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Strassenbegleitgrün: Welche Mähmaschinen sind ökologisch?

Das Strassenbegleitgrün, also Wiesen und Böschungen entlang von Strassen, sind unproduktive Flächen. Sie müssen aber trotzdem regelmässig gemäht werden, um die Sicherheit auf den Strassen zu gewährleisten. Gerade entlang von Hauptstrassen und Autobahnen muss das schnell gehen und wirtschaftlich sein, denn die betroffenen Abschnitte sollten nicht zu lange gesperrt werden, um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen. Das hat Folgen für die Biodiversität. Am einfachsten und schnellsten geht das Mähen nämlich mit Schlegelmulchern, die das Mähgut zerhäckseln. Darunter leidet die Insektenwelt – und das liegen gebliebene Schnittgut sorgt für einen zu nährstoffreichen Boden, welcher der Biodiversität ebenfalls schadet. Aus der Landwirtschaft wisse man, welche Art zu mähen die Biodiversität fördert, sagt Lukas Bollack. Er betreut beim Umweltbüro Nateco eine Studie zu biodiversitätsfreundlichen Mähmaschinen, an der auch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) beteiligt ist. «Balkenmäher sind insektenfreundlicher als Schlegelmulcher», so Bollack. Und: Ideal wäre es, das Schnittgut ein paar Tage liegen zu lassen, damit die Pflanzen versamen können, und dann abzuführen, um eine Nährstoffübersättigung des Bodens zu verhindern. Ist dies nicht möglich, so ist es besser, das Schnittgut direkt abzuführen, als es liegen zu lassen. Die Technik hat bereits reagiert: Maschinenhersteller bringen zum Beispiel Abstreifvorrichtungen an, die nicht nur die Samen von Pflanzen auf dem Boden verteilen, sondern auch Insekten animieren sollen, zu fliehen, bevor das Mähen beginnt. Auch verfügen die Maschinen der neusten Generation über eine weniger starke Sogwirkung sowie Vorrichtungen, mit denen das Schnittgut direkt aufgenommen und abtransportiert werden kann. Diese Innovationen gehen auf eine Initiative aus Bayern zurück, wie Ralf Sander vom deutschen Maschinenhersteller Mulag erklärt. Seit 2019 gelten dort nach der Annahme eines Volksbegehrens besonders strenge Regeln zum Schutz der Biodiversität – auch für das Mähen von Strassenbegleitgrün. Das Strassenbauamt lud Maschinenhersteller und Biologen zu einem runden Tisch ein, um gemeinsam Lösungen zu finden. Im Anschluss entwickelte Mulag Maschinen mit den oben beschriebenen Anpassungen. Auch Schweizer Hersteller wie die Urs Schmid AG oder die N.U.P. bieten mittlerweile Ökomähköpfe an. Doch was nützen diese Massnahmen effektiv? Ab wann gilt eine Mähmaschine als biodiversitätsfreundlich? Forschung dazu gibt es noch kaum. Antworten sucht die Studie, an der Lukas Bollack beteiligt ist und die vom Bundesamt für Strassen (Astra) sowie seinen deutschen und österreichischen Pendants in Auftrag gegeben wurde. Im Sommer 2023 wurden Feldversuche durchgeführt, die derzeit ausgewertet werden. Mit ersten Resultaten rechnet Bollack 2026. «Es hat sich als ziemlich schwierig erwiesen, eine standardisierte Messung durchzuführen», sagt Bollack. Denn je nach Grünfläche und Tageszeit variiert die Anzahl Insekten darin sehr stark. Zum Schluss behalf sich die Forschergruppe mit Insektenattrappen aus Wachs. Obwohl das Forschungsprojekt noch nicht abgeschlossen ist, kann Lukas Bollack Gemeinden, die bei der Grünflächenpflege die Biodiversität schützen wollen, einige Tipps geben: «Balkenmäher sind besser als rotierende Messer, und es hilft, das Gras nicht ganz kurz abzuschneiden», sagt er. Aber es komme nicht nur auf die Maschine an: «Auch der Mähzeitpunkt hat einen Einfluss.» Wichtig sei es überdies, Altgrasinseln stehen zu lassen, wohin die Insekten flüchten könnten. Interessierte Gemeinden können sich von kantonalen Fachstellen oder Ökobüros beraten lassen. «Balkenmäher sind insektenfreundlicher als Schlegelmulcher, und es hilft, das Gras nicht ganz kurz abzuschneiden.» Lukas Bollack, Projektleiter Nateco Die Schweizer Politik ist bereits auf das Thema aufmerksam geworden. Der Bund hat dem Astra und den Bahnunternehmen die Vorgabe gemacht, dass sie 20 Prozent ihrer Fläche zur Biodiversitätsförderung nutzen müssen. Und im Kanton Zürich darf entlang der Kantonsstrassen nur noch mit Balkenmähern gearbeitet werden. Die Nachfrage nach schonenderen Mähmaschinen ist da, weiss Ralf Sander von Mulag: Er hat bisher fünf Grünpflegeköpfe der neusten Generation in die Schweiz verkauft. Anfragen kamen bisher aus den Kantonen Aargau, Baselland, Graubünden und Wallis. Ralf Sander ist überzeugt, dass sich in diesem Bereich in Zukunft noch viel tun wird, sobald Erkenntnisse der erwähnten Studie, aber auch von anderen Forschergruppen vorliegen. Und: «Das Feedback unserer Kunden fliesst direkt in die Weiterentwicklung der Geräte mit ein.» Nadja Sutter

Strassenbeleuchtung nachhaltig auf LED umrüsten

Zumikon (ZH) liegt auf einer Anhöhe über dem rechten Ufer des Zürichsees. Die Gemeinde mit knapp 6000 Einwohnerinnen und Einwohnern legt Wert auf eine zeitgemässe Beleuchtung des Siedlungsgebiets. 2023 liess sie von der Fachabteilung für öffentliche Beleuchtung von den Elektrizitätswerken Zürich (EKZ) ein Beleuchtungskonzept erarbeiten und erhielt so eine fundierte Planungsgrundlage, um die Strassenbeleuchtung nach einheitlichen Kriterien zu modernisieren. Bereits seit einigen Jahren werden in Zumikon bei Strassensanierungen die Strassenbeleuchtungen mit LED erstellt. Ab diesem Jahr erhalten nun auch die restlichen Leuchten ein Upgrade auf LED. Zudem werden die Leuchten flächendeckend mit einer smarten Steuerung ausgerüstet. Dadurch lässt sich das Licht an einen Bewegungsmelder koppeln und dimmen, was den Energieverbrauch weiter senkt. «Wir können so den Strombedarf der öffentlichen Beleuchtung im Endausbau um 80 bis 85 Prozent reduzieren», sagt Thomas Krauer, der Leiter Tiefbau von Zumikon. «Damit sparen wir jährlich etwa 120 MWh Strom.» Zu einer nachhaltigen Beleuchtungslösung gehört nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch der schonende Umgang mit Ressourcen (siehe Infobox). Beim Nachrüsten bestehender LED-Leuchten mit einer Steuerung bedeutet das, die vorhandenen Komponenten möglichst weiter zu nutzen, statt sie zu ersetzen. Seit einigen Jahren haben alle Leuchten standardisierte Schnittstellen, bei denen eine entsprechende Lichtsteuerung einfach nachgerüstet werden kann. Bei älteren Leuchten, die schon mit LED ausgerüstet sind, ist das Nachrüsten ebenfalls möglich. Hierzu wird am Kandelaber eine kleine Box installiert, in der die Steuerungskomponenten verbaut sind. Es sollten zudem ausschliesslich Leuchten zum Einsatz kommen, die modular aufgebaut sind. So ist es später möglich, Verschleissteile zu ersetzen und allen Leuchten einen zweiten Lebenszyklus zu ermöglichen. Zudem lassen sich defekte Leuchten wegen des modularen Aufbaus einfach reparieren. Diesen ressourcenschonenden Ansatz bei der Modernisierung der Leuchten verfolgt auch die Gemeinde Zumikon. «Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und die Nachhaltigkeit, wo immer möglich, fördern», so Krauer. Das neue Beleuchtungsregime wirke sich auch positiv auf die Tierwelt aus. «Viele Arten reagieren empfindlich auf nächtliche Lichtemissionen und profitieren nun davon, dass es vor allem in den Wohngebieten keine Dauerbeleuchtung mehr gibt.» «Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und die Nachhaltigkeit, wo immer möglich, fördern.» Thomas Krauer, Leiter Tiefbau von Zumikon (ZH) Das Beleuchtungskonzept von Zumikon unterscheidet drei Steuerungszonen. Die Beleuchtung der Kantonsstrassen erfolgt verkehrsabhängig, wobei die Verantwortung für den Betrieb beim Kanton liegt. Die zwei anderen Zonen verantwortet die Gemeinde: Verbindungsstrassen und Wohngebiete. Bei den häufig genutzten Verbindungsstrassen wird die Beleuchtung ab 20.30 Uhr stufenweise bis auf 40 Prozent gedimmt. Die weniger stark frequentierten Strassen und Wege in den Wohngebieten werden mit einem Grundlicht beleuchtet. Stellt der Bewegungsmelder einer LED-Leuchte die Anwesenheit einer Person oder eines Fahrzeugs fest, wird die Beleuchtung hochgefahren. Da die Leuchten miteinander vernetzt sind, werden gleichzeitig die folgenden Leuchten aktiviert. So lässt sich vermeiden, dass Passanten in einem von Dunkelheit umhüllten Lichtkegel gehen müssen – ein eher unangenehmes Gefühl. Erste Erfahrungen sammelte die Gemeinde, indem sie bei Bauarbeiten in Strassen die Leuchten des gesamten Strassenzugs auf LED umrüstete und anschliessend den Testbetrieb startete. «Ein Vorteil der smarten Steuerung ist, dass sich der Betrieb der LED-Leuchten leicht anpassen lässt», erklärt Krauer. Bisher sei das aber kaum nötig gewesen, weil kaum entsprechende Rückmeldungen aus der Bevölkerung kamen. «Viele Leute merken wahrscheinlich wegen der vorausschauenden Aktivierung der Leuchten gar nicht, dass diese nicht durchgehend mit voller Leistung betrieben werden.» Grossen Wert legt man in Zumikon auch auf die Sicherheit an Fussgängerstreifen. Die Gemeinde hat dazu in den vergangenen Jahren bei allen Fussgängerstreifen prüfen lassen, ob die Ausleuchtung den Anforderungen genügt. Wo nötig, wurde die Umstellung auf LED vorgezogen oder wurden zusätzliche Kandelaber installiert. Zudem werden die Fussgängerstreifen durchgehend voll beleuchtet. Remo Bürgi

Innovationen in der Siedlungsabfallwirtschaft

Die Siedlungsabfallwirtschaft steht vor der Herausforderung, steigende Mengen an Abfall effizient und nachhaltig zu bewältigen. Dies betrifft nicht nur die Sammlung und Verarbeitung von Haushaltsabfällen, sondern auch die zunehmende Komplexität bei der Trennung und Wiederverwertung von Wertstoffen. Angesichts globaler Ressourcenknappheit und der Notwendigkeit, den CO₂-Fussabdruck zu reduzieren, wächst der Druck auf Städte und Gemeinden, innovative Lösungen zu finden. Insbesondere die Kreislaufwirtschaft, also das konsequente Schliessen von Stoffkreisläufen, spielt eine zentrale Rolle, um Abfallmengen zu reduzieren und Ressourcen effizienter zu nutzen. Ein Punkt auf der Agenda des Recyclingkongresses 2025 wird die Diskussion über technologische Innovationen sein. Ein prominentes Thema ist hierbei die Elektromobilität, insbesondere im Hinblick auf den Einsatz von E-Fahrzeugen in der Abfallwirtschaft. Scania Schweiz wird sich in einem Vortrag mit den Herausforderungen beschäftigen, die beim Aufbau und Betrieb von Ladestationen für E-Fahrzeugflotten auftreten. Hierbei wird der Experte Reto Trauffer erläutern, welche Infrastrukturen notwendig sind und welche potenziellen Hürden auf dem Weg zu einer elektrifizierten Fahrzeugflotte zu überwinden sind. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Optimierung des Lademanagements durch den Einsatz von Software gelegt. Dies umfasst sowohl die Planung von Ladezeiten und -orten als auch die Schulung von Mitarbeitenden, um eine reibungslose Integration der neuen Technologie in den Arbeitsalltag zu gewährleisten. Die richtige Schulung und Weiterbildung des Personals wird entscheidend sein, um die Effizienz der neuen Strukturen voll auszuschöpfen. Ein weiteres zentrales Thema des Kongresses wird die Kreislaufschliessung in den Bereichen Textil- und Kunststoffrecycling sein. Angesichts der wachsenden Menge an Textil- und Kunststoffabfällen, , ist es von entscheidender Bedeutung, Wege zu finden, um diese Materialien effizienter in den Kreislauf zurückzuführen. Im Rahmen des Kongresses werden verschiedene Ansätze vorgestellt, welche Systeme sich am besten für die Schliessung von Materialkreisläufen eignen. Hierbei wird der Fokus auf Technologien und Strategien liegen, die eine hohe Wiederverwertbarkeit ermöglichen und gleichzeitig umweltfreundlich sind. Auch von Seiten der Europäischen Union werden vermehrt neue Regulierungen erwartet, die mittelbar Auswirkungen auf die Schweiz haben könnten. Obwohl die Schweiz nicht Mitglied der EU ist, ist sie wirtschaftlich und politisch eng mit dem europäischen Raum verknüpft. Besonders im Bereich der Abfallwirtschaft könnten neue EU-Vorgaben zu Recyclingquoten, zur Vermeidung von Plastikabfällen (PPWR) oder zur Förderung der Kreislaufwirtschaft die Schweiz vor neue Herausforderungen stellen. Hier wird der Recyclingkongress als wichtige Plattform dienen, um sich auf zukünftige Veränderungen vorzubereiten und Strategien zu entwickeln, um den Anschluss an internationale Standards zu gewährleisten. Der Recyclingkongress 2025 wird zudem den Blick über die Landesgrenzen hinaus richten. Paul Christiaens von Verpact wird in seinem Vortrag die Herausforderungen und Fortschritte beim Recycling in den Niederlanden beleuchten. Dabei wird er aufzeigen, wie die Niederlande bestimmte Herausforderungen meistern und welche Lehren die Schweiz daraus ziehen könnte. Insbesondere wird es um die Frage gehen, welche innovativen Systeme und Strategien in anderen Ländern erfolgreich implementiert wurden und wie diese in der Schweiz adaptiert werden könnten, um die eigenen Recyclingziele zu erreichen. Informationen: Am 24. Januar 2025 findet der beliebte Recyclingkongress erneut im Kongresshaus Biel statt. Abfall- und Recyclingverantwortliche von Gemeinden, Kantonen und Bund sowie Verbände, Entsorger und Recycler treffen sich am jährlichen Branchenevent. Neben Fachreferaten ist der Kongress auch eine Plattform für den persönlichen Austausch. Sichern Sie sich jetzt einen Platz für den jährlichen Branchentreffpunkt und diskutieren Sie mit! Alle Infos zum Kongress und Sponsoring unter: www.recyclingkongress.ch Janina Wolfsberger, Anja Raaber

Nendaz: Heizungsoptimierung für die Energiewende

Das Thema Energiewende gehört bereits seit 2010 zu den strategischen Herausforderungen der mit dem Label Energiestadt ausgezeichneten Gemeinde Nendaz (VS). Sie schloss sich 2020 anderen Walliser Gemeinden mit Gold-Label wie Saas-Fee oder Siders an. Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen, dass der Schweizer Gebäudepark für mehr als 40 Prozent des Energieverbrauchs in der Schweiz verantwortlich ist. Davon entfallen mehr als zwei Drittel auf die Heizung. Dies hat Nendaz verstanden: Unter der Führung des Präsidenten Frédéric Fragnière und des Gemeindearchitekten Yves Balet hat sie Energieeffizienz für Gemeindegebäude zur Priorität erklärt. «In unserer Gemeinde streben wir energetische Spitzenleistungen an.» Yves Balet, Gemeindearchitekt von Nendaz (VS) Seit 2022 hat Nendaz die Optimierung der Heizsysteme mehrerer seiner Gebäude mit dem Freiburger Unternehmen Yord umgesetzt. Deren intelligente Optimierungslösung kann einfach in bestehende Heizsysteme integriert werden. Im Winter 2023/2024 konnte Nendaz eine durchschnittliche Einsparung von 25 Prozent des Heizenergieverbrauchs erzielen. Julie Carron

4 Fragen zu Zofingen, Kanton Aargau

«Unser jährliches Kinderfest zeigt: Die Jugend ist Zofingen sehr wichtig.» Christiane Guyer, Stadtpräsidentin von Zofingen Christiane Guyer ist seit 2022 Stadtpräsidentin im Vollamt von Zofingen – die erste Frau in diesem Amt in der 823-jährigen Geschichte der Stadt. Zuvor war sie ab 2010 Stadträtin. Die Biologin hatte vor ihrer Wahl beim Kanton Luzern eine Führungsposition in der Dienststelle Landwirtschaft und Wald inne. Als nächste zu porträtierende Gemeinde hat sie Perroy (VD) ausgesucht, die Partnergemeinde von Zofingen.

Gemeinderanking: Mümliswil-Ramiswil schlägt zurück

Etwas enttäuscht war der Gemeinderat vom Mümliswil-Ramiswil (SO) ja schon, als das diesjährige Gemeinderanking der «Handelszeitung» Mitte September publik wurde. Mümliswil-Ramiswil lag nämlich nicht mehr auf dem letzten Platz wie in den Jahren zuvor, sondern auf Rang 935 von 954. «Wir wissen nicht, woran das liegt», sagt Vizegemeindepräsident Rolf Jeggli. «Entweder sind wir besser geworden oder die anderen Gemeinden viel schlechter», witzelt sein Gemeinderatskollege Beat Siegrist. Die «Handelszeitung» erstellt jedes Jahr ein Ranking aller Schweizer Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnerinnen und Einwohnern, was knapp 1000 Gemeinden entspricht. Kriterien sind unter anderem die Immobilienpreise, die Höhe der Steuern, die Sicherheit und die Lage der Gemeinden, das Angebot an Schulen, Betreuungseinrichtungen sowie Einkaufsmöglichkeiten. Meggen (LU) führt das Gemeinderanking 2024 an. Auf den vorderen Plätzen finden sich vornehmlich Gemeinden aus der Innerschweiz und dem Kanton Zürich mit Seeanstoss. Schlusslicht ist 2024 Val-de-Travers im Neuenburger Jura. Das Gemeinderanking ist in Mümliswil-Ramiswil in den letzten Jahren zu einer Art Running Gag geworden. «Klar war es etwas deprimierend, als wir das erste Mal Schlusslicht waren», sagt Vizegemeindepräsident Jeggli. Mittlerweile nehme man die Sache aber mit Humor. Und immerhin: Die Gemeinde erhielt viel mediale Aufmerksamkeit, von einem Porträt im nationalen Fernsehen bis hin zu einer TikTok-Kampagne. Die flächenmässig grösste Gemeinde des Kantons Solothurn hat trotz der schlechten Bewertung einiges zu bieten. Sie liegt hinter zwei Juraketten in einem eigenen Tal, aus dem der Scheltenpass und der Passwang hinausführen – diese sind bei Töff- und Velofahrerinnen und -fahrern beliebt. Und auch der Bevölkerung gefällt es ganz gut da. Das zeigt eine Umfrage, welche die Gemeinde dieses Jahr zusammen mit einem professionellen Institut durchgeführt hat. «Wir wollten wissen, was eigentlich die Einwohnerinnen und Einwohner selbst über unsere Gemeinde denken», sagt Gemeinderat Beat Siegrist. «Ihre Meinung zählt schliesslich, für sie setzen wir uns ein», fügt Rolf Jeggli hinzu. Von den knapp 2500 Einwohnerinnen und Einwohnern antworteten mehr als 500 quer durch alle Altersschichten, was einem sehr guten Rücklauf entspricht. Die Bevölkerung lobte dabei vor allem das Freizeit- und Kulturangebot. In der Gemeinde sind mehr als 50 Vereine aktiv, die immer wieder grössere Feste organisieren, an denen alle mit anpacken – wie zuletzt etwa beim kantonalen Musikfest. «Wenn hier in der Region ein grösserer Anlass stattfinden soll, heisst es: Machen wir es in Mümliswil, die können das», sagt Beat Siegrist. Das Hallenbad und die eigene Primarschule dürften ein Grund sein, weshalb die Einwohnerinnen und Einwohner die Gemeinde als familienfreundlich empfinden. Die Bevölkerung lobt auch die Gemeindeverwaltung. Rolf Jeggli sagt dazu: «Die Verwaltung ist sehr flexibel und nimmt auch einmal Anliegen ausserhalb der Öffnungszeiten entgegen. Diese Nähe schätzen die Menschen hier sehr.» «Wir wollten wissen, was eigentlich die Einwohnerinnen und Einwohner selbst über unsere Gemeinde denken.» Beat Siegrist, Gemeinderat Mümliswil-Ramiswil Trotzdem gab es auch einige Kritikpunkte: Etwa dass das Einkaufs- und Dienstleistungsangebot zu wünschen übrig lasse. Der Gemeinderat erklärt sich dies damit, dass in den letzten Jahren gleich mehrere Läden geschlossen haben und die Post ihre eigene Filiale aufgab. Dennoch gibt es noch einen Supermarkt und ein paar weitere Läden in der Gemeinde. Auch den Bereich Leben im Alter und Mobilität bewerten die Mümliswilerinnen und Mümliswiler nicht besonders gut, ebenso wie die wirtschaftliche Attraktivität – was mit den eher hohen Steuern zusammenhängen könnte. Einige Anliegen der Bevölkerung hat die Gemeinde bereits seit Längerem auf dem Schirm, und eine Verbesserung ist bereits geplant. So soll in der Nähe des Dorfkerns eine neue Überbauung mit Wohnungen entstehen, die insbesondere für die ältere Bevölkerung attraktiv sein werden. Allerdings sind aufgrund der Befragung nun keine konkreten Projekte entstanden. Aber, so Rolf Jeggli und Beat Siegrist, der Gemeinderat werde bei seiner Arbeit und in seinen Entscheiden künftig die Rückmeldungen der Bevölkerung miteinbeziehen. Was die beiden betonen: Die grosse Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner denkt nicht darüber nach umzuziehen. «Das spricht dafür, dass es diesen Menschen hier gut gefällt», sagt Beat Siegrist. Tatsächlich dürfte für eine Familie mit begrenztem Budget, die ein ruhiges Haus im Grünen sucht, Mümliswil-Ramiswil die bessere Wahl sein als das teure Meggen. Gemeinderanking hin oder her. Nadja Sutter

Inklusion: Uster macht vorwärts!

Uster will zu einer Stadt für alle werden. Dabei setzen wir bewusst ganz auf Partizipation. In unserer Fachkommission für Gleichstellung sind Menschen mit verschiedenen Behinderungen vertreten. Überdies verfügen wir über eine Fachstelle, die den Stadtrat zu Fragen der Inklusion berät. Dadurch wird Inklusion nicht nur punktuell, sondern übergreifend angestrebt. Das ist ganz im Sinn der UN-Behindertenrechtskonvention, die die Schweiz vor zehn Jahren ratifiziert hat. Sie verpflichtet Städte und Gemeinden, ein inklusives Umfeld zu schaffen. Ein inklusives Umfeld, in dem Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt am gesellschaftlichen, politischen und öffentlichen Leben teilnehmen können. Dass es diesbezüglich noch viel zu lernen gibt, erlebe ich in der Fachkommission für Gleichstellung, die ich leite, regelmässig. Die Mitglieder der Kommission zeigen mir neue Blickwinkel auf, sie stellen andere Fragen, als ich sie stellen würde, und ich merke oft, dass Selbstverständliches eben nicht selbstverständlich sein muss. Ich lerne viel – und das besonders Schöne daran ist, dass wir gegenseitig voneinander lernen. Dank der Partizipation von Menschen mit Behinderung gelingt es, einander die unterschiedlichen Sichtweisen näherzubringen. Eine Bereicherung für alle Beteiligten! Davon profitieren inzwischen auch die städtischen Mitarbeitenden. Sie werden regelmässig geschult, damit Informationen in Einfacher Sprache verfügbar sind. Und auch bei politischen Vorlagen achten wir darauf, dass die Texte für die Bevölkerung verständlich sind. Das dient allen und nicht zuletzt auch der Demokratie! Barbara Thalmann

Gemeinsam handeln im Alter – Erfolgsgeschichten aus Gersau und Riddes

In Gersau (SZ) am Vierwaldstättersee leben knapp 2500 Menschen. Ein Drittel ist 60 Jahre alt oder älter. Der Bau attraktiver Wohnungen hat diesen Anteil in den letzten Jahren erhöht. Vor diesem Hintergrund stellte sich Bezirksammann Sandra Häusler die Frage: «Wie kann Gersau ein selbstständiges und gesundes Leben im Alter fördern?» Das im Jahr 2020 gestartete Programm «Gesundheitsförderung und Prävention im Alter» im Kanton Schwyz kam da gerade recht. «Ein Glücksfall, dass wir auf das Projekt ‹Gemeinsam handeln im Alter› gestossen sind», so Häusler. Der Startschuss für das Projekt «Gersau – Leben im Alter», das im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz von der Schweizerischen Gesundheitsstiftung RADIX begleitet wurde, fiel an einem Mitwirkungsanlass im September 2022. 80 Personen ab 60 Jahren teilten ihre Ideen für ein gesundes Leben im Alter mit. Es wurden vier Arbeitsgruppen gegründet. «Die Freude und das Engagement der Seniorinnen und Senioren waren sofort spürbar», erinnert sich Häusler stolz. Im Lauf eines Jahres entwickelten die Arbeitsgruppen unter der Leitung von Seniorinnen und Senioren zahlreiche Projekte, die im November 2023 vorgestellt wurden. Dazu gehören ein Leseclub, eine Jassgruppe und die Gründung des Vereins «Senioren NetzWERK». Zudem wurde eine Seniorenkommission ins Leben gerufen und die regionale Vernetzung verstärkt. Nun nutzen Gersauerinnen und Gersauer auch die Angebote der Nachbargemeinden (zum Beispiel eine Seniorenakademie oder Computeria). Auch nach dem Projektabschluss Ende 2023 wirken die älteren Gersauerinnen und Gersauer aktiv mit. Dies fördert den Austausch untereinander, ermöglicht den Kontakt zu Neuzuzügern und tut der Gesundheit gut. «Die Freude und das Engagement der Seniorinnen und Senioren waren sofort spürbar.» Sandra Häusler, Bezirksammann Gersau (SZ) Die Gemeinde Riddes im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis trägt das Label «Gesunde Gemeinde», wie 31 weitere Walliser Gemeinden. Sie zählt rund 3800 Einwohnerinnen und Einwohner. Fast jede fünfte Person ist über 65 Jahre alt. Es gab bereits verschiedene Angebote, zum Beispiel Seniorennachmittage oder einen Fahrdienst. Mit dem Ziel, die Rolle der Gemeinde als Koordinatorin zu stärken, lokale Akteure zu vernetzen sowie Aktivitäten für die ältere Bevölkerung zu optimieren, bewarb sich Riddes erfolgreich für das von Gesundheitsförderung Schweiz finanzierte Pilotprojekt «Réseau de soutien aux seniors». Ein wichtiger Bestandteil des von RADIX begleiteten Projekts war die Durchführung von Umfragen und «Apéro-Cafés», bei denen Seniorinnen und Senioren ihre Bedürfnisse äussern konnten. Zudem telefonierte die soziokulturelle Animateurin allen nicht erreichten über 65-Jährigen. Aufgrund der Ergebnisse hat Riddes einen Umsetzungsplan mit zehn Massnahmen erarbeitet. Darunter sind Nachmittagsveranstaltungen, Sporteinheiten und intergenerationale Projekte. Die monatlichen «Dîners du cœur» ziehen bis zu 60 Personen an. Die Gemeinde hat zudem auf einem öffentlichen Platz einen attraktiven Treffpunkt, den «Coin bla-bla», geschaffen. Schliesslich wurde die «Commission DéRidd’âge» gegründet und ein Netzwerk mit lokalen Organisationen sowie medizinischen und sozialen Diensten aufgebaut. Beides ermöglicht koordinierte Aktivitäten und regelmässige Absprachen. «Die Vielfalt der älteren Menschen und unsere spezielle Lage verteilt auf Berg und Tal erfordern verschiedene Massnahmen, um die Menschen tatsächlich zu erreichen», erläutert Gemeinderätin Daniela Gillioz. Um möglichst alle einzubeziehen, fährt ein Schulbus zu den Aktivitäten. Es ist jedoch nicht immer einfach, Seniorinnen und Senioren zur Teilnahme zu motivieren. «Die Gemeinde musste die Zustellung von Mahlzeiten selbst übernehmen, da es an Freiwilligen mangelte», berichtet Daniela Gillioz. ««Die Vielfalt der älteren Menschen und unsere spezielle Lage verteilt auf Berg und Tal erfordern verschiedene Massnahmen, um die Menschen tatsächlich zu erreichen.» Daniela Gillioz, Gemeinderätin Riddes (VS) Die Erfahrungen in Gersau und Riddes zeigen, dass es sich lohnt, ältere Menschen und lokale Akteure zu beteiligen und den Prozess ergebnisoffen zu führen. «Es ist entscheidend, älteren Menschen eine Plattform für ihre Fähigkeiten zu bieten», so Häusler. Gillioz ergänzt: «Für uns waren die systematische Vorgehensweise, der Einbezug von älteren Menschen sowie die Vernetzung der lokalen Akteure ein Gamechanger.» Jede Gemeinde hat eigene Gegebenheiten, gerade auch in Bezug auf finanzielle Möglichkeiten, und eine besondere Dynamik. Interkommunale Austauschtreffen machen ähnliche Herausforderungen sichtbar und neue, wertvolle Lösungsansätze zugänglich. Aufgrund der Projekte wurden verschiedene praktische Werkzeuge wie ein Massnahmenplan und Checklisten sowie Empfehlungen erarbeitet, damit auch andere Gemeinden davon profitieren können. Diana Müller, Myriam Kleiner

Standards schützen vor Veralterung und Isolation

Bei der digitalen Transformation von Gemeindeverwaltungen ist die Übernahme von technischen Normen und Standards ein Schlüssel zum Erfolg. Diese Standards gewährleisten die Interoperabilität der Systeme und ermöglichen es den Gemeinden, sich effizient mit anderen Institutionen oder digitalen Diensten zu vernetzen, seien es kantonale Dienststellen, Bundesstellen oder lokale Partner. Sie fördern auch ein harmonisiertes Projektmanagement und senken die Kosten, da herstellerspezifische Lösungen vermieden werden, die oft nicht zukunftssicher sind. Ein wichtiger Mehrwert dieses Ansatzes ist die erhöhte Datensicherheit. Diese ist für Schweizer Gemeinden besonders entscheidend, denn deren Verwaltungen verarbeiten eine grosse Menge sensibler Personendaten. Die Einhaltung von Standards trägt zur Stärkung des Datenschutzes und zur Vermeidung von Risiken bei. Durch die Anwendung anerkannter Standards profitieren die Gemeinden von einer höheren Zuverlässigkeit ihrer digitalen Infrastruktur und stärken gleichzeitig das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Die eCH-Standards, insbesondere der neue Standard eCH0258, bieten einen unverzichtbaren technischen Rahmen für die Harmonisierung von E-Government-Prozessen und die Förderung der Transparenz. Sie vereinfachen nicht nur die interkommunale Zusammenarbeit, sondern auch den Zugang der Bevölkerung zu Onlinediensten und gewährleisten so eine einheitliche und sichere Nutzererfahrung. Die Befolgung dieser Standards ermöglicht es den Gemeinden also, nachhaltige Lösungen zu wählen und gleichzeitig zu vermeiden, dass sie in begrenzten, nicht skalierbaren und langfristig teuren Systemen gefangen sind. Letztlich ist dies keine Option, sondern ein Garant für Zuverlässigkeit und Effizienz in einer zunehmend digitalisierten Welt. Grégory Grin

25 Jahre VBLG: ein starkes Sprachrohr für die Baselbieter Gemeinden

Der Verband Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) wurde am 16. September 1999 im «Bad Bubendorf» ins Leben gerufen, um die Interessen der Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft zu vertreten und ihre Anliegen gebündelt gegenüber dem Kanton zu präsentieren. Aus der früher gegründeten Interessengemeinschaft basellandschaftlicher Gemeinden entstand der VBLG. Mit der Gründung des VBLG wurde eine Plattform geschaffen, die es den Gemeinden ermöglicht, ihre Autonomie und Unabhängigkeit zu bewahren und gleichzeitig in einem strukturierten Rahmen mit dem Kanton zusammenzuarbeiten. Der erste Präsident des VBLG, Peter Meschberger, erinnert sich: «Es war nicht einfach, den Regierungsrat von Anfang an für die Anliegen der Gemeinden zu gewinnen. Doch wir haben es geschafft, dass der Verband als wichtiger Partner wahrgenommen wurde.» Die ersten fünf Jahre waren geprägt von intensiven Verhandlungen, aber auch von zunehmender Anerkennung seitens der kantonalen Behörden. «Der VBLG hat es geschafft, dass der Verband als wichtiger Partner wahrgenommen wurde.» Peter Meschberger, Präsident VBLG 1999–2004 Im Jahr 2012 setzte der VBLG ein weiteres Zeichen mit der Verabschiedung der Charta von Muttenz. Diese Charta stellt einen bedeutenden Schritt in der Weiterentwicklung der Gemeindeautonomie dar und fordert mehr Handlungsspielraum für die Baselbieter Gemeinden. Sie war das Resultat intensiver Diskussionen und wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Gemeinden unterschiedlicher Grösse erarbeitet. Die damalige Präsidentin, Myrta Stohler, betont: «Diese Charta stärkt die Rolle der Gemeinden.» Durch die Charta wurde den Gemeinden mehr Autonomie in Entscheidungsprozessen eingeräumt, was ihnen erlaubte, flexibler und effizienter auf lokale Herausforderungen zu reagieren. Ein zentrales Anliegen des VBLG war von Beginn an die Verankerung der Grundprinzipien der Subsidiarität, der fiskalischen Äquivalenz und der Gemeindeautonomie in der Kantonsverfassung. Diese Bemühungen führten zu einem bedeutenden Erfolg: zur Einführung des neuen § 47a in die Verfassung des Kantons Basel-Landschaft. Diese Verfassungsänderung stärkte die Unabhängigkeit der Gemeinden und sicherte ihnen eine wichtige Rolle in der kantonalen Politik. VAGS – Verfassungsauftrag Gemeindestärkung – wurde danach zum projektbezogenen Instrument für diese neue Zusammenarbeit. Damit war erreicht, dass die Gemeinden nicht erst im Rahmen einer Vernehmlassung zu sie betreffenden Erlassen Stellung nehmen, sondern an entsprechenden Gesetzes- oder Verordnungsänderungen ganz am Anfang paritätisch mitwirken können. In den vergangenen Jahren stand der VBLG vor neuen Herausforderungen. Die durch die Vermögenssteuerreform verursachten finanziellen Verluste der Gemeinden waren ein grosses Thema. Regula Meschberger, die aktuelle Präsidentin, hebt hervor: «Es war uns ein Anliegen, die Verluste der Gemeinden durch die Vermögenssteuerreform zu kompensieren. Der VBLG hat massgeblich dazu beigetragen, dass der Kanton die Gemeinden mit zehn Millionen Franken unterstützt.» Diese erfolgreiche Verhandlung war ein Beweis für die konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Verband und dem Regierungsrat, die bis heute eine der tragenden Säulen der Arbeit des VBLG ist. Doch nicht nur externe Herausforderungen wie die Steuergesetzgebung fordern den VBLG. Auch intern musste der Verband sich neu aufstellen und neue Perspektiven entwickeln, um den veränderten Bedingungen gerecht zu werden. Steigende Baukosten, der demografische Wandel sowie Veränderungen im Steuersubstrat sind nur einige der Themen, mit denen sich die Gemeinden auseinandersetzen müssen. Nebst der Interessenvertretung gegenüber Kanton und Bund bietet der VBLG auch zahlreiche Services wie Infoveranstaltungen, Stellungnahmen bei Vernehmlassungen, Seminare oder Musterreglemente. Alle 86 Gemeinden im Kanton sind Mitglied des VBLG. Matthias Gysin, der Geschäftsführer des VBLG, ist optimistisch, dass der Verband auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. «Wir werden die Gemeinden weiterhin aktiv unterstützen, ob in der Digitalisierung, im Bereich Bildung oder bei der Zusammenarbeit mit dem Kanton. Der VBLG bleibt dran!», so Gysin. Für die kommenden Jahre plant der Verband eine intensivere Kooperation zwischen den Gemeinden und verstärkte Bildungs- und Informationsangebote, um alle Mitglieder bestmöglich auf die zukünftigen Aufgaben vorzubereiten. Nicole Bell

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