
Ein Lebensmittelgeschäft, das den sozialen Zusammenhalt stärkt
Als das Lebensmittelgeschäft ihres Dorfes von der Schliessung bedroht war, haben sich die Einwohnerinnen und Einwohner von Ramosch mobilisiert. Heute ist die «Butia» dieser Bündner Gemeinde viel mehr als nur ein Laden.
Im Jahr 2019 beschloss die Familie, die den einzigen Laden in Ramosch (GR) betrieb, das Handtuch zu werfen. Die Einheimischen des Unterengadiner Dorfes, die ihrem Lebensmittelgeschäft sehr verbunden waren, mobilisierten sich. Sie gründeten den Verein «Società Butia Ramosch», dessen Mitgliedsbeiträge die Miete für den Laden decken sollten. Das Abenteuer begann 2020. Doch schon bald stand dem Projekt ein Hindernis im Weg: Die Eigentümer der Räumlichkeiten kündigten den Mietvertrag. Überzeugt von der sozialen Bedeutung einer solchen Einrichtung, schalteten sich die Gemeindebehörden ein. Im Zentrum des Ortes wurde ein Grundstück zur Verfügung gestellt und in aller Eile ein Gebäude errichtet. Es wurde im April 2023 eingeweiht. Neben einem Prima-Lebensmittelgeschäft und einem Café umfasst die Anlage ein Postamt und ein Touristeninformationszentrum. Diese Vielfalt soll insbesondere den sozialen Zusammenhalt fördern, da es das Ziel des Vereins ist, Ramosch als lebendiges Dorf zu erhalten.