Mitarbeitende sind das wertvollste Gut eines Unternehmens – entsprechend wichtig ist eine gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung.

Gesundheit am Arbeitsplatz zahlt sich mehrfach aus

05.12.2023
12 l 2023

Gesunde Mitarbeitende tragen massgeblich zum Erfolg einer Gemeinde bei. Fallen Mitarbeitende aus, hat das finanzielle Folgen und belastet auch das Team. Gesundheitsfördernde Massnahmen lohnen sich – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.

Kennen Sie die Situation? Fällt jemand im Team krankheitsbedingt aus, steigt automatisch die Aufgabenlast bei den übrigen Kolleginnen und Kollegen. Das kann Unzufriedenheit und Stress verursachen. Und Abwesenheiten führen zu Folgekosten: Neben direkten Lohnkosten schlagen indirekte Kosten für organisatorische Aufwände oder für externe Arbeitskräfte zu Buche. Zudem steigt mit einer Arbeitsunfähigkeit auch das Risiko einer Invalidität. Das wiederum wirkt sich auf die Risikokosten aus, mit denen Krankentaggeldversicherer und Pensionskassen kalkulieren müssen; denn je grösser die Schäden wegen Arbeitsunfähigkeit, desto höher der Druck auf die Risikoprämien. Es liegt deshalb im Interesse der Betroffenen und des Betriebs, Krankheitsfälle möglichst zu vermeiden. Denn die Mitarbeitenden sind das wertvollste Gut einer Organisation.

Präventive Massnahmen zeigen Wirkung

Verschiedene Faktoren machen eine gesunde Arbeitsumgebung aus. Dazu zählen zeitgemässe, familienfreundliche Arbeitsmodelle ebenso wie eine gesundheitsfördernde Führungs- und Unternehmenskultur oder die Befähigung und Motivation der Mitarbeitenden zu eigenverantwortlichem gesundem Verhalten. Ein systematisches, auf die Organisation abgestimmtes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) trägt wirksam dazu bei, das Wohlbefinden der Mitarbeitenden am Arbeitsplatz und deren Leistungsfähigkeit zu fördern. Studien belegen: Mit der Einführung von präventiven Massnahmen lassen sich Krankheitsabsenzen und Kosten senken.

Gesunde Betriebe sind attraktiv

Gute Rahmenbedingungen für die Gesundheit im Betrieb wirken sich positiv auf die Mitarbeitenden aus – und gesunde Organisationen haben nach innen und nach aussen eine entsprechende Anziehungskraft: Die Bindung der Mitarbeitenden wächst, und es gelingt einfacher, neue Angestellte zu gewinnen, kurz: Die Arbeitgebendenattraktivität steigt. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels auch für Gemeindeverwaltungen von besonderer Bedeutung.

Wie gesund ist die eigene Organisation?

Aufschluss kann eine Analyse der Ressourcen und Belastungen der Mitarbeitenden geben. Gesundheitsförderung Schweiz, eine von Kantonen und Versicherern getragene Stiftung mit gesetzlichem Auftrag zur Förderung der Gesundheit und zur Verhütung von Krankheiten, stellt dafür verschiedene Instrumente zur Verfügung. Beispielsweise Job-Stress-Analysis, ein wissenschaftlich abgestütztes, praxiserprobtes Onlinetool.

«Die Gesundheit der Mitarbeitenden zum Thema machen»

Stefan Muri, unter dem Motto gesund@work richtet die Previs Vorsorge einen Fokus auf die Gesundheit am Arbeitsplatz. Weshalb?

Das Thema beschäftigt viele Arbeitgebende. Das zeigt beispielsweise das grosse Interesse an unserem jährlichen Kundenanlass zu Prävention und Leistungsfallmanagement, den wir mit unserer Rückversicherungspartnerin PK Rück durchführen. Die Fachseminare zum betrieblichen Gesundheitsmanagement der PK Rück sind ebenfalls sehr gefragt.

Gemeinden, die bei der Previs versichert sind, schildern auch im direkten Gespräch, wie wichtig eine gesunde Arbeitsumgebung – und damit gesunde Mitarbeitende – für die Leistungsfähigkeit ihrer Organisation ist. Oder umgekehrt formuliert: Krankheitsbedingte Ausfälle erhöhen den Druck auf die übrigen Mitarbeitenden, die Produktivität leidet und die Fluktuation steigt. Das verschärft den Fachkräftemangel, von dem auch Gemeinden betroffen sind, zusätzlich.

Gesundheitsprävention ist eher von Krankenkassen bekannt. Wieso ist das Thema auch für Pensionskassen wichtig?

Krankheitsbedingte Ausfälle führen nicht nur zu zusätzlichem organisatorischem Aufwand und zu einer Mehrbelastung des Teams. Gerade längere Absenzen erhöhen das Invaliditätsrisiko der betroffenen Person. Das Interesse einer Pensionskasse, mit aktiver Prävention Arbeitsausfälle respektive Invaliditäten zu vermeiden, ist gross, weil IV-Renten meistens über einen längeren Zeitraum zu entrichten sind; im Gegensatz zu einer Krankentaggeldversicherung, die für eine deutlich kürzere Zeit leistungspflichtig wird.

Das Invaliditätsrisiko gilt es also auch unter dem Aspekt der Kosten möglichst zu minimieren: Denn je geringer die Schäden wegen Arbeitsunfähigkeit sind, desto tiefer fallen die Risikokosten aus, welche die Pensionskassen einkalkulieren müssen. Das wirkt sich für Gemeinden, Organisationen und Unternehmen längerfristig positiv auf ihre Risikoprämien respektive ihre Versicherungskosten aus.

Was will die Previs mit dem Informationsschwerpunkt gesund@work bewirken?

Es ist uns ein Anliegen, Arbeitgebende über die erwähnten Tagungs- und Kursangebote hinaus beim Thema Gesundheit am Arbeitsplatz wirksam unterstützen zu können, sei es zur Prävention oder zum Umgang mit Absenzen oder zur Wiedereingliederung von Mitarbeitenden. Zu diesem Zweck bieten wir unter dem Motto gesund@work praxisorientierte Hintergrundinformationen und Tipps und stellen niederschwellige Werkzeuge und Angebote vor. Wir erhoffen uns von unserem Engagement, dass auch viele Gemeindeverwaltungen und -betriebe die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden bei sich zum Thema machen und in der individuell geeigneten Form aktiv werden.

Previs Vorsorge – passende Lösungen für Gemeinden

Mit ihren beiden Vorsorgewerken Comunitas und Service Public bietet die Previs u. a. für Gemeinden und gemeindenahe Institutionen und Betriebe passende Lösungen; dazu zählt die grosse Flexibilität bei der Wahl und Ausgestaltung der Vorsorgepläne. Aus dem genannten Sektor sind aktuell rund 600 Kunden mit 12 000 Versicherten bei der Previs angeschlossen.