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Integration: Das erfolgreiche Modell der St. Galler Gemeinden

Im Kanton St. Gallen ist die Gemeindeautonomie im Asylbereich sehr gross; die Gemeinden sind direkt zuständig für die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge. Um diese Aufgabe besser bewältigen zu können, insbesondere auch die Erstunterbringung der Flüchtlinge mit Bleiberecht, haben sich die Gemeinden zusammengeschlossen. Der TISG bietet nicht nur Unterstützung, sondern auch Fachwissen. Alle 75 St. Galler Gemeinden sind bei uns Mitglied. Der TISG ist zuständig für die Zuweisungen der Flüchtlinge aus den Zentren auf die Gemeinden. Wir bedienen die Gemeinden zudem mit Informationen in Bezug auf das Asylwesen allgemein, aber auch zu einzelnen Personen. Die Zusammenarbeit ist sehr eng und basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Der TISG hat sehr schlanke Strukturen und schnelle Entscheidungswege, weshalb wir sehr schnell reagieren konnten. Wir haben in den letzten drei Jahren unsere Kapazitäten in den Erstunterbringungszentren versechsfacht und rasch ein neues Zentrum für ukrainische Flüchtlinge eröffnen können. Teils bieten uns Gemeinden Unterbringungsmöglichkeiten an, teils Private. Wenn Anfragen von Privaten kommen, informieren wir als Erstes die Gemeinde. Sie sind schliesslich unsere Mitglieder und müssen einverstanden sein. Eine sorgfältige Kommunikation mit der Gemeinde und der Bevölkerung ist sehr wichtig – das heisst nicht, dass es keinen Widerstand gibt, aber es erhöht die Erfolgschancen. Das stimmt, und es ist tatsächlich schwierig, angemessene Wohnungen für die Flüchtlinge in den Gemeinden zu finden. Mit unseren Zentren für die Erstunterbringung haben wir wichtige Puffer, wenn nicht sofort eine Wohnung gefunden werden kann. Ja, das hat gut funktioniert. Wir setzen auf eine enge Zusammenarbeit mit privaten Partnern und eine marktnahe Struktur. Bei einer grösseren Nachfrage reagieren die Anbieter rasch, oder neue Anbieter springen ein. 2024 ging die Zahl der Gesuche zurück, das hat etwas geholfen, die Lage zu entspannen. Wenn die Gesuche noch einmal stark zunehmen würden, würde es für uns aber schwierig. Man muss bedenken: Die Asylsuchenden durchlaufen zunächst die Strukturen des Bundes und der Kantone, aber am Ende sind sie in den Gemeinden und bleiben bei einem Bleibeentscheid auch langfristig da – nicht selten ihr ganzes Leben lang. «Die Asylsuchenden durchlaufen zunächst die Strukturen des Bundes und der Kantone, aber am Ende bleiben sie in den Gemeinden.» Claudia Nef, Geschäftsführerin Trägerverein Integrationsprojekte St. Gallen Für die St. Galler Gemeinden würden das finanzielle Einbussen von rund 42 Millionen Franken ab 2028 bedeuten. Die Sparmassnahmen würden das fragile Gleichgewicht der verschiedenen Staatsebenen im Asylbereich in Schieflage bringen. Der Vorschlag bedeutet eine Lastenverschiebung zu den Gemeinden. Dieser Vorschlag ist nicht nachhaltig. Die Investition in die Bildung ist enorm wichtig. Rund zwei Drittel der Asylsuchenden sind unter 30 Jahre alt. Je prekärer ihre Jobs sind, desto schneller fallen sie aus dem Arbeitsmarkt und sind auf Sozialhilfe angewiesen: Wenn jemand als Erntehelfer in der Landwirtschaft arbeitet, wird er oder sie das kaum bis zur Pensionierung tun können. Mit guten Deutschkenntnissen und einer Berufsausbildung sind die Chancen viel höher, dass jemand länger im Arbeitsmarkt bleibt und nicht auf Sozialhilfe angewiesen ist. Nicht zuletzt profitiert davon auch die Gesellschaft als Ganzes. Nadja Sutter

Die Zuger Gemeinden setzen auf E-Kehrichtfahrzeuge

In einer unscheinbaren Halle ganz am Ende der Industriezone Gulmmatt oberhalb von Baar (ZG) stehen sie: Die acht Kehricht- und Grüngutfahrzeuge mit Stromantrieb, die seit Januar 2025 in den elf Zuger Gemeinden unterwegs sind. Oberhalb der Lastwagen ist an der Decke der Halle ein Kasten angebracht, der je nach Status unterschiedlich leuchtet: Blau heisst, dass das Fahrzeug gerade geladen wird, und grün heisst, dass es fertig geladen ist. In den parkierten Fahrzeugen steckt ein schwarzer Stecker – genau wie er auch für Elektroautos verwendet wird, wie Reto Hürlimann anmerkt. Er ist Geschäftsführer der R. Hürlimann AG, welche die Mandate für die Kehricht- und Grüngutsammlung vom Zeba Zug erhalten hat. Der Zeba ist ein Zweckverband, der im Auftrag aller elf Zuger Gemeinden die Abfallbewirtschaftung verantwortet. Der Zeba und damit die Gemeinden gaben denn auch den Anstoss für die E-Kehricht- und E-Grüngutlastwagen, wie Geschäftsführerin Heidi Oswald erzählt. «Wir sehen uns als innovativen Zweckverband, und in unseren Leitlinien ist festgehalten, dass Ökologie genau so wichtig ist wie Ökonomie», sagt sie. «Wir möchten zudem als öffentliche Hand unsere Vorbildfunktion wahrnehmen.» Als es um die neue Ausschreibung der Abfallsammlung ging, hielt der Verband fest, dass als Antrieb nur Wasserstoff oder Strom aus erneuerbaren Quellen in der Schweiz infrage kommt. «Erste Pilotprojekte sind bereits erfolgreich gelaufen, die Technologie ist geprüft. Die Zeit ist reif für alternative Antriebe in der Abfallsammlung», fügt Heidi Oswald hinzu. Die R. Hürlimann AG gewann die Ausschreibung und machte sich sodann an die Beschaffung der Fahrzeuge. Acht neue Fahrzeuge zogen ein, vier Dreiachser sowie vier Vierachser mit einem Kran zum Leeren der Unterflurcontainer. Die Dreiachser sind Fahrzeugtypen, die regulär auf dem Markt erhältlich sind, die Vierachser mussten speziell für die Bedürfnisse in Zug hergestellt werden. «Die Zeit ist reif für alternative Antriebe in der Abfallsammlung.» Heidi Oswald, Geschäftsführerin Zweckverband Zeba Die Elektrofahrzeuge sind rund doppelt so teuer in der Anschaffung wie Dieselfahrzeuge. So kosteten die Dreiachser 500 000 Franken, die Vierachser mit Kran sogar 950 000 Franken. Im Unterhalt sind sie jedoch wesentlich günstiger als die Dieselfahrzeuge. «Wir haben eine Vollgarantie auf die Batterien für acht bis zehn Jahre, und der Service ist inbegriffen», erklärt Reto Hürlimann. Heidi Oswald ergänzt: «Über die ganze Lebensdauer der Fahrzeuge gerechnet sind die E-Lastwagen nicht teurer.» Für den Zeba sei der Preis gleich wie vorher mit Dieselfahrzeugen. «Dass sich die neue Technologie auch finanziell lohnt, hilft sicher, dass sie sich langfristig durchsetzen kann», glaubt Heidi Oswald. Der Strom für den Betrieb kommt von der grosszügigen Solaranlage im Industriepark Gulmmatt. Dort werden die Fahrzeuge jeweils über Nacht geladen – jene, die in der Nähe unterwegs sind, laden jeweils auch in der Mittagspause auf. Die Lösung ist allerdings noch nicht ideal, denn die Fahrzeuge sind tagsüber, wenn die Sonne scheint, mehrheitlich unterwegs. «Wir planen, eine Speicheranlage zu bauen, um den tagsüber produzierten Strom speichern und für die nächtliche Ladung der Fahrzeuge verwenden zu können», sagt Reto Hürlimann. Dafür brauche es aber noch Abklärungen. Sicher ist aber: Die Leistung der E-Fahrzeuge ist besser als jene, die mit Diesel betrieben sind. Und auch die Chauffeure sind zufrieden, wie Reto Hürlimann sagt: Sie lobten das neue Fahrgefühl. Für die Mitarbeitenden, die hinten mitfahren, sei es zudem angenehmer weil die Fahrzeuge leiser seien und keine Abgase produzierten. Feinjustierungen seien aber noch nötig, insbesondere bei der Fahrweise. Dazu bietet das Unternehmen Schulungen für seine Chauffeure an und hat auch bereits Anpassungen vorgenommen. Nicht ganz einfach ist die Planung, weil gerade beim Grüngut die Abfallmenge je nach Jahreszeit und Wetter stark variiert – und weil im Versorgungsgebiet laufend neue Unterflurcontainer dazukommen. «Wir möchten bis 2030 in allen Gemeinden ausschliesslich Unterflurcontainer und keine Rollcontainer mehr im Einsatz haben», sagt Heidi Oswald. Werden neue Unterflurcontainer in Betrieb genommen, heisst das auch, dass sich die Routen für die Abfallsammlung ändern. Zudem bedeutet diese Umstellung, dass die Fahrzeugflotte sowohl in der Lage sein muss, Rollcontainer als auch Unterflurcontainer zu leeren. «Wir müssen in diesem ersten Jahr nun Erfahrungen sammeln», fasst Reto Hürlimann zusammen. «Wir sind gut gestartet und meistern diese Herausforderung, haben aber noch Potenzial zur Optimierung.» Heidi Oswald pflichtet ihm bei: «Der Start und die Umstellung waren herausfordernd. Seither läuft es aber rund. Als Verband sind wir mit dieser Lösung sehr zufrieden.» Und auch aus der Bevölkerung gebe es viele positive Rückmeldungen. Nadja Sutter

Starke Gemeinden, starker Staat: eine GV im Zeichen des Gemeindeartikels

Dieses Jahr ist für den Schweizerischen Gemeindeverband (SGV) ein wichtiges Jubiläumsjahr. Nein, nicht der SGV feiert Jubiläum (er wird unspektakuläre 72 Jahre alt), sondern der Gemeinde-Artikel in der Bundesverfassung: Er feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. «Der Gemeinde-Was?», fragen Sie sich vielleicht. Konkret handelt es sich um den Artikel 50 in der Bundesverfassung, der mit der revidierten Bundesverfassung im Jahr 2000 in Kraft trat. Er besteht aus drei Absätzen: 1. Die Gemeindeautonomie ist nach Massgabe des kantonalen Rechts gewährleistet. 2. Der Bund beachtet bei seinem Handeln die möglichen Auswirkungen auf die Gemeinden. 3. Er nimmt dabei Rücksicht auf die besondere Situation der Städte und der Agglomerationen sowie der Berggebiete. Diese Absätze sind zentral für die politische Einbindung der Gemeinden auf Bundesebene und garantieren die kommunale Autonomie. Der Artikel bildet somit auch die Grundlage für die politische Arbeit des SGV, der zu zahlreichen Bundesvorlagen Stellung nimmt und darin die Position der Gemeinden verteidigt. Der SGV war ebenso wie der Städteverband massgeblich in die Ausarbeitung des Gemeinde-Artikels involviert. Ein würdiges Jubiläum also, das es zu feiern gilt. Der SGV tut dies an seiner diesjährigen Generalversammlung. Diese findet am 6. Juni in Vernier (GE) statt, im ikonischen Lignon-Komplex, der das mit einem Kilometer längste Wohngebäude der Schweiz umfasst. Der SGV wird an seiner GV den Gemeinde-Artikel nicht nur feiern, sondern die Rolle der Gemeinden im Bundesstaat auch kritisch beleuchten. Dafür treffen in einer Podiumsdiskussion Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden, Kantonen und Bund aufeinander. Zudem wird der SGV eine Deklaration vorstellen, welche die Position der Gemeinden und Städte im Staat festigen soll. Das ist auch in Zukunft wichtig, wie SGV-Präsident und Ständerat Mathias Zopfi am Sessionsanlass der parlamentarischen Gruppe Kommunalpolitik im März betonte: «Der Einbezug der kommunalen Ebene wird dort hoch gewichtet, wo es den (Bundes- und Kantons-)Behörden gut ins Konzept passt. Wo dies nicht der Fall ist, sind die Behörden rasch etwas skeptischer.» Diskutieren Sie an unserer GV mit! Ob Ihre Gemeinde SGV-Mitglied ist oder nicht, wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Melden Sie sich noch heute an: https://www.chgemeinden.ch/de/ueber-uns/generalversammlung/index.php Nadja Sutter

Grenchen kämpft erfolgreich gegen Littering

Als Grenchen 2020 den ersten Clean-up-Day organisierte, traf die Solothurner Stadt offenbar einen Nerv. Mehr als 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen und halfen mit, Grenchen von achtlos weggeworfenem Abfall zu befreien. Drei Jahre später verzeichnete der Clean-up-Day sogar einen Teilnehmerrekord: 730 Personen waren 2023 mit dabei. Das grosse Engagement der Bevölkerung freut Sandra Marek, Sachbearbeiterin Stadtplanung und Energiestadtkoordinatorin bei der Stadt Grenchen. Sie ist bei der Baudirektion zuständig für das Thema Littering und hilft unter anderem mit, den Clean-up-Day zu organisieren. Dieser ist eine schweizweite Aktion der IGSU (Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt) und wird in zahlreichen Gemeinden und Städten durchgeführt. 2019 kam aus der Politik der Anstoss, diesen Tag auch in Grenchen umzusetzen. Und die Stadt legt sich seither besonders ins Zeug: 2021 gewann die Stadt sogar einen Preis der IGSU für den kreativsten Clean-up-Day. Mit dem gewonnenen Ausflugsgutschein besuchten die Teilnehmenden ein Entsorgungscenter und lernten Interessantes zum Thema Plastikrecycling. Jedes Jahr überlegt sich das OK eine besondere Aktion im Rahmen des Clean-up-Days, letztes Jahr zum Beispiel einen Gestaltungswettbewerb für die Schulen. Die Schulen seien ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen Littering, wie Sandra Marek erklärt. Sensibilisierungsmassnahmen gegen Littering sind fix im Stundenplan verankert. Im Turnus putzen Schulklassen einmal die Woche den Pausenplatz, und jährlich werden drei Schullektionen dem Umweltunterricht der Stiftung Pusch gewidmet. Darin geht es nicht nur um Littering, sondern allgemein um den Umgang mit Ressourcen. Ein weiterer Baustein im Kampf gegen Littering sind in Grenchen die Raumpatenschaften. Dabei verpflichten sich Freiwillige aus der Bevölkerung, einen bestimmten Ort in der Stadt – zum Beispiel eine Bushaltestelle, den Raum um eine Parkbank oder einen Spielplatz – regelmässig von Abfall zu befreien. Die Idee: Liegt kein Abfall herum, so ist die Hemmschwelle grösser, Müll achtlos auf den Boden zu werfen. 2021 startete das Projekt, heute betreuen 28 Raumpatinnen und Raumpaten 29 Gebiete. «Wir haben in diesem Programm sehr engagierte Leute, die uns immer wieder wertvolle Inputs geben», sagt Sandra Marek. Eine Familie, die regelmässig einen Spazierweg entlang eines Bachs von Abfall befreit, hat zum Beispiel selbst kleine Aschenbecher aus Blechdosen gebastelt und an den Parkbänken angebracht. Seither liegen auf dem Abschnitt deutlich weniger Zigarettenstummel am Boden. Bei anderen Raumpatinnen und Raumpaten haben die Aufräumaktionen die Situation so stark verbessert, dass ihr Einsatz gar nicht mehr nötig war – und sie sich ein neues Gebiet gesucht haben. «Uns ist es sehr wichtig, Wertschätzung für das grosse Engagement der Raumpatinnen und Raumpaten zu zeigen», sagt Sandra Marek. Regelmässig organisiert die Stadt deshalb ein Treffen. Das zeigt den Raumpatinnen und Raumpaten einerseits, dass sie mit ihrem Engagement nicht allein sind, und stellt andererseits den Kontakt zur Stadt sicher. Das Engagement der Stadt Grenchen zahlt sich aus. Seit 2023 trägt sie das No-Littering-Label der IGSU. Um das Label zu erhalten, muss eine Gemeinde mindestens fünf Massnahmen im Kampf gegen Littering umsetzen. Im Falle von Grenchen sind dies der jährliche Clean-up-Day, das Raumpatenprojekt, der Umweltunterricht sowie die «Pausenplatz-Putzete» in den Schulen. Dazu kommt eine jährlich wechselnde Massnahme, 2025 war dies ein zusätzlicher Clean-up-Day an der Aare zusammen mit dem Verein Abfalltaucher am 15. März. Rund 30 Taucher bargen mithilfe von Hebeballons eine grosse Menge an Abfall aus der Aare. Bootshelfer zogen die Fundstücke aus dem Wasser und übergaben sie an rund 60 Landhelfer. Unter den geborgenen Objekten befanden sich zwei Töffli, 25 Velos, 18 Reifen, etwa 300 Kilogramm Kupferkabel, ein Ruderboot, eine Büroeinrichtung, ein Sofa, zahlreiche Ölfässer, eine Matratze sowie eine Flaschenpost eines Kindergartens aus Studen. «Mit dem IGSU-Label können wir unser Engagement sichtbar machen», erklärt Sandra Marek. Die Stadt nutze das Label vor allem in der Kommunikation. «Wichtiger als das Label ist es für uns, die Massnahmen umzusetzen, mit dem Ziel eines sauberen und angenehmen Stadtbildes.» Und dass die Massnahmen nützen, erfährt der Werkhof ganz direkt. Zwar gebe es noch immer Littering-Hotspots, so Sandra Marek. Aber: «Im Grossen und Ganzen hat das Littering stark abgenommen.» Die Mitarbeitenden des Werkhofs haben weniger Arbeit mit achtlos weggeworfenem Abfall und dadurch mehr Ressourcen für andere Aufgaben. «Wichtiger als ein Label ist es uns, die Massnahmen umzusetzen, mit dem Ziel eines sauberen und angenehmen Stadtbildes.» Sandra Marek, Sachbearbeiterin Stadtplanung und Energiestadtkoordinatorin, Stadt Grenchen (SO) Nadja Sutter

Abfälle? Wertstoffe!

Wann waren Sie zuletzt in Deutschland? Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen: Dort heissen Abfallsammelstellen oder Entsorgungshöfe anders, nämlich: «Wertstoffhof». Abfälle als Stoffe mit Wert also. Diese Ansicht setzt sich auch in der Schweiz durch. Das beweist zum Beispiel die parlamentarische Initiative «Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken», deren Umsetzung seit dem 1. Januar läuft. Statt Gegenstände zu kaufen, zu brauchen und anschliessend wegzuwerfen, sollen diese so lange wie möglich im Kreislauf bleiben und Materialien, wo immer möglich, wiederverwendet werden. Das betrifft auch die Gemeinden, die sich vorrangig um die Abfallbewirtschaftung kümmern. Was sich derzeit politisch tut und welche Änderungen vor allem im Bereich der Siedlungsabfälle auf die Gemeinden zukommen, zeigt der Beitrag von Isabelle Baudin und Nadia Christinet vom Schweizerischen Verband Kommunale Infrastruktur in dieser Ausgabe. Noch besser als eine Kreislaufwirtschaft wäre es natürlich, Abfälle gar nicht erst entstehen zu lassen. Was Gemeinden zur Abfallvermeidung tun können, lesen Sie ebenfalls in dieser Ausgabe. Und wenn Sie nach der Lektüre unserer Artikel noch mehr wissen wollen, dann empfehle ich Ihnen den Besuch des Forums Nachhaltige Entwicklung am 26. Mai in Bern, das sich um das Thema Abfallbewirtschaftung dreht. «Statt Gegenstände zu kaufen, zu brauchen und anschliessend wegzuwerfen, sollen diese so lange wie möglich im Kreislauf bleiben.» Nadja Sutter, Chefredaktorin «Schweizer Gemeinde» Nadja Sutter

Aus- und Weiterbildungen für das Gemeindepersonal

Die Anforderungen an die Mitarbeitenden von Gemeinden steigen kontinuierlich, denn Sachverhalte und Prozesse werden komplexer. Um dies bewältigen zu können, sind Aus- und Weiterbildungen für das Gemeindepersonal unumgänglich. Claudia Kratochvil, Direktorin des Schweizerischen Gemeindeverbands, rät Gemeinden, in ihr Personal zu investieren: «Gemeinden positionieren sich so nicht nur als attraktive Lehrbetriebe und Arbeitgeberinnen, sondern profitieren auch von aktuellem Fachwissen.» Der Schweizerische Gemeindeverband engagiert sich in verschiedenen gesamtschweizerischen Trägerschaften von entsprechenden Abschlüssen und entwickelt das Angebot mit Partnern ständig weiter, sodass dieses auf die aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet ist. Ein Überblick: Der Verein HBB öV ist die schweizweit zuständige Trägerschaft der eidgenössischen Berufsprüfung «Fachfrau/Fachmann öffentliche Verwaltung». Er kümmert sich um das Prüfungswesen, jedoch nicht um die Ausbildung und die Kurse an sich, die von verschiedenen Bildungsinstitutionen angeboten werden. Der SGV ist Gründungsmitglied des Vereins und im Vorstand vertreten. Mehr Informationen: www.hbboev.ch oder im Artikel auf Seite 13. Der Trägerverein Rechtsfachleute HF ist zuständig für den Rahmenlehrplan Recht HF, der die Grundlage bildet für die Ausbildung «Rechtsfachleute HF». Diese richtet sich unter anderem an Gemeindeangestellte, aber auch an Berufsleute aus anderen Branchen, die sich ein breit gefächertes Basiswissen im Rechtsbereich aneignen möchten. Rechtsfachleute HF bearbeiten Aufgaben mit rechtlichem Bezug und einfachere Rechtsfälle auf der Grundlage eines fundierten theoretischen und in der Praxis abgestützten rechtlichen Basis- und Methodenwissens. Der SGV hat sich von Beginn an im Trägerverein engagiert und SGV-Direktorin Claudia Kratochvil präsidiert den Verein. Mehr Informationen: www.hf-recht.ch Das öffentliche Beschaffungswesen ist sehr komplex. Gerade für Gemeindepersonal, das sich nicht täglich mit Beschaffungen auseinandersetzt, ist das Thema anspruchsvoll. Die Interessengemeinschaft eidgenössische Abschlüsse öffentliche Beschaffung (IAöB) fördert die Fachkompetenzen im Beschaffungswesen durch eidgenössisch anerkannte Abschlüsse, wie zum Beispiel als Spezialist beziehungsweise Spezialistin öffentliche Beschaffung. Personen mit einem solchen Abschluss sind für öffentliche Körperschaften wie Bund, Kantone oder Gemeinden tätig oder beraten diese als externe Expertinnen oder Experten in Beschaffungsfragen. Der SGV ist Gründungsmitglied und im Vorstand vertreten. Mehr Informationen: www.iaoeb.ch «Mit ihrem Bildungsangebot positionieren sich Gemeinden nicht nur als attraktive Lehrbetriebe und Arbeitgeberinnen, sondern profitieren auch von aktuellem Fachwissen.» Claudia Kratochvil, Direktorin Schweizerischer Gemeindeverband Der Verein Arbeitssicherheit Schweiz bietet diverse Kurse, Schulungen und Workshops an, die ein umfassendes Grundwissen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz vermitteln. Die Kurse richten sich zum Beispiel an Sicherheits- oder Gesundheitsbeauftragte von Unternehmen, aber auch öffentlichen Körperschaften. Der SGV ist im Vorstand des Vereins vertreten. Mehr Informationen: www.arbeitssicherheitschweiz.ch Gemeinsam mit dem Verein Myni Gmeind engagiert sich der SGV mit verschiedenen Dienstleistungen dafür, die digitale Transformation in den Gemeinden voranzutreiben. Der SGV ist mit Claudia Kratochvil als Vizepräsidentin im Vorstand des Vereins vertreten. Myni Gmeind organisiert verschiedene Kurse im Bereich der Digitalisierung für Gemeindepersonal und Behördenmitglieder. Der Grundkurs «Digital-Pionier» vermittelt in verschiedenen Kantonen Basiswissen im Bereich der Digitalisierung. Hinzu kommen Vertiefungskurse, etwa zu den Themen künstliche Intelligenz oder Gemeindekommunikation. In der gemeinsamen Webinarreihe «Erfa-Stammtisch» können sich die Teilnehmenden zudem sehr niederschwellig und praxisnah zu einem aktuellen Digitalisierungsthema austauschen. Mehr Informationen: www.mynigmeind.ch Diverse Fachhochschulen und Universitäten sowie private Bildungsanbieter, Fachverbände und Institutionen bieten heute Weiterbildungen an, die sich unter anderem an Gemeindepersonal richten. Eine Auswahl aktueller Kurse sowie Tagungen für die Gemeinden findet sich in der Onlineagenda des SGV: https://www.chgemeinden.ch/de/veranstaltungen Eine Übersicht über die verschiedenen Aus- und Weiterbildungsangebote finden Sie auf der Website des Schweizerischen Gemeindeverbands: chgemeinden.ch Nadja Sutter

«Die Stimme der Gemeinden hat Gewicht in Bundesbern»

Ich bin selbst aufmerksamer in Bezug auf Themen, welche die Gemeinden betreffen. Gleichzeitig werde ich aber auch von aussen als die Stimme der Gemeinden wahrgenommen. Ich werde zum Beispiel in Kommissionssitzungen konkret gefragt, was die Haltung der Gemeinden zu einem bestimmten Geschäft ist. Die Kollegialität und eine sehr pragmatische Art zu politisieren. Im Gemeinderat zählt nicht die Parteipolitik, sondern, gute Lösungen für die Gemeinde zu finden. Dieses lösungsorientierte Politisieren versuche ich auch im Ständerat umzusetzen. Der Gemeinderat war eine sehr gute politische Schule. Ich habe dort erlebt, dass die Gemeinden an der Front sind und die Beschlüsse umsetzen müssen, die beim Bund und in den Kantonen getroffen werden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir im nationalen Parlament die Umsetzbarkeit von Gesetzen im Blick haben. Wir tun das einerseits mit den üblichen parlamentarischen Instrumenten, die uns allen zur Verfügung stehen, zum Beispiel Anträgen im Rahmen der Beratung einer Vorlage. Zudem bringen wir uns in den Diskussionen in den Kommissionen ein und stellen so sicher, dass die Stimme der Gemeinden gehört wird. Andererseits passiert viel informell: Wir sprechen mit anderen Parlamentsmitgliedern, aber auch mit Bundesrätinnen und Bundesräten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kantone. Wir sensibilisieren in diesen Gesprächen für die Anliegen der Gemeinden. «Mir ist es sehr wichtig, dass wir im nationalen Parlament die Umsetzbarkeit von Gesetzen im Blick haben.» Ständerat Mathias Zopfi, SGV-Präsident Trotz der Unterschiede haben doch alle Gemeinden dasselbe Grundinteresse, nämlich den Gestaltungsspielraum und die Autonomie der Gemeinden zu erhalten. Viele Themen betreffen tatsächlich alle Gemeinden, zum Beispiel die Raumplanung oder die Unterbringung von Asylsuchenden. Trotzdem ist es wichtig, uns der Breite der Interessen der Gemeinden bewusst zu sein, und ich glaube, wir bilden das im Vorstand sehr gut ab. Ich persönlich nehme es als Bergler sehr ernst, mich auch für die Interessen von Agglo-Gemeinden einzusetzen. Nicht zuletzt glaube ich, dass die Gemeinden dank ihrer Verschiedenheit viel voneinander lernen können. Natürlich kann es da Konflikte geben. Ich habe aber bisher oft festgestellt, dass sich die Positionen gut vereinbaren lassen. Bei diesen Vorlagen stehe ich hinter den Gemeinden, denn ich bin persönlich überzeugt, dass der Einbezug der Gemeinden für eine gute Lösung absolut notwendig ist. Übrigens hat sich die Debatte in meiner Partei zu dieser Frage etwas entspannt. Ich sitze in der staatspolitischen Kommission und beobachte, dass die Position der Gemeinden dort sehr stark wahrgenommen wird. Wichtig ist mir hier, zu betonen, dass die Gemeinden in dieser Frage möglichst bald konkrete Lösungen brauchen. Die Gefahr besteht, dass ihre Position in der Asylfrage missbraucht wird, um das Thema laut zu bewirtschaften. Das ist nicht im Sinne der Gemeinden. Die Sparmassnahmen des Bundes werden uns sicher noch eine Weile beschäftigen. Die Diskussion ist nicht falsch. Auch der Bund muss sparen. Ich wehre mich aber, wenn die Kosten vom Bund auf Kantone und Gemeinden abgewälzt werden sollen – was für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler letztlich keinen Unterschied machen würde. Sehr wichtig sind der Austausch und das gegenseitige Netzwerken. Im richtigen Moment mit den richtigen Menschen zu sprechen, ist zentral. Der SGV hat viel Gewicht in Bern. Denn wir vertreten die gesamte kommunale Staatsebene, und dank des Artikels 50 in der Bundesverfassung müssen die Gemeinden angehört werden. Nadja Sutter

4 Fragen zu Sulgen Kanton Thurgau

«Unsere Gemeinde teilt sich viele Aufgaben mit anderen Gemeinden. Diese Zusammenarbeit funktioniert sehr gut.» Andreas Opprecht, Gemeindepräsident von Sulgen (TG) Andreas Opprecht ist seit 13 Jahren vollamtlicher Gemeindepräsident von Sulgen. Der FDP-Politiker ist erst der vierte Gemeindepräsident in 100 Jahren – seine Vorgänger hatten jeweils einen langen Atem. Opprecht ist studierter Ökonom und hat vor seinem Mandat bei einer Bank gearbeitet. Er sitzt zudem im Thurgauer Grossen Rat. Als nächste zu porträtierende Gemeinde hat er Cazis (GR) ausgewählt. Nadja Sutter

«Die Weiterbildung hat mir erlaubt, mich breit zu vernetzen»

Lucas Rodriguez ist seit der ersten Stunde begeistert von der Arbeit auf der Gemeinde. Der heute 25-Jährige hat die KV-Lehre bei der Gemeinde Oberrieden (ZH) am Zürichsee absolviert und ist seinem Arbeitgeber seither treu geblieben – abgesehen von einem kurzen Abstecher zur Gemeinde Männedorf (ZH). «Mich fasziniert die Vielseitigkeit der Arbeit auf der Gemeinde. Es wird nie langweilig, denn man weiss nie, wer mit welchem Anliegen an den Schalter kommt», sagt Lucas Rodriguez. Als Sachbearbeiter Gesellschaft und Präsidiales arbeitet er auf der Einwohnerkontrolle sowie dem Bestattungsamt und ist zuständig für die Inhalte auf der Gemeindehomepage. Er mag es, mit Menschen zu arbeiten: «Beim Bestattungsamt holen wir Menschen in sehr schwierigen Momenten ab und helfen ihnen behutsam weiter.» Nach der Lehre reifte in Lucas Rodriguez der Wunsch, tiefer in die Materie einzutauchen und sich Hintergrundwissen anzueignen. Dabei stiess er auf die Weiterbildung zur Fachperson öffentliche Verwaltung mit eidgenössischem Fachausweis. Der Schweizerische Gemeindeverband hat diese Berufsprüfung mitentwickelt und sitzt im Vorstand der Schweizerischen Prüfungsorganisation Höhere Berufsbildung öffentliche Verwaltung. Dieser Verein bildet die gesamtschweizerische Trägerschaft der eidgenössischen Berufsprüfung «Fachfrau/Fachmann öffentliche Verwaltung». Er ist verantwortlich für die Durchführung der Berufsprüfung, bietet aber keine Ausbildung an – dies übernehmen verschiedene Anbieter in der ganzen Schweiz. Lucas Rodriguez absolvierte den Vorkurs sowie den Diplomlehrgang bei der KV Business School in Zürich, dies rund zwei Jahre lang. Jeweils am Freitagnachmittag besuchte er die verschiedenen Kurse. «Alle Dozierenden waren vom Fach, sie waren beispielsweise Gemeindeschreiber oder hatten Kaderfunktionen in ihrer Gemeinde inne.» Der Kontakt zu verschiedenen Personen mit grosser Erfahrung in ihrem Feld habe nicht nur ermöglicht, praxisbezogene Fragen zu klären, sondern auch, sich ein Netzwerk aufzubauen. Auch der Austausch mit den anderen Kursteilnehmenden – alle ebenfalls aus Gemeinden – sei sehr bereichernd gewesen. «Es war spannend, zu sehen, wie vielseitig die Gemeinden sind. Die Weiterbildung hat mir erlaubt, mich breit zu vernetzen.» Für Lucas Rodriguez war es die erste Weiterbildung nach der Schul- und Lehrzeit. «Das Selbststudium war anfangs schon eine Umgewöhnung», sagt er. Auch sei es herausfordernd gewesen, dass nicht alle Module en bloc unterrichtet wurden, sondern sich die Themen der Kurstage immer wieder abwechselten, und alle Prüfungen am Schluss stattfanden. Trotz Vollzeitanstellung fand Lucas Rodriguez genug Zeit fürs Lernen und die Umsetzung seiner Diplomarbeit. An dieser konnte er auch während der Arbeitszeit arbeiten. Er entwickelte nämlich einheitliche Checklisten für den Eintritt neuer Mitarbeitender und den Austritt scheidender Mitarbeitender der Gemeinde. «Das bedingte eine enge Abstimmung mit der Personalabteilung, wofür wir mehrere Sitzungen abhielten.» Denn Lucas Rodriguez arbeitet nicht in der Personalabteilung, musste sich also in die Abläufe erst einarbeiten und verstehen, was die Bedürfnisse der dortigen Mitarbeitenden sind. Die Arbeit sei sehr spannend gewesen, weil er Einblick in ein anderes Themenfeld erhalten habe und sich ganz neues Wissen habe aneignen können. Und nützlich war sie sowieso, denn die Liste wird nun in der Personalabteilung genutzt. «Der Diplomlehrgang war ein Erfolgserlebnis für mich und hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt.» Lucas Rodriguez, Sachbearbeiter Gemeinde Oberrieden (ZH) «Der Diplomlehrgang war ein Erfolgserlebnis für mich und hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Ich habe mir ein tieferes Hintergrundwissen über die Abläufe in der Gemeinde aneignen können», sagt Lucas Rodriguez. Davon sollen auch andere profitieren: Lucas Rodriguez ist Berufsbildner in seiner Gemeinde und freut sich, dass er das Wissen nun an die Lernenden weitergeben kann. Nicht zuletzt ist die Weiterbildung ein wichtiger Schritt in der Karriere von Lucas Rodriguez. Er will den Gemeinden auch weiterhin erhalten bleiben und später eine kommunale Führungsfunktion übernehmen. Sein Wunsch ist es, Gemeindeschreiber zu werden. Dafür ist eine weitere Ausbildung an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) nötig. Der junge Sachbearbeiter ist motiviert: «Gemeindeschreiber ist so eine spannende Funktion, man ist sehr nahe am Wandel der Gemeinde und am politischen Geschehen. Das finde ich sehr verlockend.» Nadja Sutter

Neue Wege für den Tourismus

Die weisse Skipiste, die sich den grünen Hang hinunterschlängelt: Sie ist zum Sinnbild geworden für all die Skigebiete in tiefen und mittleren Lagen, die seit einigen Jahren ums Überleben kämpfen. Für sie ist der Klimawandel bereits Realität. Der Schnee wird von Jahr zu Jahr weniger, kreative und innovative Lösungen sind gefragt, um dennoch Besucherinnen und Besucher anzuziehen. Charmey in den Freiburger Voralpen ist vor wenigen Jahren knapp an der Katastrophe vorbeigeschrammt; die dortige Seilbahn stand vor dem Aus. Nun läuft sie wieder, und die neuen Betreiber setzen konsequent auf 4-Jahreszeiten-Tourismus. Sörenberg Flühli im Kanton Luzern hat sich die Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben und spricht so ein ganz eigenes Segment von Touristinnen und Touristen an. Die Tourismusorte in höheren Lagen haben zwar genug Schnee, aber zu wenig Wohnungen. Das wird zunehmend zum Problem, denn nicht nur Einheimische, sondern auch Angestellte der Tourismusbranche finden kaum noch Wohnraum. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete hat dazu ein Projekt initiiert, über das wir in dieser Ausgabe berichten. Wir wünschen viel Spass bei der Lektüre! «Der Schnee wird von Jahr zu Jahr weniger, kreative und innovative Lösungen sind gefragt, um dennoch Besucherinnen und Besucher anzuziehen.» Nadja Sutter, Chefredaktorin «Schweizer Gemeinde» Nadja Sutter

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