Ein bunter Abakus begrüsst die Passanten an einem der Eingänge des Parco Ciani, in der Nähe des Stadtzentrums: Er illustriert die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) der UNO und das Projekt #LUGANOSOSTENIBILE. Auf dem Foto zeigt die Projektkoordinatorin Tatjana Ibraimovic das SDG 11 «Nachhaltige Städte und Gemeinden».

Lugano? Sostenibile!

17.08.2021
7/8 l 2021
  • Energie und Umwelt

Was bedeutet Nachhaltigkeit im täglichen Leben? Die Stadt Lugano lanciert eine Sensibilisierungskampagne, um die Bevölkerung mit der Agenda 2030 vertraut zu machen und deren Umsetzung zu fördern.

Es ist schwierig, einen eindeutigeren Titel zu finden, der die Absicht der Stadt Lugano widerspiegelt, den Weg der Nachhaltigkeit zu beschreiten. #LUGANOSOSTENIBILE ist ein Projekt, das von der Abteilung Soziales der Stadt Lugano mit Unterstützung des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) gefördert wird.

Im Rahmen seines Förderprogramms Nachhaltige Entwicklung unterstützt das ARE Projekte, die auf die Umsetzung der Agenda 2030 auf lokaler Ebene abzielen. 2020 – 2021 fokussierte sich das ARE auf Projekte, die zur Förderung klimafreundlicher Lebensstile und zum Erhalt der Biodiversität beitragen (SDG 13 und 15) oder eine grosse Hebelwirkung auf die Sensibilisierung und Umsetzung der Agenda 2030 in der Schweiz haben.

Die Stadt Lugano beteiligte sich mit einem Projekt mit dem Titel «Jeder Fussabdruck zählt», in Bezug auf den menschlichen Fussabdruck auf das Klima. Das Projekt zielt darauf ab, den Bürgerinnen und Bürgern klare Informationen darüber zu geben, was Nachhaltigkeit in ihrem täglichen Leben bedeutet, und ihnen Beispiele für konkrete Massnahmen zur Anpassung ihres Lebensstils in Richtung Nachhaltigkeit aufzuzeigen.

Tatjana Ibraimovic, Projektkoordinatorin seit Februar 2020, sieht die Umsetzung des Projekts, das nun #LUGANOSOSTENIBILE heisst, in drei Phasen vor. Die erste Phase entspricht dem ursprünglichen Ansatz von «Jeder Fussabdruck zählt» und konzentriert sich auf die Sensibilisierung. In der zweiten Phase geht es um die Schaffung eines Netzes von Akteuren, die sich mit Nachhaltigkeit befassen und die öffentliche Verwaltung und die Wirtschaft miteinander verbinden, ohne dabei die Bevölkerung zu vergessen. Die dritte Phase zielt darauf ab, «aus der öffentlichen Verwaltung ein Muster an Tugend zu machen», wie Tatjana Ibraimovices ausdrückt. Dazu gehört auch die Identifizierung von positiven Initiativen, an denen sich die Stadt aktiv beteiligen wird. Eine Idee ist zum Beispiel eine Voluntary Local Review durchzuführen (es wäre die erste in der Schweiz), ein von der UNO gefördertes Instrument, mit dem die lokalen Behörden die auf lokaler Ebene verfolgten Ziele der nachhaltigen Entwicklung und die zu ihrer Verwirklichung ergriffenen Massnahmen auflisten können.

Der offizielle Start des Projekts wird Ende August erfolgen. Der gewählte Termin, der 24. August, liegt kurz vor der Einweihung des neuen Universitätscampus der USI-SUPSI, bei der die Bevölkerung auf dem Campus empfangen wird und verschiedene lokale Unternehmen ihre Angebote präsentieren können. Die Stadt beabsichtigt, ihre Sensibilisierungskampagne im Rahmen einer Veranstaltung zur Förderung lokaler wirtschaftlicher Aktivitäten, die unter aktiver Beteiligung der Stadtviertel organisiert wird, bekannt zu machen.

Nach dem offiziellen Start werden mehrere Veranstaltungen, Informationssitzungen und Bildungsmöglichkeiten folgen. Die Website www.luganosostenibile.ch wird als Plattform für die Auflistung aktueller, vergangener und zukünftiger Nachhaltigkeitsprojekte dienen. Ein bunter Abakus begrüsst die Passanten bereits an einem der Eingänge zum Parco Ciani, in der Nähe des Stadtzentrums, und illustriert die 17 SDGs und das Projekt der Stadt. Ein Stück weiter zeigt die Installation «Echoes – a voice from uncharted waters» des österreichischen Künstlers Mathias Gmachl, die von LAC Lugano Arte e Cultura mitgestaltet wurde, einen 17 Meter langen Wal: Mit Hilfe von Bild- und Toneffekten lädt die Installation dazu ein, über den Einfluss des Menschen auf die Umwelt nachzudenken.