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Spielplätze als Treffpunkt für alle Generationen

Wann ist ein guter Spielplatz ein guter Spielplatz? Für mich ist die Antwort klar: Ein Spielplatz ist dann attraktiv, wenn sich dort alle wohlfühlen – Kinder genauso wie Jugendliche, Eltern, Seniorinnen und Senioren oder einfach Menschen, die eine Pause vom Alltag suchen. Denn: Spielen verbindet. Ob Grosseltern mit ihren Enkeln, Kinder, die sofort miteinander ins Spiel finden, Gleichaltrige oder neue Bekanntschaften, die wie von selbst entstehen. Gemeinsam spielen ist der Motor von starken Beziehungen und engen Freundschaften, die oft ein Leben lang halten. Beziehungen, die auch dann tragen, wenn es im Leben gerade mal schwierig wird. Die Stadt Uster hat das gesellschaftliche Potenzial von Spielplätzen bereits vor Jahren erkannt. Genau darum entstehen unsere Spielplätze auch nicht einfach am Reissbrett. Kinder und Familien werden aktiv einbezogen – ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse fliessen direkt in die Planung ein. Die städtische Kinder- und Jugendarbeit, Lehrpersonen sowie die Fachbereiche Stadtraum, Natur und Schulraumplanung arbeiten dabei eng zusammen. So entstehen Orte, die wirklich gebraucht und gerne genutzt werden. Meine persönliche Überzeugung: Die besten Spielplätze sind längst nicht jene mit den meisten Spielgeräten. Vielmehr sind es Orte, an denen man so richtig schmutzig werden und seine Fähigkeiten mit allen Sinnen erproben kann. Gleichzeitig sollen sie so gestaltet sein, dass sich auch Kinder und Erwachsene mit Behinderungen hindernisfrei bewegen können. Nur wenn die Spielplätze von Quartiervereinen, Freizeitorganisationen und der Schule gleichermassen bespielt werden, entstehen neue Lieblingsplätze für alle. Uster ist eben eine Stadt für alle! Barbara Thalmann

Chance für ein lebendiges Stadtzentrum nutzen!

Wenn ich heute durch Uster gehe, spüre und sehe ich, wie sehr sich das Gesicht unserer Stadt verändert hat. Im Zentrum sind innert Kürze Häuser in die Höhe geschossen, neue Orte, Plätze und Grünräume entstanden. Das Zentrum von Uster wird dichter, urbaner – und vielfältiger. Gerade deshalb ist es mir ein grosses Anliegen, dass wir öffentlichen Begegnungsorten eine besondere Aufmerksamkeit schenken, sie mit Sorgfalt gestalten. Aus diesem Grund freue ich mich ganz besonders über unser angelaufenes Projekt «Attraktives Stadtzentrum». Zusammen mit dem Gewerbe haben wir viele offene Fragen diskutiert und Lösungen gesucht. Die Mitwirkenden brachten Ideen ein, die in die Pläne eingeflossen sind. Ein starkes Zusammenspiel! Selbstverständlich bleiben strittige Punkte, das gehört zu einem so gewichtigen Schlüsselprojekt. Uster ist beileibe nicht die einzige Stadt, die vor der Frage steht, wie ihr Zentrum ein lebendiger Anziehungspunkt bleibt oder gar zu einem neuen Treffpunkt wird. Ich erinnere mich, wie hoch die Wogen gingen, als in Zürich der Limmatquai verkehrsfrei werden sollte. Sind die Läden und Restaurants überlebensfähig, wenn nicht mehr vor der Eingangstür parkiert werden kann? Sie sind es! Ich freue mich, dass wir in Uster nun ein ausgereiftes Projekt haben, ein Herzstück in Form einer Flanierzone, in der sich alle gerne aufhalten, um sich auf einen Schwatz einzulassen, einen Kaffee zu trinken oder einzukaufen. Dabei krempeln wir nicht ganz Uster um. Wir behalten die Gesamtentwicklung unserer Stadt im Blick, nutzen aber die Chance, die ein lebendiges Zentrum allen Ustermerinnen und Ustermern bietet. Barbara Thalmann

Bewegen und Begegnen

Ob im Stadtpark, am Greifensee oder in den umliegenden Wäldern: Uster (ZH) bietet wunderbare Möglichkeiten, um draussen aktiv zu sein, sich zu bewegen und einander zu begegnen. Für mich ist Bewegung im öffentlichen Raum weit mehr als Fitness. Sie ist Ausdruck eines lebendigen Miteinanders, das allen frei zugänglich und jederzeit möglich ist. Diesen Sommer gab es dafür nicht nur in Uster, sondern in über 20 weiteren Gemeinden eine besonders schöne Gelegenheit dazu: Mit dem kostenlosen Bewegungsangebot «Active City» konnte die gesamte Bevölkerung im öffentlichen Raum ein attraktives und professionell begleitetes Sportangebot nutzen. Ich habe selbst an mehreren Lektionen teilgenommen und war begeistert: Menschen verschiedenster Altersgruppen treffen sich, treiben gemeinsam Sport und kommen ins Gespräch – unkompliziert, offen und mitten in der Stadt. Es ist schön, zu sehen, wie niedrigschwellig solche Angebote sind und wie sehr sie das Gemeinschaftsgefühl stärken. Ein weiteres sportliches Highlight steht bevor: Vom 26. bis 28. September 2025 ist Uster Gastgeberin des Weltcupfinals im Orientierungslauf. Die internationalen Wettkämpfe führen durch unsere Quartiere, den Stadtpark und das Zentrum. Sie machen so unsere Stadt auf ganz besondere Weise erlebbar. Schon jetzt kann die Bevölkerung mit der virtuellen Uster OL-Challenge aktiv werden: 100 digitale OL-Posten laden ein, unsere Stadt spielerisch und bewegend neu zu entdecken. Dies ganz flexibel und ohne Zeitdruck. Ich bin überzeugt: Bewegung verbindet – und unsere Gemeinden bieten mit ihren öffentlichen Plätzen den idealen Raum dafür. Barbara Thalmann

In Uster sind die Kleinsten ganz gross

Braucht es wirklich ein ganzes Dorf, um ein Kind grosszuziehen? Meine Antwort: Ja! In Uster (ZH) übernehmen wir diese Verantwortung. Die frühe Kindheit ist gemeinsame Aufgabe von Politik, Verwaltung und Praxis. Alle engagieren sich, damit Familien unterstützt werden und jedes Kind die besten Entwicklungschancen hat. Unser Ziel: starke Familien von Anfang an. Wir beziehen die Familien direkt in unsere Arbeit ein. Im letzten Herbst lancierten wir ein Forum, an dem Bezugspersonen von kleinen Kindern zusammen mit Fachpersonen und vier Stadträtinnen am Thema arbeiteten. Währenddessen wurden die Kleinen liebevoll betreut – eine wertvolle Unterstützung, die eine echte Mitwirkung erst möglich machte. In Uster werden jährlich 350 Kinder geboren. Das Angebot für Familien ist folglich breit: von Hebammen, Kinderärztinnen und -ärzten über die Mütter-Väter-Beratung, Spielgruppen und Kitas bis hin zum Abenteuerspielplatz oder zum Spielmobil, das direkt in die Quartiere kommt. Uns ist wichtig, dass diese Angebote gut aufeinander abgestimmt, einfach zugänglich und bei Bedarf individuell angepasst sind. Politisch setze ich mich als Stadtpräsidentin und Mutter von vier Kindern für die frühe Förderung ein. In der Verwaltung arbeiten wir eng zusammen, damit gute Ideen nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern. Dass die frühe Kindheit einen hohen Stellenwert geniesst, zeigte sich auch bei der Verleihung des diesjährigen Stadtpreises für besondere Freiwilligenleistungen. Das Familienzentrum wurde mit dem Engagementpreis – dotiert mit 10 000 Franken – gewürdigt. Das Engagement in Uster ist und bleibt gross für die ganz Kleinen! Barbara Thalmann

Inklusion: Uster macht vorwärts!

Uster will zu einer Stadt für alle werden. Dabei setzen wir bewusst ganz auf Partizipation. In unserer Fachkommission für Gleichstellung sind Menschen mit verschiedenen Behinderungen vertreten. Überdies verfügen wir über eine Fachstelle, die den Stadtrat zu Fragen der Inklusion berät. Dadurch wird Inklusion nicht nur punktuell, sondern übergreifend angestrebt. Das ist ganz im Sinn der UN-Behindertenrechtskonvention, die die Schweiz vor zehn Jahren ratifiziert hat. Sie verpflichtet Städte und Gemeinden, ein inklusives Umfeld zu schaffen. Ein inklusives Umfeld, in dem Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt am gesellschaftlichen, politischen und öffentlichen Leben teilnehmen können. Dass es diesbezüglich noch viel zu lernen gibt, erlebe ich in der Fachkommission für Gleichstellung, die ich leite, regelmässig. Die Mitglieder der Kommission zeigen mir neue Blickwinkel auf, sie stellen andere Fragen, als ich sie stellen würde, und ich merke oft, dass Selbstverständliches eben nicht selbstverständlich sein muss. Ich lerne viel – und das besonders Schöne daran ist, dass wir gegenseitig voneinander lernen. Dank der Partizipation von Menschen mit Behinderung gelingt es, einander die unterschiedlichen Sichtweisen näherzubringen. Eine Bereicherung für alle Beteiligten! Davon profitieren inzwischen auch die städtischen Mitarbeitenden. Sie werden regelmässig geschult, damit Informationen in Einfacher Sprache verfügbar sind. Und auch bei politischen Vorlagen achten wir darauf, dass die Texte für die Bevölkerung verständlich sind. Das dient allen und nicht zuletzt auch der Demokratie! Barbara Thalmann

Für ein würdevolles Sterben

Wann haben Sie sich das letzte Mal mit Familie oder Freunden über das Thema Sterben unterhalten? Erst kürzlich, vor geraumer Zeit oder noch nie? Unsere Gesellschaft wird zunehmend älter. Als Stadtpräsidentin von Uster und Stiftungsrätin bei der Andreas Weber Stiftung beschäftigt mich das letzte Kapitel unseres Lebens regelmässig. Die Stiftung fokussiert sich auf ein würdevolles Sterben und setzt sich für eine angepasste pflegerische Betreuung und palliative Behandlung ein. Die flächendeckende Betreuung mit Palliative Care ist hierzulande leider nicht sichergestellt. Insbesondere in Pflegeheimen klaffen grosse Lücken. Bei komplexen Fällen mangelt es oft an Fachkräften, und für den Einsatz eines mobilen Palliativteams fehlen häufig die Finanzen. Folge davon sind unnötige Behandlungen oder lebenserhaltende Massnahmen, die von den Betroffenen nicht gewünscht sind. Umso mehr freut es mich, dass wir in den Ustermer Pflegeheimen mit der mobilen Palliative-Care-Einheit des Spitals Wetzikon ein Pilotprojekt durchführen konnten. Das Team hat 60 Personen palliativ mitbetreut, das Pflegepersonal in den Heimen unterstützt und entsprechend geschult. Die Betroffenen konnten dank Palliative Care in ihrer gewohnten Umgebung, in ihrem Daheim, sterben. Palliative Care ist aus meiner Sicht ein Erfolgsmodell. Der Kanton Zürich will diese nun in den Gemeinden ausbauen. Das ist ein dringend notwendiger Schritt! Ebenso wichtig ist, dass wir uns darüber im Klaren sind, wie wir auf unserem letzten Wegstück begleitet und betreut werden möchten. Warum also nicht schon heute mit Familie und Freunden darüber sprechen? Barbara Thalmann

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