Der digitale ÖREB-Kataster bündelt die wichtigsten Eigentumsbeschränkungen zentral, sie sind mit wenigen Klicks abrufbar.

Wie Gemeinden vom ÖREB-Kataster profitieren

17.09.2021
9 l 2021
  • Institution Gemeinde

Öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen (ÖREB) bilden die Rahmenbedingungen für die Nutzung eines Grundstücks – zum Beispiel bei Baugesuchen in Gemeinden. Dank des digitalen ÖREB-Katasters entfällt das aufwändige Einholen der Informationen bei den zuständigen Stellen – die wichtigsten Eigentumsbeschränkungen sind zentral gebündelt und mit wenigen Klicks abrufbar.

 

Für die Nutzung von Grundstücken gibt es in der Schweiz zahlreiche Gesetze, Verordnungen und behördliche Einschränkungen. Zonenpläne geben beispielsweise die erlaubte Nutzung und Bauhöhe in einer bestimmten Zone vor und Baulinienpläne legen den Mindestabstand zwischen Haus und Grundstücksgrenze fest. Der Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) zeigt die wichtigsten Beschränkungen gesammelt auf. Er liefert Antworten auf Fragen wie: Befindet sich das Grundstück in einer Grundwasserschutzzone? Welche Lärmbelastung ist zulässig? Welche Baulinien gelten? Das praktische interaktive Informationssystem umfasst eine Übersicht über die relevantesten 17 ÖREB. Es bietet Informationen zu folgenden acht Kategorien, die in verschiedene Themen unterteilt sind:

·       Raumplanung

·       Strassen

·       Eisenbahnen

·       Flughäfen

·       Belastete Standorte

·       Wasser

·       Lärm

·       Wald

Gemeinden sparen bei Bauprojekten Zeit

Gemeinde- und Bauverwaltungen benötigen bei Baugesuchen viele verschiedene Informationen. Der ÖREB-Kataster bietet die Möglichkeit, einfach und schnell die Nutzungsoptionen von Gebäuden und Grundstücken abzuklären. Durch die Bündelung sämtlicher relevanter Eigentumsbeschränkungen eines bestimmten Grundstücks entfällt die zeitintensive Beschaffung bei den verschiedenen zuständigen Stellen. Das zeigt das Beispiel aus der Gemeinde Aarberg. Marc Lehmann, Bauverwalter der Gemeinde Aarberg (BE), nutzt den ÖREB-Kataster fast täglich für die Beratung von Bauwilligen, die Prüfung von Baugesuchen und bei der Erstellung von Verkaufsdokumentationen. Seine Erfahrungen mit dem ÖREB-Kataster sind durchwegs positiv. Das Einarbeiten der ÖREB in der Gemeinde bedeutete zwar Aufwand, doch dafür finden sich die entsprechenden Beschränkungen und die rechtsgültigen Informationen viel rascher und einfacher. Der praktische PDF-Auszug dient als Entscheidungsgrundlage zum Beispiel für die Erteilung einer Baubewilligung. Mehr Informationen dazu gibt es im im Videoclip

Frei zugänglich und nützlich

Der ÖREB-Kataster ist via die kantonalen Geoportale frei zugänglich für alle Interessierte. Als Einstiegsportal zu den kantonalen Geoportalen dient die Website cadastre.ch/oereb-public. Von dort aus können die Nutzerinnen und Nutzer direkt auf die entsprechenden kantonalen ÖREB-Geoportale zugreifen. Diese bestehen aus Plänen, Rechtserlassen und diversen Grundstücksinformationen, die sich als gesammeltes PDF ausdrucken lassen.

Informationen:

Neues Informationsmaterial kann hier bezogen werden: www.cadastre.ch/campagne

 Zugang zum ÖREB-Kataster: cadastre.ch/oereb-public