 14 Jahre lang.» Das wirkt sich auf die Mieten aus: «Durchschnittlich kostet eine 2,5-Zimmer-Wohnung netto 1110 Franken», sagt der Genossenschaftspräsident Markus Ith. Damit bleibe man unter der Wohnkostenlimite der Ergänzungsleistungen und könne trotzdem Abschreibungen machen. «So bilden wir Kapital und können unser Know-how in der Region vielleicht bei einem nächsten Projekt einsetzen», hofft Ith. Bei der 1968 von Privaten initiierten Genossenschaft für Alterswohnungen Wil (GAW) war die politische Gemeinde von Anfang an dabei. Sie besitzt selber keine Alterswohnungen. «Eine Genossenschaft ist freier und eigenständiger als die Verwaltung, sie hat spezifisches Know-how», sagt Stadtrat Dario Sulzer, der auch im Vorstand der GAW sitzt. Nicht nur die politische, sondern auch die Ortsgemeinde, Serviceclubs, Kirchgemeinden und Gewerbebetriebe gehören – neben Privatpersonen – zu den Mitgliedern der GAW. Und deren Präsident Bruno Gähwiler war früher Stadtpräsident. 206 Wohnungen besitzt die GAW in Wil, und in diesen Monaten werden es einige mehr: Weil eine grosse Pflegewohnung gekündigt wurde, baut man sie zu acht Alterswohnungen um. «Wir haben eine Warteliste und suchen Land für neue Standorte», sagt Präsident Gähwiler. Die Stadt Wil hat die GAW bisher mit günstigen, langfristigen Baurechten unterstützt. Die GAW wiederum hat mehrmals Hypotheken bei der Emissionszentrale EGW aufnehmen können. Dank den langen Laufzeiten und dank den vorteilhaften Zinsen sinken die Wohnkosten auf lange Zeit. Ausserdem ist die Genossenschaft steuerbefreit. «Die günstigste 1-Zimmer-Wohnung kostet nur 424 Franken», sagt Gähwiler. «Und die quasi neu gebauten 2-Zimmer-Wohnungen beginnen bei '090 Franken.» Die niedrigen Mietpreise seien sehr wertvoll, bestätigt Dario Sulzer. Denn der Bedarf an preisgünstigem Wohnraum sei ausgewiesen. «In Wil gibt es wenig freie Wohnungen, und die Wohnkosten sind hoch.» Mike Weibel

  • 1
  • Abos
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • PDF-Archiv
  • Cookies
© Schweizerischer Gemeindeverband
  • Home
  • Suche
  • Archiv
  • Abos
  • Firmenverzeichnis
  • Mediadaten
  • Datenschutz
  • Impressum
Schliessen