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Die Schweiz ist das Land der Freiwilligen

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit einem besonders starken freiwilligen Engagement und einer sehr aktiven Vereinslandschaft. Oder wie Fanni Dahinden, Leiterin der Fachstelle «Vitamin B», es ausdrückt: «Vereine gehören zur DNA der Schweiz.» Der «Freiwilligen‑Monitor 2025» zeigt, dass 66 Prozent der Bevölkerung freiwillige Arbeit leisten, 41 Prozent davon in Verbänden oder Vereinen – ein im internationalen Vergleich sehr hoher Wert. Die «Schweizer Gemeinde» nimmt das Internationale UNO-Jahr der Freiwilligen 2026 zum Anlass, um diese Ausgabe den oft stillen Alltagsheldinnen und -helden auf kommunaler Ebene zu widmen. Die Artikel aus Spiez (BE), Vordemwald (AG) und Lyss (BE) verdeutlichen, dass unter anderem ein enger Austausch sowie eine Anerkennung der geleisteten Vereinsarbeit das A und O einer gelingenden Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Vereinen sind. Um den Vereinsnachwuchs zu fördern, ist Flexibilität gefragt, und kurzfristige sowie unverbindliche Einsätze werden bevorzugt. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre, und bleiben Sie inspiriert! «Die Schweiz gehört zu den Ländern mit einem besonders starken freiwilligen Engagement und einer sehr aktiven Vereinslandschaft.» Nina Ammon, Fachverantwortliche Soziales, Familie/Gesellschaft und Kultur, Schweizerischer Gemeindeverband Nina Ammon

Frischer Wind für unsere Gemeinden

Extreme Hitzewellen im Sommer sind seit einigen Jahren an der Tagesordnung. Dürre, Wärmeinseln, vulnerable Personen: Diese Herausforderungen fallen in erster Linie in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinden, die eine beeindruckende Vielfalt an innovativen Lösungen entwickeln. In Gordola (TI) wird der Dürre durch eine Versorgung mit Quellwasser und eine schnelle Lecksuche entgegengewirkt. Die Burgergemeinde Visp (VS) bekämpft nicht nur die Auswirkungen der Klimaerwärmung, sondern auch deren Ursachen dank einer Klimastrategie zur Reduzierung des CO₂-Fussabdrucks. Biel (BE) sucht Lösungen gegen die grosse Hitzeinsel in seinem Zentrum. Entdecken Sie auch das Projekt «Cool City» des Kantons Genf, die Entsiegelungsmassnahmen im Siedlungsraum Windisch (AG) oder die Studie der Ostschweizer Fachhochschule zu kühlen Räumen in der Stadt. Diese Ausgabe befasst sich zudem mit digitaler Inklusion, der Förderung der Elektromobilität, dem bevorstehenden Inkrafttreten der zweiten Teilrevision des Raumplanungsgesetzes (RPG 2) sowie der Gemeindeumfrage zu Digitalisierung. Wir wünschen Ihnen eine erfrischende Lektüre – und bleiben Sie cool! «Dürre, Wärmeinseln, vulnerable Personen: Diese Herausforderungen fallen in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinden, die eine beeindruckende Vielfalt an innovativen Lösungen entwickeln.» Eloïse Eperon, Fachverantwortliche Migration und Integration, Schweizerischer Gemeindeverband Eloïse Eperon

Nicht nur ein einfacher Spielplatz

Der Frühling ist zurück, und mit ihm die Lust, rauszugehen und Spielplätze zu entdecken. Diese Plätze für die Kleinsten werden in Uster (ZH) zum generationenübergreifenden Treffpunkt, wo Begegnungen über das Spiel hinaus möglich werden. Denn auch wenn sie hauptsächlich für das Spielen genutzt werden, haben diese Orte viele weitere Facetten. In La Tour-de-Peilz (VD) zeichnet sich der Spielplatz beim Spielmuseum durch seine überdimensionierten Mikado-Stäbe und Spielkarten aus, eingebettet in die Kulisse des Schlosses aus dem 13. Jahrhundert. In Melide (TI) verkörpert der Spielplatz mit Piratenschiff, einer der meistbesuchten im Tessin, einen kulturellen Kompromiss zwischen Sprachregionen, familiären Erwartungen und lokalen Zwängen – bis hin zu Debatten über Lärm und Zugangsbeschränkungen. Ab dem 1. April 2025 stellt die Revision des Umweltschutzgesetzes eine zusätzliche Herausforderung für die Spielplätze dar; es geht um die Sanierung von belasteten Böden, auf denen regelmässig Kleinkinder spielen. Die Gemeinden haben bis 2060 Zeit, um eine 60-prozentige Kofinanzierung durch den Bund in Anspruch zu nehmen. In dieser Ausgabe erläutern wir diese neuen Verpflichtungen und geben konkrete Hinweise für deren Umsetzung. Zudem geben wir Ihnen einen Vorgeschmack auf die Diskussionen zur Einführung der e-ID, die wir im Rahmen unserer GV führen werden. Wir wünschen eine interessante Lektüre! «Denn auch wenn sie hauptsächlich für das Spielen genutzt werden, haben Spielplätze viele weitere Facetten.» Manon Röthlisberger, stv. Direktorin Schweizerischer Gemeindeverband Manon Röthlisberger

Bereit für die Suisse Public!

Haben Sie Ihr Ticket für die Suisse Public bereits? Die Messe in Bern ist alle drei Jahre ein Highlight für Werkhofchefs und Gemeindemitarbeitende ganz allgemein. Von den neusten Kommunalfahrzeugen über Recyclinglösungen bis hin zu Hebebühnen für die Gebäudereinigung: An der Suisse Public zeigt sich ein breiter Strauss von Anbietern für die Kommunaltechnik. In der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Gemeinde» stimmen wir uns mit einem ebenso breiten Strauss an Themen auf die Messe ein. Wir berichten vom digitalisierten Entsorgungspark in Adliswil (ZH), von einer riesigen Altlastensanierung in Solothurn, innovativer Grünflächenpflege in Montreux (VD) und der Etablierung der Plastiksammlung in Tessiner Gemeinden. Die Berichte zeigen einmal mehr, wie innovativ Schweizer Gemeinden unterwegs sind. Übrigens: Die diesjährige Generalversammlung des Schweizerischen Gemeindeverbands findet am 18. Juni ebenfalls im Rahmen der Suisse Public statt und widmet sich dem Thema E-ID. Zudem dürfen wir Bundesrat und Ex-Gemeindepräsident Albert Rösti für eine Festrede begrüssen. Nehmen Sie an der GV teil, so ist der Eintritt an die Messe inklusive. Die Einladung erhalten Sie in diesen Tagen. Wir freuen uns auf Sie! «Diese Ausgabe zeigt einmal mehr, wie innovativ Schweizer Gemeinden unterwegs sind.» Nadja Sutter, Chefredaktorin «Schweizer Gemeinde» Nadja Sutter

Gemeinden als Arbeitgeber: ein Potenzial, das es zu nutzen gilt

Sind Sie in Ihrer Gemeinde auch vom Fachkräftemangel betroffen oder haben Mühe, genügend Leute für ein Engagement in der Exekutive oder in Kommissionen zu finden? Fest steht: Die Gemeinden sind wichtige Lehrbetriebe und bieten in verschiedenen Bereichen eine vielseitige Arbeit und berufliche Perspektiven an. Für viele ist ein politisches Engagement in der Gemeinde das schönste Amt, das man ausüben kann. Trotz der grossen Verantwortung kann man die Gemeinde aktiv mitgestalten und das Leben der Einwohnerinnen und Einwohner massgeblich prägen. Im Wettbewerb um qualifizierte Fachleute wie auch bei der Besetzung politischer Ämter gilt es, «out of the box» zu denken und neue Wege zu gehen. Neben attraktiveren Arbeitsbedingungen und gezielter Nachwuchsförderung, etwa mit modernen Stellenausschreibungen und praxisnahen Weiterbildungen, bieten auch neue Arbeitsmodelle für die Verwaltung grosse Chancen. Lesen Sie in dieser Ausgabe, wie der Verein «Generation Gemeinderat» das Selbstbewusstsein junger Menschen stärken und sie für die Gemeindepolitik begeistern will. Oder was die Berner und Tessiner Gemeinden unternehmen, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Dass man auch erfolgreich im Kadertandem auf operativer und strategischer Ebene unterwegs sein kann, zeigt der Erfahrungsbericht der Gemeinde Hitzkirch (LU). Lassen Sie sich mitreissen! «Im Wettbewerb um qualifizierte Fachleute wie auch bei der Besetzung politischer Ämter gilt es, «out of the box» zu denken und neue Wege zu gehen.» Claudia Kratochvil-Hametner, Direktorin Schweizerischer Gemeindeverband Claudia Kratochvil-Hametner

Künstliche Intelligenz: viele Chancen, grosse Risiken

Künstliche Intelligenz (KI) kann mittlerweile viel: Sie hat zum Beispiel die Titelseite dieser Ausgabe gestaltet. Sie könnte bestimmt auch innerhalb weniger Sekunden dieses Editorial schreiben. Hinter dem Text, den Sie gerade lesen, steckt allerdings ein Mensch. Denn die KI kann zwar schön formulieren, mit der Praxisnähe und der Wahrheit hat sie es allerdings nicht so – genau das ist der «Schweizer Gemeinde» aber wichtig. Und schon sind wir mittendrin im Thema. KI bietet viele Chancen für Gemeindeverwaltungen, und nicht wenige nutzen die neue Technologie bereits sinnvoll. Gemeinden haben aber auch eine grosse Sorgfaltspflicht. Sie sind für den Schutz der Daten der Einwohnerinnen und Einwohner verantwortlich und müssen sicherstellen, dass sie nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Mit dem unbedarften Einsatz eines KI-Tools ist das aber schnell passiert. Deshalb rät ein KI-Experte in dieser Ausgabe: Alle Gemeinden sollten sich mit KI beschäftigen und festlegen, wie die Mitarbeitenden die Technologie brauchen sollen. Zollikofen (BE) hat das bereits getan. Weshalb Richtlinien allein aber nicht reichen, lesen Sie in dieser Ausgabe. «Gemeinden sind für den Schutz der Daten der Einwohnerinnen und Einwohner verantwortlich und müssen sicherstellen, dass sie nicht an die Öffentlichkeit gelangen.» Nadja Sutter, Chefredaktorin «Schweizer Gemeinde» Nadja Sutter

Das liebe Geld

Der Bund muss sparen. Zwar steht der Bund im internationalen Vergleich finanziell blendend da, doch drohen ab 2027 Defizite. Der Bundesrat hat daher das Entlastungspaket 27 aufgegleist – ohne Mitwirkung der Gemeinden und Kantone und ohne deren Einwände zu berücksichtigen. Das geht so nicht. Es gibt daher nur eine Schlussfolgerung: Übungsabbruch und zurück auf Start. Ein Artikel in diesem Heft beleuchtet die Hintergründe. Für die Gemeinden ist eine vorausschauende Finanzpolitik, welche die Fähigkeit stärkt, auch in Krisenzeiten zu bestehen, mindestens so wichtig wie für den Bund. Das von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und von der BDO entwickelte Playbook zeigt, wie der Weg zu einer Finanzstrategie aussehen kann, welche die finanzielle Resilienz befördert. Die Union des Communes Vaudoises bietet ihren Gemeinden ein Dokument zur Unterstützung bei der Finanzanalyse und -planung sowie massgeschneiderte Unterstützung an. Manchmal hilft jedoch Beratung allein nicht weiter; es fehlt schlicht an Geld. Hier kann die Schweizer Patenschaft für Berggebiete einspringen, wie das Beispiel Jaun (FR) zeigt. Wir wünschen eine anregende Lektüre! «Für die Gemeinden ist eine vorausschauende Finanzpolitik, welche die Fähigkeit stärkt, auch in Krisenzeiten zu bestehen, mindestens so wichtig wie für den Bund.» Silvan Müggler, Fachverantwortlicher der Politikbereiche Digitalisierung, Wirtschaft und Finanzen, Schweizerischer Gemeindeverband Silvan Müggler

Wie Gemeinden Wohnraum schaffen

Die Wohnraumknappheit hat sich in den letzten Jahren drastisch verschärft. Lange Warteschlangen bei Wohnungsbesichtigungen sind in grossen Städten wie Zürich oder Genf schon länger Realität. Nun spitzt sich die Lage aber auch in ländlichen Zentren und besonders in touristischen Berggemeinden zu. Das hat Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft, wenn etwa potenzielle Arbeitskräfte keine Wohnung finden. Und schliesslich fehlen auch junge Familien mit Kindern, welche die Schulen in abgelegenen Regionen am Leben erhalten. Die gesunkene Leerwohnungsziffer hat also ganz konkrete Auswirkungen auf die Gemeinden. Wie diese damit umgehen und welche Lösungsansätze es auf Gemeindeebene gibt, zeigen wir in dieser Ausgabe: zum Beispiel mit dem Generationenhaus in der Walliser Gemeinde Saint Martin oder dem neuen Dorfzentrum mit Wohnraum in Entlebuch (LU). Der Gemeindepräsident von Gonten (AI) erklärt zudem, dass eine Leerwohnungsziffer von 0 nicht bedeuten muss, dass es gar keine freien Wohnungen gibt. Schliesslich haben wir auch auf oberster Ebene nachgefragt: Martin Tschirren, Direktor des Bundesamtes für Wohnungswesen, erläutert, welche Schritte der Bund gegen die Wohnraumknappheit unternimmt und weshalb die Gemeinden dabei eine so wichtige Rolle spielen. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre! «Die gesunkene Leerwohnungsziffer hat ganz konkrete Auswirkungen auf die Gemeinden.» Nadja Sutter, Chefredaktorin «Schweizer Gemeinde» Nadja Sutter

Digitaler Boost, analoge Verantwortung

Ende September hat das Stimmvolk die E-ID knapp angenommen. Das gibt zahlreichen digitalen Behördendienstleistungen einen Boost: Die Verwaltungen werden schon bald spürbar digitaler. Was gleich bleibt, ist die Verantwortung für den korrekten Umgang mit den Daten, seien diese nun analog oder digital. Die Gemeinden sind verpflichtet, den Datenschutz und die korrekte Archivierung sensibler Dokumente zu gewährleisten. Und sie sind gut beraten, in die Cybersicherheit zu investieren sowie Notfallkonzepte zu erarbeiten, auf die sie bei einem Systemausfall zurückgreifen können. In dieser Ausgabe der «Schweizer Gemeinde» finden Sie aktuelle Beispiele, wie Gemeinden das Datenmanagement angehen. Doch zurück in die analoge Welt: Seit 25 Jahren garantiert die Bundesverfassung die Gemeindeautonomie und verlangt vom Bund, in seinem Handeln Rücksicht auf die Anliegen der kommunalen Ebene zu nehmen. Nicht immer nimmt er diese Verpflichtung gleich ernst. Ende September haben der Schweizerische Gemeindeverband und der Schweizerische Städteverband Bundesrat Beat Jans im Bundeshaus an den «Gemeinde-Artikel» erinnert. Wir sind zuversichtlich, dass Herr Jans unsere Deklaration nicht nur korrekt archivieren, sondern auch eingehend studieren wird. «Die Gemeinden sind verpflichtet, den Datenschutz und die korrekte Archivierung sensibler Dokumente zu gewährleisten.» Fabio Pacozzi, Leiter Kommunikation, Schweizerischer Gemeindeverband Fabio Pacozzi

Grünräume: die Oasen der Gemeinden

Grünräume im Siedlungsgebiet sind immer auch Orte für Pausen: Sitzbänke stehen dort, Spazierwege führen hindurch, sie laden ein zum Verweilen und Innehalten. Im Grünen atmen die Menschen durch – und die Natur erhält ihren Platz. Im besten Fall erfüllen Grünräume aber noch viele weitere Aufgaben: In Schwammstädten halten sie bei heftigen Regenfällen Wasser zurück, was Überschwemmungen verhindert und das Wasser speichert, das eben diese Grünräume nährt. Grünflächen können bei richtiger Gestaltung die Biodiversität fördern und in den heissen Sommermonaten zur Abkühlung beitragen. Zudem können sie Menschen motivieren, sich mehr zu bewegen, zum Beispiel auf Pausenplätzen und in Pärken. Damit Grünräume all diese Funktionen erfüllen können, müssen sie gut geplant und gepflegt werden. Hier sind die Gemeinden am Zug. In dieser Ausgabe stellen wir diverse gute Beispiele vor: Von der grünen Umgestaltung einer Quartierstrasse in Zofingen (AG) über das Seeufer in Horw (LU), das nach der Sanierung wilder, aber auch lebendiger geworden ist, bis hin zur Neugestaltung eines Pausenplatzes in Yverdon-les-Bains (VD). Wir wünschen eine anregende Lektüre! «Damit Grünräume all ihre Funktionen erfüllen können, müssen sie gut geplant und gepflegt werden.» Nadja Sutter, Chefredaktorin «Schweizer Gemeinde» Nadja Sutter

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